Kurze Tour oberhalb von Anger auf den Högl

Der Flysch-Berg mit der großen Antenne

+
Unscheinbar vor dem Untersberg und weit hinter dem Ort Tengling erhebt sich der Högl.

Anger – Jeden Freitag lesen Sie hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es von der Stroblalm auf den Högl.

Unverkennbar mit seiner 157 Meter hohen Antenne, die zugleich dashöchste Bauwerk im Landkreis Berchtesgadener Land ist, erhebt sich der Högl vor den eigentlichen Alpen. Warum eigentlich? Während seine Nachbarn von der Staufengruppe bereits zu den Nördlichen Kalkalpen, einer der drei großen Einteilungen der Alpen, gehören, befindet sich der Högl in der schmalen Flysch-Zone, die das Alpenvorland von eben genannten trennen. Auch wenn der Berg mit seinen 827 Metern zu den kleinsten der Chiemgauer Alpen zählt und die Aussicht vom Gipfelnicht die beste ist, ist er allemal einen Besuch wert.

Die Wanderung im Überblick

Berg/Gipfel: Högl, Chiemgauer Alpen, 827 Meter

Höhenmeter der Wanderung: circa 50 Höhenmeter

Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Stroblalm, Stroblalmstraße 14, 83454 Anger

Gehzeit: 30 – 45 Minuten

Schwierigkeit: Technisch einfach, allerdings ist der Weg nicht immer gleich zu finden.

Einkehrmöglichkeiten: Berggasthof Stroblalm, 788 Meter, am Anfang der Tour

Wann sollte man aufpassen? Der Weg ist nicht markiert, deswegen sind spätestens ab Verlassen des Feldweges Spurensuchkünste gefragt.

Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 3/5 Punkte: Technisch einfach ist die Tour schon, aber beim laubigen Gipfelanstieg verliert sich öfters mal die Spur – Anfänger, die wenig Orientierungsvermögen haben, sollten den Högl also meiden.

Für Familien mit Kindern geeignet? 5/5: Sofern sich die Eltern auskennen, ist die Tour auf den Högl perfekt für einen Nachmittags-Ausflug.

Für Hunde geeignet? 5/5: Dadurch, dass der Berg technisch unschwierig ist, kann hier ein etwas anderer Gassigang bewerkstelligt werden.

Lohnt der Gipfel-Ausblick? 1/5: Der Högl ist durch seine geringe Höhe auch im Gipfelbereich stark bewaldet. Die beste Aussicht hat man gleich am Anfang an der Stroblalm.

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt

Die Kürze: In weit unter einer Stunde gelangt man auf den Gipfel, den seit 2014 ein kleines Gipfelkreuz krönt.

Schattig: Was die Aussicht zunichte macht, macht den Högl für eine Sommer-Tour umso attraktiver: Durch die Bewaldung geht man einen großen Teil der Tour im Schatten, wodurch eine Hitzeschlacht wie am benachbarten Staufen vermieden wird.

Ein Berg für alle: Sofern ein Orientierungssinn vorhanden ist, ist der Berg für jedermann und -frau machbar!

Und los geht's!

Wir starten am großen Parkplatzunmittelbar vor dem Berggasthof Stroblalm. Mit einer Aussicht, die von Dachstein zu den Berchtesgadener Alpen mit Hochkönig, Funtenseetauern, Watzmann und Lattengebirge bis zum Staufen reicht, marschieren wir zuerst an der Stroblalm vorbei und nehmen Kurs auf die weithin sichtbare Antenne. Auf der Asphaltstraße geht es nur wenig steil an einer Scheune mit einem Holzlagerplatz vorbei, kurz darauf tauchen wir in den Wald ein. Wir folgen dem Verlauf der Straße und lassen uns auch nicht von einem Waldweg ablenken, der uns nicht ans Ziel brächte . Nach guten 20 Minuten erreichen wir das höchste Bauwerk des Landkreises Berchtesgadener Land, das mit seinen 157 Metern Höhe sogar den benachbarten Sender Gaisberg aussticht. 

Von der Stroblalm auf den Högl

Wen wundert es also, dass es oberschenkeldicke Stahlseile braucht, um den 200 Tonnen schweren Stahlkoloss aufrecht zu halten? Kurz vor dem abgesperrten Eingang zweigt ein feldwegartiger Pfad rechts ab. Diesem folgen wir weiter durch den Wald. Zwischendurch ergeben sich durch den lichteren Baumbewuchs Blicke ins Alpenvorland, beispielsweise nach Freilassing. Kurz, nachdem der Weg noch schmaler wird und in den Wald hineingeht, beginnt rechts eine laubige Fläche. Hier folgen wir einem schmalen ausgetretenen Pfad, der mal auf und mal ab geht. Nach gut 40 Minuten stehen wir dann auf dem höchsten Punkt des Högls, eine tolle Aussicht bleibt uns leider verwehrt. Dennoch bieten sich herumliegende Baumstämme gut für eine Rast an. Abstieg wie Aufstieg.

Die passende Bekleidung und Ausrüstung zum Wandern und für andere Outdooraktivitäten, finden Sie bei McTREK im Aicherpark Rosenheim.

Simon Schmalzgruber

Zurück zur Übersicht: Berchtesgadener Alpen

Kommentare

Das passende Wanderoutfit finden Sie bei McTrek in Rosenheim/Aicherpark.

Ein luftiger Aussichtsberg im Reich von Watzmann & Co.

Ein luftiger Aussichtsberg im Reich von Watzmann & Co.

Von der Stroblalm auf den Högl

Von der Stroblalm auf den Högl