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Um den Obinger See

Eine kleine Tour mit dem künstlerischen Etwas

Wenn man vom Ostufer des Obinger Sees gen Westen blickt, eröffnet sich eine schöne Schau auf See und Ort.
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Wenn man vom Ostufer des Obinger Sees gen Westen blickt, eröffnet sich eine schöne Schau auf See und Ort.

Obing. – Jeden Freitag lesen Sie hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es um den Obinger See. 

Mit einer Fläche von 31,18 Hektar gehört der Obinger See zu den kleineren hier in der Region. Doch obwohl er so klein auf der einen Seite ist, ist er reich an anderen Sachen: Einerseits ist der Fischbestand im See groß und umfasst Fischarten wie Hecht, Zander, Wels, Aal und Forelle. Andererseits gibt es einen Skulpturenweg, der zur optischen Aufwertung der Tour beiträgt. Und nicht zuletzt macht die Kürze die Tour zu einer attraktiven Option. 

Um den Obinger See

Wir starten bei der Minigolfanlage.
Wir starten bei der Minigolfanlage. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Entlang der Birken sehen wir die ersten Kunstwerke. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Wir überqueren ein Kanälchen. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Wir biegen rechts ab... © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
...und nochmal rechts.. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Hier allerdings nicht rechts abbiegen! © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Wir erhaschen einen kleinen Blick auf den See. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Kurz vor Pfaffing biegen wir nach rechts ab... © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
...und sind keine zehn Minuten später im Ort. Rechts abbiegen bitte. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Das rechte Gebäude stammt aus dem 18. Jahrhundert und wird auf einer Infotafel näher erklärt. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Jenseits des Sees zeigen sich Teisenberg (1.333 Meter), Hochstaufen (1.771 Meter) und Zwiesel (1.782 Meter)... © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
...Hochfelln (1.674 Meter und Hochgern (1.748 Meter)... © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
sowie dazwischen die Loferer Steinberge mit Großem Ochsenhorn (2.511 Meter), Breithorn (2.413 Meter) und Mitterhorn (2.506 Meter). © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Wir passieren das Strandbad. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
In Jepolding ist die Skulptur „Kreisel“ des Initiators des Obinger Skulpturenwegs, Hans Thurner (1951 - 2017) und seiner Lebensgefährtin Ute Lechner zu sehen. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Auch Rauschberg (1.671 / 1.648 Meter) und Sonntagshorn (1.961 Meter) sind von hier aus zu sehen, dahinter befinden sich die Berchtesgadener Alpen. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Auch Hochfelln und Hochgern sind wieder zu sehen. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Während die Hochplatte (1.587 Meter) und Kampenwand (1.669 Meter) noch zu den Chiemgauer Alpen gehören, ist das Unterberghorn (1.773 Meter) Teil des Kaisergebirges. Dahinter wären bei guter Sicht die schneebedeckten Dreitausender der Hohen Tauern zu sehen. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Vom Ostufer des Sees hat man einen schönen Blick auf Obing. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Wir biegen unmittelbar nach dem einzigen Abfluss des Sees, dem Obinger Seebach, nach rechts ab. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
An weiteren Skulpturen, wie hier Bootswerft von Christian Wichmann vorbei... © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
...hier ist es „Frau im Schilf“ von Johannes Stellner. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Idyllische Orte am See wie dieser sind eher selten, da sich fast alle Zugänge zum See in Privatbesitz befinden. © Simon Schmalzgruber
Wir starten bei der Minigolfanlage.
Ein paar Meter noch und schon sind wir wieder am Ausgangspunkt. © Simon Schmalzgruber

Die Wanderung im Überblick 

Berg/Gipfel: Keiner 

Höhenmeter der Wanderung: Circa 30 Höhenmeter 

Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: bei der Minigolfanlage, Altenmarkter Str. 25, 83119 Obing , kostenlos 

Gehzeit: Dreiviertel bis eineinhalb Stunden insgesamt 

Schwierigkeit: leicht 

Einkehrmöglichkeiten: `s kleine Wirtshaus (Am Ausgangspunkt), Hotel Restaurant Oberwirt 

Benötigte Ausrüstung / Kenntnisse: Keine besondere Ausrüstung, bzw. Kenntnisse nötig 

Wann sollte man aufpassen? Beim Ort Jepolding ist der Weg kurzzeitig nicht vorhanden. Hier auf den Verkehr Acht geben! 

Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 5/5 Punkte: Auch wenn der Weg mal kurz weg ist: Durch die Kürze und keine anderen Schwierigkeiten ist der Spaziergang um den Obinger See auch Anfängern wärmstens zu empfehlen. 

Für Familien mit Kindern geeignet? 5/5: Auch für Familien mit Kindern ist die Seeumrundung empfehlenswert.

Für Hunde geeignet? 4/5: Hunde müssen fast durchgehend angeleint bleiben. Außerdem befinden sich die meisten Wasserzugänge in Privatbesitz, was die Freude des Vierbeiners etwas trüben kann. Trotzdem eignet sich die Tour für eine ausgiebige Gassirunde.

Lohnt der Gipfel-Ausblick? 4/5 Punkte: Dadurch, dass der Obinger See nicht so eingekesselt ist, wie beispielsweise der Seeoner Klostersee, und sich Obing zudem in einer guten Lage befindet, sind bei guten Sichtverhältnissen die gesamten Chiemgauer Alpen, dazu Teile der Berchtesgadener Alpen, der Loferer Steinberge und sogar die Hohen Tauern mit Großglockner und Großvenediger zu sehen.  

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt  

Eine Tour für alle:  Bis auf besagte Stelle ist die Runde um den Obinger See zu keinem Zeitpunkt schwierig und deshalb für jedermann machbar. 

Kunst: Zahlreiche Skulpturen und Werke regionaler Künstler und Handwerksbetriebe schlängeln sich entlang des 1998 durch Hans Thurner (1951 – 2017) initiierten Skulpturenwegs, die dadurch die Tour zu einem buchstäblichen Hingucker werden lassen. 

Als Feierabendtour machbar: Durch die Gesamtlänge von circa dreieinhalb Kilometern ist der Zeitaufwand kein großer, sodass die Runde auch getrost nach Feierabend begangen werden kann. 

Für wen die Tour nix ist  

Wie an jedem See sind auch hier bis in den Frühherbst hinein Mücken ein Thema. Wer Mücken lieber meidet, sollte auch dieses Gebiet in den warmen Jahreszeiten beherzt umrunden. 

Einmal im Uhrzeigersinn, bitte!

Wir starten unsere Tour am Parkplatz bei der Minigolfanlage. Von dort aus biegen wir links ab. Entlang der Birken sehen wir auf der anderen Seite die ersten Skulpturen des Weges. Circa fünf Minuten später überqueren wir einen kleinen Kanal. Nicht recht viel später sind wir schon fast wieder in der Obinger Ortsmitte, doch beim Hotel Oberwirt biegen wir rechts ab. Kurz danach erreichen wir die Kienberger Straße, wo wir wiederum rechts abbiegen. Wir verbleiben auf diesem Gehweg, bis wir Obing wieder verlassen. Kurz bevor wir Pfaffing erreichen, biegen wir rechts in den schmaleren Weg ein und nähern uns ein wenig dem See. In ungefähr zehn Minuten sind wir dann schon mitten im 200-Seelen-Dorf Pfaffing. Hier informieren uns einige Tafeln über die geschichtlich bedeutsamen Gebäude des Ortes. Es dauert allerdings nicht lange, bis der Ort wieder verlassen wird. Wir passieren das Strandbad, an welchem im Sommer großer Betrieb herrschen kann. Von dort aus ist es nicht mehr weit, bis wir am südlichen Ende des Sees angelangt sind. 

Mitten in Pfaffing.

Der Weiler Jepolding ist in wenigen Minuten erreicht. Hier ist Vorsicht geboten, denn ein bisschen müssen wir auf der Straße laufen. Kurz nach Jepolding hat man den schönsten Blick auf die Berge: Dieser reicht von Untersberg bis Kampenwand und bei guter Sicht sogar auf Teile der über 3.000 Meter Hohen Tauern! Aber auch der Blick auf Obing ist nicht zu verachten, denn schön sieht’s schon aus, wenn der Ort mit seiner Kirche am anderen Ufer des Sees aufragt. Kurz nachdem wir Jepolding verlassen haben, überqueren wir den Obinger Seebach, den einzigen Abfluss des rund 31 Hektar großen und bis zu 15, nach anderen Quellen 18 Meter tiefen Sees, der wie alle anderen Seen hier in der Region ein Relikt der letzten Eiszeit und für seinen Fischreichtum bekannt ist. Unmittelbar nach der Brücke biegen wir ein letztes Mal scharf rechts ein und schlängeln uns am Ufer entlang. Nach ein paar weiteren Skulpturen erreichen wir Seezugänge, die keine Privatgrundstücke sind – so scheint es zumindest. Ein Bad sollte man trotzdem nicht riskieren, da die gefährliche Blaualge auch am Obinger See ihr Unwesen treibt. Nichtsdestotrotz bieten sich diese Stellen als idyllischer Rastplatz an, sofern man über Schuhwerk verfügt, das schmutzig werden darf. Auf dem Weiterweg sind es zehn Minuten mehr, bis wir unseren Ausgangspunkt wieder erreichen. Schee wars! 

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