Wander-Tipp: Von Neuhaus auf die Brecherspitz

Unterwegs in den Schlierseer Bergen

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Von einem Nebengipfel aus grüßt von drüben die Brecherspitz.

Neuhaus – Die Mangfall: neben dem Inn einer der Identitätsstifter der Stadt Rosenheim. Offiziell entsteht sie am Abfluss des Tegernsees. Unweit davon: das Mangfallgebirge. In unserem heutigen Wandertipp stellen wir eine Tour auf die Brecherspitz in jenem Gebirge vor.

Bereits weit vor dem Schliersee sieht man die markante, pyramidenartige Form der Brecherspitz. Schwer bezwingbar, mag manch einer meinen. Doch so schwierig wie es scheint, ist die Tour nicht. Und ein tolles Panorama gibt’s obendrauf!

Die Wanderung im Überblick

  • Berg/Gipfel: Brecherspitz, Mangfallgebirge, 1683m
  • Höhenmeter der Wanderung : 909 Höhenmeter
  • Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Parkplatz Dürnbachstraße 10, 83727 Schliersee
  • Gehzeit: 3 Stunden aufwärts, 2 1⁄2 abwärts.
  • Schwierigkeit: Mittlere Bergwanderung („rot“).
  • E inkehrmöglichkeiten: Keine, da die Ankelalm abgerissen und wieder neu aufgebaut wird.
  • Wann sollte man aufpassen? Im Gipfelaufstieg muss unter Umständen das ein- oder andere Mal am Seil angepackt werden.
  • Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 3/5 Punkte: Wer noch keinerlei Erfahrung am Seil gesammelt hat, sollte diese Tour sein lassen. Ansonsten eine tolle Tour auch für Anfänger!
  • Für Familien mit Kindern geeignet? 4/5: Bis auf den Gipfelanstieg eine einfache Tour.
  • Für Hunde geeignet? 4/5: Selbiges gilt auch für Hundebesitzer.
  • Lohnt der Gipfel-Ausblick? 5/5: Neben herrlichem Tiefblick auf Schlier- und Spitzingsee ist die Stadt München sehr gut zu erkennen. Ebenso tolle Schau zu Zugspitze, Wendelstein, Tauern und Zillertaler Alpen.

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt

  • Das Panorama: Wie bereits erwähnt, hat man vom Gipfel ein tolles und weit reichendes Panorama. 
  • Natur pur: Dadurch, dass auf die Brecherspitz weder eine Seilbahn führt, noch, dass das Gebiet anderweitig verbaut ist, kommt der Naturliebhaber voll auf seine Kosten. Bonus: wer nach der Tour noch nicht erschöpft ist, kann einen Abstecher zu den malerischen Josefsthaler Wasserfällen machen. 
  • Ruhe und Einsamkeit: Während auf der kürzeren, aber etwas schwierigeren Aufstiegsroute vom Spitzingsattel meist mehr los ist, trifft man auf der Neuhauser Route nur vereinzelt auf andere Bergfreunde. 
Über dem Spitzingsee wacht links die Rotwand und rechts das Hintere Sonnwendjoch.

Startpunkt ist der Parkplatz Dürnbachstraße. Dort gehen wir ein paar Minuten den Anfahrtsweg zurück, bis wir einen Schilderbaum erreichen. Dem Weg in Richtung „Brecherspitz“ folgen. Durch lichten Bergwald gehen wir durch den Ankelgraben weiter in das Hochkar. Auf dem Weiterweg können wir uns entscheiden: folgen wir stur dem Weg, oder nehmen wir zahlreiche Abkürzungen, die uns Weg sparen und den Aufstieg kontrastreicher machen? Bald wird es offener und das Hochtal erscheint mehr und mehr als Kessel. Nach einer guten Stunde erreichen wir schließlich die Ankelalm. Diese wird heuer abgerissen und an gleicher Stelle wieder aufgebaut. Nachdem wir die Alm passiert haben, geht es links und nun steiler über eine Almwiese hinauf. 

Auch der höchste Berg Deutschlands ist klar zu erkennen: die Zugspitze.

Zwischen kleineren Felsen aufsteigend, wird das Panorama immer besser: wir können einen Blick auf den Schliersee erhaschen, auch zeigen sich Breiten- und Wendelstein. Wenn die Latschen die Flora zu dominieren beginnen, wird es zunehmend schwieriger: es wird felsiger, steiler und, bei Nässe, auch unangenehmer zum Gehen. Immer wieder mal müssen wir uns am Seil festhalten, bis schließlich der wieder breite Gipfel unseren Atem stocken lässt: auf einmal kann man sie alle sehen: S chliersee, Spitzingsee, Tegernsee, München, den Wendelstein von seiner schroffsten Seite, die Zugspitze, das Karwendel und die Firngipfel der Zillertaler Alpen und der Hohen Tauern mit dem Großglockner. Abstieg wie Aufstieg.

Die Tour auf die Brecherspitz

Simon Schmalzgruber

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