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Mit Trend-Rezept

Tag des Kaffees am 1. Oktober: Was Ihr schon immer über Kaffee wissen wolltet

Eine Frau trinkt eine Tasse Kaffee
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Am 1. Oktober ist Tag des Kaffees

Kaffee ist das liebste Getränk der Deutschen. Rund 168 Liter Kaffee trinkt jeder von uns im Durchschnitt jährlich – deutlich mehr als jedes andere Getränk. Wissenswertes und Erstaunliches zum Tag des Kaffees am 1. Oktober.

von Isabella Fiala

Herrlich, ein frischer Kaffee am Morgen. Ein Tag, der mit Kaffee startet, kann eigentlich kein schlechter werden. Während der Duft des Kaffees durch die Wohnung zieht, verbreitet sich automatisch gute Laune. Der Morgen kann noch so früh sein, das Wetter noch so schlecht – frischer Kaffee macht alles ein bisschen positiver. So gerne wir den Kaffee trinken, so wenig wissen wir im Prinzip über den geliebten Muntermacher. Wer hat ihn entdeckt, wie viele Sorten gibt es und warum sollten wir Pflanzen damit gießen? Alles rund um die Bohne.

Der Ursprung

Vielleicht haben wir unseren Kaffee dem Ziegenhirten Kaldi zu verdanken, der im 9. Jahrhundert im Königreich Kaffa, dem heutigen Äthiopien, lebte. Dem Hirten fiel auf, so sagt es die Legende, dass seine Ziegen bis nachts aufgedreht herumsprangen, nachdem sie die Früchte eines bestimmten Baumes gegessen hatten. Kaldi bracht die Kaffeekirschen einem Weisen. Der probierte den rohen Kaffee und warf vom bitteren Geschmack enttäuscht die Kaffeekirschen ins Feuer. Darin frisch geröstet verströmten sie einen herrlichen Duft. Kaldi und der Weise kochten die Bohnen mit Wasser auf – und tranken den ersten Kaffee. 

Richtig aufbewahren

Der perfekte Kaffeegeschmack hängt nicht nur von Faktoren wie Qualität, Herkunft, Röstung und Zubereitung ab, sondern auch von der richtigen Lagerung. Aufbewahrt wird Kaffee am besten in einer Keramikdose mit Gummidichtung. So ist er luftdicht verschlossen und vor Licht, Wasser und Sauerstoff geschützt. Gelagert wird er an einem kühlen und trockenen Ort, zum Beispiel im Keller oder der Vorratskammer. Der Kühlschrank ist nicht geeignet, da der Kaffee hier den Geruch anderer Lebensmittel annehmen kann. Kaffeebohnen sollten innerhalb von vier bis acht Wochen nach dem Öffnen verbraucht werden, gemahlener Kaffee binnen vier Wochen. Kaffee kann zwar nicht schlecht werden, aber ein Großteil der Aromen hat sich dann verflüchtigt.

Die Verbreitung

Von der Region Kaffa gelangte der Kaffee vermutlich im 14. Jahrhundert durch Sklavenhändler in den Jemen auf der Arabischen Halbinsel. In dieser Zeit entstand auch der heutige Name des Heißgetränkes: „Kaffee“ stammt vom arabischen Wort „Qahwah“ und heißt übersetzt „das Anregende“. Anfang des 17. Jahrhunderts brachten venezianische Kaufleute den Kaffee zum ersten Mal nach Europa. Die ersten deutschen Kaffeehäuser eröffneten in Hamburg, Leipzig, Nürnberg und Regensburg.

Deutschland ist Kaffeeland

Pro Jahr trinkt jeder Deutsche durchschnittlich etwa 168 Liter Kaffee – mehr als Wasser. Da sind es etwa 140 Liter pro Kopf. Entgegen der landläufigen Meinung konsumieren die Deutschen übrigens deutlich mehr Kaffee als Bier, da sind es durchschnittlich 105 Liter pro Jahr und Kopf. Mit der Menge könnte man etwa 400.000 Badewannen füllen – pro Tag. Weltweit werden jedes Jahr rund eine halbe Billion Tassen Kaffee getrunken.

Wer trinkt am meisten?

Taxifahrer trinken am meisten Kaffee. Das hat eine Umfrage der britischen Agentur Pressat unter 10.000 Angestellten aus verschiedenen Berufsgruppen ergeben. Platz zwei belegen Verkäufer, gefolgt von Servicekräften im IT-Bereich, Telefonverkäufern und Managern. 

Nachhaltiger Genuss: Worauf man beim Kauf achten sollte

Der Deutsche Kaffeeverband schätzt, dass Kaffee für weltweit 125 Millionen Menschen die Lebensgrundlage darstellt. Er ist zugleich eines der größten Exportprodukte der Entwicklungsländer. Welchen Kaffee wir kaufen und trinken, hat also einen großen Einfluss auf viele Menschen und Länder. Beim Kauf sollten wir auf Fair-Trade-Kaffee und Bio-Qualität achten. Das Fairtrade-Siegel steht für fair angebaute und gehandelte Produkte, bei denen alle Zutaten zu 100 Prozent unter Fairtrade-Bedingungen gehandelt sind. Allerdings gibt es auf dem Markt auch einige Kaffeeprodukte, die fair gehandelt werden, ohne das Fairtrade-Siegel zu tragen. Denn um das zu bekommen, muss man einen aufwendigen und kostspieligen Prozess durchlaufen, den sich kleine Kooperativen nicht immer leisten können. Am besten informiert man sich beim Kauf ausführlich, woher und von wem die Kaffeebohnen bezogen werden. So kann man mit gutem Gewissen seinen Kaffee genießen.

800 Aromen

Kaffee ist eines der aromareichsten Lebensmittel überhaupt: 800 verschiedene Aromen enthält er. Viele der im Kaffee enthaltenen Aromen konnten bislang noch nicht eindeutig identifiziert werden. Darum ist die Herstellung von künstlichem Kaffeearoma auch noch nicht möglich.

Über 100 verschiedene Kaffeesorten

Es gibt insgesamt 103 verschiedene Kaffeearten und davon werden überraschenderweise hauptsächlich nur zwei Arten für Espresso, Cappuccino und Co. verwendet: Arabica und Robusta.

Helle Bohnen enthalten mehr Koffein als dunkle

Im Gegensatz zum weit verbreiteten Glauben befindet sich in hellen, milden Kaffeeröstungen mehr Koffein als in dunklen, herzhaften Röstungen. Warum? Je länger der Kaffee geröstet wird, desto mehr Koffein löst sich unter der Hitze aus der Bohne. Im Prinzip ist das vergleichbar mit Wein: Je länger man ihn in einem Gericht mitkochen lässt, desto weniger Alkohol hat man am Ende.

Rezept

Cold Brew: Der neueste Kaffeetrend

Cold-Brew-Kaffeevariationen sind das It-Getränk schlechthin. Durch die lange Ziehzeit im gekühlten Wasser hat der Sud rund 70 Prozent weniger Bitterstoffe und Säuren als mit heißem Wasser aufgebrühter Kaffee, deshalb ist er besonders magenfreundlich. 

So geht’s: 

1. 100 Gramm geröstete, grob gemahlene Arabica-Bohnen mit einem Liter Wasser mischen und anschließend gut durchrühren

2. Kaffee mindestens 12 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen

3. Den kalt-extrahierten Kaffee filtern und genießen

Der teuerste Kaffee der Welt

Der Black Ivory Coffee aus Thailand ist der teuerste Kaffee der Welt. Ein Kilo des exklusiven Elefantenkaffees kostet etwa 850 Euro. Das Besondere: Die geernteten Kaffeekirschen werden von Elefanten gefressen und die ausgeschiedenen, unverdauten Kaffeebohnen weiterverarbeitet. Beim zweitteuersten Kaffee der Welt, dem Kopi Luwak, ist das Prinzip ähnlich. Hier fressen Schleichkatzen die Kirschen.

Biologischer Dünger

Schon gewusst? Kaffeesatz ist der ideale Pflanzendünger. Kaffeesatz wirkt leicht bodenversauernd und reichert die Erde mit Humus an. Daher eignet er sich besonders zum Düngen von Pflanzen, die sauren Humusboden bevorzugen, wie Hortensie, Rhododendron und Heidelbeere. Zimmerpflanzen freuen sich über mit Wasser verdünnten, kalten Kaffee. Ideal ist eine halbe Tasse verdünnter Kaffee pro Pflanze und Woche.

Beautymittel

Kaffee macht nicht nur in flüssiger Form von innen wach, sondern auch von außen – als Peeling aufgetragen. Das Koffein und der Peelingeffekt sorgen für eine gute Durchblutung und lassen die Haut strahlen – ganz ohne Zusatzstoffe. Auch gegen Cellulite soll Kaffeesatz wirken. Einfach den Kaffeesatz pur verwenden oder mit etwas Olivenöl, Jojobaöl oder Honig mischen.

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