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Um den Leitgeringer See 

Eine kurze Feierabendtour mit Urwald-Feeling 

Der Leitgeringer See bei Tittmoning ist ein Relikt der letzten Eiszeit.
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Der Leitgeringer See bei Tittmoning ist ein Relikt der letzten Eiszeit.

Tittmoning – Jeden Freitag lest Ihr hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es um den Leitgeringer See.

Wie der Waginger, Tachinger, Gries- und Tüttensee konkurriert auch der Leitgeringer See um den Titel “wärmster Badesee Oberbayerns”. Dementsprechend stark ist in den Sommermonaten der Andrang aus Tittmoning und Umgebung, wem kann man es auch verdenken, bei den immer wärmeren Sommern? Außerhalb der warmen Jahreszeit wird es allerdings ruhig um das gut 16.000 Jahre alte Gewässer, das nach der letzten Eiszeit entstanden ist. Sehr ruhig sogar. Wer Glück hat, dem leisten nur einige wenige Fischer am Ufer Gesellschaft. Auf geht’s auf eine Tour mit “enjoy the silence”-Charakter! 

Um den Leitgeringer See

Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Einen kurzen Marsch später sind wir schon am Ufer angelangt. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Do geht‘s eini! © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Hunde sind hier unerwünscht, der Rest darf das Grundstück betreten. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Immer wieder ergeben sich Blicke aufs Nordufer. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Die erste Brücke...und es wird nicht die letzte sein. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Um dort baden und liegen zu können, muss man Gast des Campingplatzes sein. Doch der Trampelpfad darf von allen benutzt werden. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Ein zwei Minuten... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
...und schon verlassen wir wieder das Gelände. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Aus der Botanik raus... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
...bewegen wir uns auf das Nordufer zu. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Ein kleiner Blick nach links... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
...und wir können etliche Pfaffenhütchen sehen. Vorsicht, giftig! © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Hier ein Blick nach Süden und Westen. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Weiter zwischen der Wiese und den Bäumen... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
...müssen wir gleich wieder über eine Brücke. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Am Nordufer entlang... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
...ergibt sich dieser schöne Ausblick. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Gleich überqueren wir eine weitere Brücke. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Nun stellt sich die Frage: Kürzen wir rechts ab, oder nehmen wir den linken Weg... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
...um nochmal diesen schönen Blick über den See zu haben? © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Noch eine Brücke... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
...und noch eine. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Nun geht es in dichte Vegetation. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
„Welcome to the jungle!“ © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Welch eine Überraschung, noch eine Brücke! © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Über Stock, aber nicht über Stein... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
...geht es weiter. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Einer der wenigen menschlichen Eingriffe in das Naturschutzgebiet hatte zum Zweck, den Weg begehbar zu halten. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Die letzte Brücke. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Wir halten uns links. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Nun rechts. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Am Zaun vorbei... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
...geraten wir an eine Lichtung... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
...an der es links in das Strandbad hineingeht. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Dort, wo sich im Sommer hunderte Badegäste tummeln... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
...ist es im Herbst menschenleer. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Parkplatz beim Städtischen Strandbad Tittmoning
Gleich sind wir wieder am Ausgangspunkt angelangt. © Simon Schmalzgruber

Die Wanderung im Überblick 

Berg/Gipfel: keiner 

Höhenmeter der Wanderung: Maximal zehn Höhenmeter 

Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Furth, 84529 Tittmoning, kostenlos 

Gehzeit: Dreiviertelstunde bis Stunde Gesamtaufwand 

Schwierigkeit: einfach 

Einkehrmöglichkeiten: Wildfang Leitgeringer See (ungewiss, ob die Einkehrmöglichkeit außerhalb der Badesaison geöffnet hat, da die Website nicht aktuell ist) 

Benötigte Ausrüstung / Kenntnisse: etwas Orientierungsvermögen, wasserdichte Schuhe 

Wann sollte man aufpassen? Die Wegführung ist nicht immer klar erkennbar, da der Weg um den Leitgeringer See größtenteils ein Trampelpfad ist. 

Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 4/5 Punkte: Kurz und abenteuerlich, aber etwas orientieren sollte man sich schon können. Die (fast) perfekte Tour für Einsteiger. 

Für Familien mit Kindern geeignet? 4/5: An den Uferbereichen außerhalb des Strandbads sollten Eltern auf ihre Kinder besonders Acht geben, da sie sonst ins ins Wasser fallen könnten. 

Für Hunde geeignet? 2/5: Dadurch, dass das gesamte Areal um den Leitgeringer See Naturschutzgebiet ist, müssen die Hunde einerseits angeleint werden. Zusätzlich sind Hunde auf einem Wegabschnitt unerwünscht. Wer sich auf keinen Konflikt mit dem Grundstückseigentümer einlassen will, umkurvt dieses – oder bleibt gleich daheim. 

Lohnt der Gipfel-Ausblick? 1/5: Dadurch, dass der Leitgeringer See größtenteils im Wald liegt, sollte man sich nicht allzu große Hoffnungen auf ein Bergpanorama machen.  

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt 


Flora und Fauna: Egal ob Eichhörnchen, im See schwimmende Fische oder die dichte Vegetation am Ufer, die Tour um den See hat einiges für den biologie-affinen Naturfreund in petto. 

Abenteuerlicher Charakter: Durch den Wildwuchs um das Ufer ist die Botanik teilweise so dicht, dass man nur vorankommt, wenn man den Kopf einzieht. Dazu verleihen mehrere kleinere Brücken über kleinere Wasserläufe dem Ganzen eine Nuance von Expedition im Dschungel.

Für den Feierabend geeignet: Unter der Voraussetzung, dass man nicht erst um 18 oder 19 Uhr aus hat, kann man auch getrost im Feierabend um den See marschieren.  

Für wen die Tour nix ist

Wer im Dickicht leicht Panik kriegt, der sollte den Marsch um den Leitgeringer See nicht anpeilen . 

Geit lous! 

Wir starten unsere Tour auf dem naturbelassenen Parkplatz am Strandbad. Von dort aus sind wir nach wenigen Metern bereits am Einlasstor zum Strandbad. Linkerhand könnten wir im Uhrzeigersinn den See umkurven, rechterhand geht’s gegen den Uhrzeigersinn. Wir entscheiden uns für die zweite Option. Wir betreten gleich Privatgrund, worauf uns ein Schild hinweist. Nun sind wir “auf eigene Gefahr” unterwegs – ein Betreten ist also nicht verboten, doch wer sich ausgerechnet auf diesem Wegabschnitt nach einem misslungenen Temposalto das Kreuzband reißt, der wird weder vom Grundstückseigentümer, noch von der BG einen müden Heller sehen. Es dauert nicht lange, bis wir das nächste Grundstück erreichen. Hier weist uns ein weiteres Schild darauf hin, dass Badeplatz und Liegewiese nur für die Gäste des Campingplatzes sind. Dass man als Nicht-Gast das Gelände garnicht betreten darf, wird allerdings nicht erwähnt. Wenn man nicht zu lange auf diesem Abschnitt verweilt oder gar seinen Müll verteilt, wird wohl hier das Prinzip “Wo kein Kläger, da kein Richter” zur Geltung kommen. Es dauert auch keine zwei Minuten, bis wir vom Gelände wieder verschwunden sind.

Hier sind Hunde unerwünscht.

Mal mehr in der Botanik, mal mehr am Wegesrand bewegen wir uns schon bald auf das Nordufer zu. Im Herbst sind dort die Früchte des Pfaffenhütchens zahlreich zu sehen. Doch hier gilt die Devise: ”Nur kucken, nicht anfassen!”, denn alle Pflanzenteile sind giftig. Ein Verzehr von beispielsweise den Samen kann zu Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall führen. Auf dem Weg von Ost- zu Nordufer haben wir immer wieder die Möglichkeit, einen Blick über den See mit all seinen Buchten zu werfen. Etwas später gelangen wir wieder ins Dickicht und eine kleine Brücke hilft uns übers Wasser. Spoiler Alert: Es wird nicht die letzte sein. Aus dem Dickicht raus, am Feld entlang, wieder über eine Brücke geht es an eine ausgetretene Kreuzung, an der man linkerhand in eine Landzunge reingehen könnte und man nochmal einen schönen Blick über den See hat.

Und plötzlich: Mitten in der Botanik

Rechterhand kürzt man diese Passage ab. So oder so, es geht bald wieder über eine Brücke und noch eine und plötzlich ist man mitten in der Botanik. Etliche umherliegende und verrottende Bäume, immer wieder mal Brücken und nur, wenn es unbedingt nötig war, wurden menschliche Eingriffe in die Natur gemacht. Sehr urig ist es also hier. Über Stock, aber ohne Stein bewegen wir uns durch den Wald und müssen mitunter etwas aufpassen, dass wir den Weg nicht verlieren. Im Dickicht können wir leicht übersehen, wo’s weitergeht. Wir überqueren eine letzte Brücke, dann kommen wir wieder etwas mehr in die Zivilisation zurück: Ein umzäuntes Fischerhaus markiert das Grundstück, dessen Betreten für Unbefugte verboten ist und hier wohl am ehesten rechtliche Konsequenzen nach sich zöge.

Ein Fischerhaus mit einem Zaun, der die Grundstücksgrenze markiert.

Darum geht es am Zaun entlang in Richtung einer Lichtung. Auch hier müssen wir bedenken, dass wir uns zwischen Bäumen und Wiese bewegen, damit wir den letzten Abschnitt unserer Tour nicht verpassen. Durch ein offenstehendes Tor geht es auf das Gelände des Strandbads. Dort, wo sich in den Sommermonaten hunderte Leute tummeln, kann man im Herbst innerlich die Grillen zirpen hören. Zuerst über, dann an der Liegewiese betreten wir einen Sandweg. Das Finale ist eingeläutet. Keine fünf Minuten später haben wir das Tor zum Strandbad passiert und sind an unserem Ausgangspunkt angelangt. 

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