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Von Kalkofen auf den Hochfelln 

Wander-Tipp im Chiemgau: Mit Canyon-Feeling auf den Gipfel

Der „Small Canyon“: Ein schöner Abschnitt auf dem Weg zum Hochfelln.
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Der „Small Canyon“: Ein schöner Abschnitt auf dem Weg zum Hochfelln.

Bergen. – Jeden Freitag lesen Sie hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es von Kalkofen auf den Hochfelln. 

Den “Grand Canyon” kennt fast jeder: Bis zu 2.000 Meter tief gräbt sich der Colorado River durch die Wüste Arizonas. Einen Grand Canyon findet man hierzulande nicht. Aber dafür unzählige kleinere Canyons, die sich an nahezu jeder Bergflanke finden. Einer davon ist der Canyon am Hochfelln, der an einem interessanten Aufstiegsweg liegt. Diesen und noch mehr schöne Abschnitte bietet die Tour von Kalkofen aus.

Wander-Tipp: von Kalkofen auf den Hochfelln

Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Dreidreiviertelstunden dauert‘s laut Wegweiser - Sportliche können die Zeit allerdings weit unterbieten. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Ein wenig steil sind die ersten meter. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Ein Warnschild weist uns auf den beginnenden gefährlichen Abschnitt hin. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Teilweise befinden wir uns auf dem Holzweg... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
...der uns allerdings anstatt Irrtum einen schönen Blick in den „Small Canyon“ beschert. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Wir halten uns geradeaus und überqueren nicht die Brücke. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Auch hier geradeaus! © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
An diesem Brunnen kann man sich erfrischen. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Jetzt biegen wir rechts ab. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Und wieder mal geradeaus! © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Der Weg wird steiler... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
...und wieder flacher. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Einmal rechts, einmal links... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
...und nochmal links. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Es wird steiler und steiniger... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
...bis wir schon kurz unter der Mittelstation der Seilbahn sind. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Nun wird‘s wurzeliger. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Gleich ist das Almgebiet der Bründling-Alm erreicht. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Ein erster Blick eröffnet sich in Richtung Hochfelln... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
...in dessen Richtung wir nun wieder auf einer Forststraße marschieren. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Die Bründling-Alm kommt in Sicht. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Kurz dahinter können wir auf einen kleinen Gipfel steigen... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
...von wo aus man einen schönen Blick hinüber zum Engelstein und zum Chiemsee hat. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Erst durch lichten... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
...dann durch dichten Wald... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
...geht es über den hervorragend instand gehaltenen Steig... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
...nach oben. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Wir steigen in das Kar ein... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
...und kommen an etlichen Stoamandln vorbei. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Die Bewölkung wird dichter... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
...und taucht die Szenerie in ein mystisches Licht. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Gleich sind wir an der Scharte angelangt. © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Der Gipfel ist zum Greifen nah... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
...und nach den letzten Höhenmetern... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
...sind wir am Gipfel angelangt! © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
Ein Wetterfenster von kurzer Dauer erlaubt uns den Blick hinüber zum Hochgern (1.748 Meter) und zum Kaisergebirge (links dahinter)... © Simon Schmalzgruber
Unser Startpunkt ist der Wanderparkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfelln-Seilbahn und Kohlstatt liegt.
...kurz darauf hüllt sich die Gipfelregion mit der Taborkapelle allerdings wieder in ein Wolkenkleid. © Simon Schmalzgruber

Die Wanderung im Überblick  

Berg/Gipfel: Hochfelln, 1.671 Meter, Chiemgauer Alpen

Höhenmeter der Wanderung: Circa 1.000 Höhenmeter

Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Wanderparkplatz Kalkofen, 83346 Bergen, kostenlos 

Gehzeit: Circa drei bis vier Stunden

Schwierigkeit: leicht bis mittelschwer (blau/rot)

Einkehrmöglichkeiten: Gaststätte Hochfellnblick (an der Mittelstation, fünf Minuten von der Route), 1.066 Meter, Bachschmiedkaser, 1.150 Meter, Öderkaser (vorübergehend geschlossen), 1.165 Meter, Bründlingalm, 1.176 Meter, Hochfellnhaus, 1.669 Meter 

Benötigte Ausrüstung / Kenntnisse: Festes Schuhwerk, gegebenenfalls Stöcke, Trittsicherheit und ein wenig Orientierungsvermögen. 

Wann sollte man aufpassen? Gleich zu Beginn der Tour gibt es einen steinschlaggefährlichen Abschnitt. Obacht! 

Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 4/5 Punkte: Der gefährliche Abschnitt gleich zu Beginn sowie unbequeme Passagen des Steigs schränken das Erlebnis für Anfänger etwas ein, aber dennoch kann eine vorsichtige Empfehlung für Anfänger ausgesprochen werden. 

Für Familien mit Kindern geeignet? 4/5: Aufgrund der Länge und der schwierigeren Passagen sollten sich Eltern schon überlegen, ob sie mit ihren Kindern diese Tour in Angriff nehmen.

Für Hunde geeignet? 5/5: Viele Hundebesitzer waren bei der Durchführung der Tour zugegen, sodass auch solchen, die es ihnen nachtun wollen, eine Empfehlung ausgesprochen werden kann. 

Lohnt der Gipfel-Ausblick? 5/5 Punkte: Durch seine exponierte Stellung ist der Hochfelln eine hervorragende Aussichtskanzel, die mit weiten Blicken über das Alpenvorland bis zum Bayerischen Wald, von Traun- und Dachstein im Osten zur Zugspitze im Westen und zu den Zentralalpen im Süden aufwartet. 

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt 

Murmeltiere: Im Bereich des Hochfellns fühlen sich auch Murmeltiere wohl. Wer genau hinhört und hinsieht, kann sie zum Beispiel im Bereich der Bründling-Alm ausfindig machen.

 Viele Einkehrmöglichkeiten: Auf dem Weg zum Gipfel hinauf kommt man an mindestens vier Gastronomiebetrieben vorbei, an denen besonders an heißen Sommertagen eine Erfrischung guttut. Zutritt allerdings nur für Geimpfte, Getestete und Genesene. 

Abwechslungsreicher Weg: Nicht nur der Canyon ist ein Hingucker auf der Tour, auch die Wasserläufe und der Weg hinauf zur Scharte zwischen Schlafender Jungfrau und Hochfelln machen die Tour zu einem abwechslungsreichen Abenteuer. 

Für wen die Tour nix ist  

Selbst an schlechteren Tagen ist der Hochfelln ein viel besuchter Berg. Einsamkeit sucht man hier also vergeblich.

Ran und rauf! 

Wir starten unsere Tour am kleinen Parkplatz Kalkofen, der zwischen der Talstation der Hochfellnseilbahn und Kohlstatt liegt. Von dort aus geht es gleich ein wenig steil den Forstweg hinauf. Etwa fünf Minuten nach Beginn unserer Tour beginnt der steinschlaggefährdete Abschnitt, der allerdings spätestens nach einer Viertelstunde wieder überwunden ist. Wenig ereignisreich und wenig steil, aber ganz nett am Bachlauf entlang geht es weiter. Ab und zu gelangen wir auch an eine Kreuzung, aber verlaufen ist schwer, denn der Weg ist top ausgeschildert! 

Achtung Steinschlag!

Nachdem der bequeme Forstweg immer mal wieder durch steinigere Passagen unterbrochen wurde, ist ab 900 Metern Seehöhe vorerst Schluss damit: Über einen verhältnismäßig steilen, steinigen und letztlich wurzeligen Steig geht es weiter in Richtung Hochfelln-Mittelstation. Diese erreichen wir allerdings nicht ganz, denn wir schlüpfen unter ihr durch und lassen sie links liegen. Kurz danach durchqueren wir eine Viehsperre. Das heißt, dass unser nächstes Etappenziel, die Bründling-Alm, bald erreicht ist! Mittlerweile wieder auf dem Forstweg ist es ein Marsch von ungefähr 15 Minuten, bis wir zu der Alm und den zwei Kasern gelangen. 

Hervorragend gesichert und instand gehalten: Der Steig auf den Hochfelln.

Beim Weiterweg können wir einen Halt bei einem kleinen Gipfel einlegen, um die tolle Aussicht von dort zum Chiemsee zu genießen, müssen wir aber nicht. Nach der nächsten Linkskurve wird der komfortable Weg wieder zum Steig und wir tauchen wieder in den Wald ein. Heißt, es wird schmaler und steiler. Dadurch, dass der Weg aber hervorragend in Stand gehalten und an gefährlichen Stellen zusätzlich mit einem Seilgeländer gesichert wird, wird er zu keinem Zeitpunkt gefährlich und kann somit auch von Anfängern begangen werden. Der Wald lichtet sich und immer steiler geht es hinauf in Richtung Scharte. Ist die allerdings erreicht, ist es nicht mehr weit zum Gipfel, denn das Hochfellnhaus, die Taborkapelle und die Bergstation der Seilbahn sind schon zu sehen. Maximal dreißig Minuten sind es noch, bis wir über weit ausufernde Serpentinen den Gipfel mit dem großen Gipfelkreuz erreicht haben. Berg Heil! 

Abstieg wie Aufstieg. 

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