Wander-Tipp: Auf kurzen Wegen aufs Dürrnbachhorn

Unterwegs im Reich der Winklmoosalm

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Der Blick auf den Walchensee, das Kaisergebirge (links), die Chiemgauer Alpen (rechts), den Rofan und den Karwendel (im Hintergrund).

Reit im Winkl – Immer freitags finden Sie an dieser Stelle unseren Wander-Tipp. Dieses Mal führt uns die Tour nahe der Winklmoosalm auf das Dürrnbachhorn. Auch wenn die Wanderung auf den ersten Blick nicht besonders spektakulär ist, warten hier doch einige Highlights: 

Recht unscheinbar, nicht sonderlich markant steht es inmitten der Chiemgauer Alpen: das Dürrnbachhorn. Wie eine breite Wand steht es aber da, wenn man von Ruhpolding nach Reit im Winkl fährt. Zuerst erscheint eine Besteigung ziemlich schwierig. Doch wenn man sich von hinten anpirscht, ist der Weg einfach. 

Die Wanderung im Überblick 

  • Berg/Gipfel: Dürrnbachhorn, 1.776 Meter, Chiemgauer Alpen
  • Höhenmeter der Wanderung: 616 Höhenmeter.
  • Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Parkplatz Winklmoosalm, erreichbar über Bergbahn, Bus, oder Mautstraße.
  • Gehzeit: 2 Stunden aufwärts, 1 1⁄2 abwärts.
  • Schwierigkeit: mittelschwere Bergtour, ein wenig Trittsicherheit und Schwindelfreiheit vonnöten.
  • Einkehrmöglichkeiten: Winklmoosalm, Dürrnbachalm und Dürrnbacheck.
  • Wann sollte man aufpassen? Bei den Nordabstürzen am Gipfel ist Vorsicht geboten!
  • Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 4/5 Punkte: Sofern man der Abbruchkante im Gipfelbereich nicht zu nahe kommt, ist diese Tour auch für Anfänger ein tolles Erlebnis.
  • Für Familien mit Kindern geeignet? 5/5: Da Auf- und Abstieg kurz sind und mit der Bergbahn bei Bedarf noch weiter verkürzt werden können, ist diese Tour bereits für Kinder in jungem Alter zu bewältigen.
  • Für Hunde geeignet? 5/5: Weder markante Steilstufen sind zu bewältigen, noch lauert sonst eine Gefahr: darum auch eine tolle Tour für Hundebesitzer!
  • Lohnt der Gipfel-Ausblick? 4/5: Auch wenn der Blick auf den einen oder anderen prominenten Berg verwehrt bleibt, so ist besonders der fantastische Tiefblick auf Weit-, Mitter- und Lödensee hervorhebenswert. Ebenso kann man bei hervorragender Sicht die Berge des Bayerischen Waldes bestaunen.

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt

  • In der Kürze liegt die Würze: Nicht besonders lang im Aufstieg wird diese Tour für viele interessant, deren konditionelle Kapazitäten nicht die größten sind.
  • Überraschender Sechs-Seenblick: Nicht nur Weit- Mitter- und Lödensee sind zu sehen, sondern auch Tachinger-, Waginger und Walchensee.
  • Sternenpark: Vor kurzem wurde das Almgebiet von der International Dark Sky Association als Sternenpark ausgezeichnet. Somit ist die Winklmoosalm der vierte Sternenpark in Deutschland und der erste in den Alpen überhaupt. Demzufolge ist eine Übernachtung vor oder nach der Tour bei klarem Himmel mehr als empfehlenswert!
Das Gipfelkreuz des Dürrnbachhorns, auf dem auch die Grenze zwischen Bayern und Österreich verläuft.

Wir starten am Großparkplatz Winklmoosalm und gehen nordwärts gen Dürrnbachhorn. Nach einer Linkskurve passieren wir eine Busstation. Von dort gelangt man rasch zur Talstation der Winklmoos- Nostalgiesesselbahn. Wer den Aufstieg abkürzen will, sollte hier einsteigen. Für uns geht es aber auf dem Weg Nummer 12 weiter. Teilweise auf Asphalt, teilweise auf anderem Untergrund gelangen wir durch den Wald bald zu den Dürrnbachalmen. Nun haben wir die Qual der Wahl: gehen wir über den Wiesenweg oder über den Waldweg? Auch wenn beide ungefähr gleich lang sind, ist der Waldweg die steilere Option. Da der Waldweg aber schattiger ist, entscheiden wir uns für diesen. 

Herrlicher Tiefblick zum Weitsee, der bereits in herbstliches Licht getaucht ist.

Bald schon ist die Bergstation, das Dürrnbacheck, auf 1.610 Metern erreicht. Auf die letzten 150 Höhenmeter steilt der Weg nochmals an. Nur nicht aufgeben jetzt, gleich ist es geschafft! Nach einer halben Stunden haben wir den Gipfel erreicht und lassen uns von dem herrlichen Tiefblick auf Weit-, Mitter- und Lödensee und in die umliegende Bergwelt bezaubern. Für den Abstieg können wir die Aufstiegsroute nehmen, oder aber die Tour mit einer Gratwanderung veredeln. Diese führt in Richtung Finsterbachalm und von dort aus wieder zurück zum Ausgangspunkt.

So schön ist auf dem Dürrnbachhorn bei Reit im Winkl!

Simon Schmalzgruber

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