Wander-Tipp: Auf den höchsten Gipfel des Landkreises Traunstein

Sonntagshorn – auch unter der Woche möglich

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Gut zu erkennen: Der Weg aufs Sonntagshorn.

Ruhpodling/Unken - Jeden Freitag lesen Sie hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es in die Chiemgauer Alpen. Genauer gesagt: auf das Dach dieser Gruppe.

Das Sonntagshorn – mit 1961 Metern über dem Meer der höchste Gipfel des Landkreises Traunstein, ja sogar der gesamten Chiemgauer Alpen, die sich zwischen Inn und Saalach erstrecken. Es klingt plausibel, die Herkunft des Namens vom Sonntag herzuleiten. Aber man würde irren: in Wahrheit leitet sich der Name vom Sonnendach ab, das von der Südseite eindrucksvoll in Szene gesetzt wird.

Die Wanderung im Überblick 

  • Berg/Gipfel: Sonntagshorn, Chiemgauer Alpen, 1961 Meter. 
  • Höhenmeter der Wanderung: Circa 980. 
  • Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Parkplatz Heutal, gebührenpflichtig. 
  • Gehzeit: Gehzeit circa 2 Stunden hinauf, 1 1⁄2 hinab. 
  • Schwierigkeit: Lediglich im Gipfelbereich Steilabstürze nach Norden, sonst einfache Tour. 
  • Einkehrmöglichkeiten: Hochalm, 1460 Meter.
  • Wann sollte man aufpassen? Nur im Gipfelbereich. 
  • Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 5/5 Punkte: Durch die Kürze, die gut beschaffenen Wege und die Einkehrmöglichkeit auf halbem Wege eine ideale Einsteigertour. Allerdings wenig schattig. Vor allem an Sommertagen an Sonnenschutz und ausreichend Getränke denken! 
  • Für Familien mit Kindern geeignet? 5/5: Berücksichtigt man die genannten Faktoren, wird die Tour auch für Kinder ein Genuss! 
  • Für Hunde geeignet? 5/5: Ebenso bei Hunden: die vergleichsweise breiten Wege sorgen für ein sichereres Gefühl bei Hunden. 
  • Lohnt der Gipfel-Ausblick? 5/5: Nicht nur der gesamte Chiemgau mit dem Chiemsee ist zu erkennen, auch der Kaiser und die Loferer Steinberge werden in ein tolles Licht gerückt. Und nicht zuletzt grüßen bei klaren Tagen die eisbedeckten Dreitausender der Hohen Tauern und der Zillertaler Alpen sowie das weit entfernte Tote Gebirge. 

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt 

  • Die Einfachheit: Aufgrund des flachen Südanstiegs zählt das Sonntagshorn zu den leichtesten Bergen in der Region. Demzufolge wird er auch häufig besucht. 
  • Aufwand/Nutzen: Kaum zwei Stunden braucht es, um den höchsten Punkt des Landkreises Traunstein zu erreichen. Und dafür wird man sogar noch mit einer tollen Aussicht belohnt. 
  • Sonntagshornhöhle: Unweit des Gipfels erstreckt sich eine 230 Meter tiefe Höhle. Einheimische werten es seit ehedem als schlechtes Zeichen, wenn ein Rumpeln aus der Höhle kommt. Auch wenn diese senkrecht verläuft und somit ohne Ausrüstung nicht zu erkunden ist, ist sie einen Besuch wert. 
Schon kurz nach Aufstiegsbeginn wird der Blick frei zur Reiteralm (ganz links), Hocheisgruppe (links) und Leoganger Steinbergen (rechts).

Wir starten an einem kleinen Parkplatz, der bereits an der Tausendmetermarke kratzt. Über einen breiten Fahrweg geht es hinauf in Richtung Hochalm. Bereits nach einigen Metern sehen wir die ersten Gipfel: erst die der Loferer Hochalm, dann die der Steinberge und schließlich unser heutiges Ziel, das Sonntagshorn. Nach gut einer Stunde und zehn Minuten erreichen wir die Hochalm, bestehend aus einigen Häusern und einer Jausenstation. Wir blicken zurück und was sehen wir weiß zwischen den Loferer und Leoganger Steinbergen? Den höchsten Berg Österreichs, den Großglockner! Der Steig wird nun schmaler und wir folgen den Schildern. 

Das Gipfelkreuz des Sonntagshorns liegt auf der Grenze zwischen Deutschland und Österreich.

Der Wald wird immer lichter und schon bald erreichen wir den Roßkarsattel. Nun scharf links und Serpentine für Serpentine nach oben. Die Bäume werden immer kleiner, bis schlussendlich nur noch Latschen übrig bleiben. Jetzt ist es geschafft. Auf der Grenze zwischen Deutschland und Österreich, auf 1961 Meter, genießen wir die tolle Aussicht, die sich vom Toten Gebirge und Traunstein in Oberösterreich, der Stadt Salzburg, den eisbedeckten Gipfeln der Hohen Tauern und der Zillertaler Alpen im Salzburger Land und Tirol, dem Kaisergebirge, den Loferer und Leoganger Steinbergen bis zum Chiemgau mit seinen Bergen und dem Chiemsee erstreckt. Der Abstiegsweg ist der gleiche wie der Aufstieg, wer allerdings noch einen Gipfel mitnehmen möchte, kann im Zuge dessen das kecke Peitingköpfl (1720m) besteigen.

1961 Meter über dem Meer - das Sonntagshorn

Simon Schmalzgruber

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