Wander-Tipp: Von Grainbach zur Hochries

Auf den Rosenheimer Hausberg

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Ein Blick hinüber nach Österreich, das bereits 400 Meter vom Hochries-Gipfel beginnt.

Grainbach – Jeden Freitag lesen Sie hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es wieder in die Chiemgauer Alpen und zwar auf den Hausberg Rosenheims, die Hochries.

Eine breite, bewaldete Wand steht im Südosten von Rosenheim: die Hochries. Der nicht nur bei Bergsteigern, sondern auch bei Paragleitern und Drachenfliegern beliebte Berg ist mit der Kampenwand und dem Heuberg/Kranzhorn-Gestirn die wohl bekannteste Erhebung des Rosenheimer Teils der Chiemgauer Alpen. Zu seiner Bekanntheit trägt auch die Erschließung durch die Hochriesbahn bei, die den Berg für jedermann erstürmbar macht. Aber auch wer auf Schusters Rappen unterwegs ist, wird bei der Hochries nicht allzu sehr gefordert sein.

Die Wanderung im Überblick

Eindrucksvoll zeigt sich der Wendelstein im Westen.
  • Berg/Gipfel: Hochries, Chiemgauer Alpen, 1570 Meter
  • Höhenmeter der Wanderung: 859 Meter
  • Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Parkplatz an der Talstation der Hochriesbahn, gebührenpflichtig (3 Euro)
  • Gehzeit: 3 Stunden hinauf, 2 1⁄2 Stunden hinab
  • Schwierigkeit: wenig schwierig, teilweise etwas ausgesetzt und elementares Orientierungsvermögen von Vorteil.
  • Einkehrmöglichkeiten: Pallauf-Alm (825m), Käser-Alm (906m), Moserboden Brotzeitstüberl (933m), Hochrieshütte (1569m), u.A.
  • Wann sollte man aufpassen? Durch die Hochriesbahn gut erschlossener Berggipfel, demzufolge sind viele Leute anzutreffen. Für Bergfreunde, die die Einsamkeit lieben, eher weniger empfehlenswerte Tour. 
  • Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 4/5 Punkte: Stets markierter, kaum schwieriger Weg und dazu eine mittellange Tour: also auch etwas für Anfänger.
  • Für Familien mit Kindern geeignet? 5/5 Punkte: Viele Einkehrmöglichkeiten liegen auf den Weg, sodass die Tour jederzeit unterbrochen werden kann, sollte sie zu lange werden. Eine ideale Familientour!
  • Für Hunde geeignet? 4/5 Punkte: Auch Hundebesitzer kommen auf ihre Kosten: nie ist der Weg richtig ausgesetzt, sodass auch kleinere Hunde den Berg besteigen können. Angesichts der Menschenmassen, die sich zeitweise auf dem Berg tummeln, sollte aber Vorsicht geboten sein. 
  • Lohnt der Gipfel-Ausblick? 5/5: Ein Panorama, das seinesgleichen sucht! Nicht nur der Blick zu dem nahen Wendelstein, hinunter ins Inntal oder dem Chiemsee ist toll, sondern auch die Hohen Tauern und die Zillertaler Alpen rauben einem schier den Atem!

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt

Einfachheit: Wie bereits erwähnt: eine Tour für jedermann, da kaum schwierig.

Aufwand/Nutzen: Zwar muss vielleicht etwas mehr Zeit investiert werden als bei Heuberg oder Kranzhorn, allerdings entschädigt das Panorama oder eine gute Einkehr für alle Mühen!

Hochrieshütte: 37 Plätze im Zimmerlager bietet die Hochrieshütte, von der man einen schönen Blick auf Rosenheim und das Alpenvorland, vor allem bei Nacht, hat.

Reger Betrieb an der und um die Hochrieshütte.

Wir starten am Parkplatz der Talstation der Hochriesbahn. Auch hier gilt: der frühe Vogel pflückt den Wurm, denn spätestens, wenn die Seilbahn um 9.30 Uhr ihren täglichen Betrieb aufnimmt, kann es hier rappelvoll werden. Zuerst geht es doch recht monoton auf einer asphaltierten Straße in großen Kehren Richtung Hochries-Mittelstation auf 916 Meter. Kurz nach dem Übergangspunkt von Sessel- zu Seilbahn endet der feste Wegbelag und es geht auf einem steinigeren Weg in den Wald. Nach kurzer Zeit passieren wir den Moserboden. Nach dieser eher flachen Passage folgt ein steileres Stück: am Bach entlang und generell bei Hitze angenehm geht es hoch zu einem weitläufigen Almgebiet. Wir lassen die Ebersbergeralm liegen, ein schmaler Pfad führt uns in Richtung Seitenalm. Eine weitere Alm, die Wimmeralm, passierend, geht es nun in die Sonne. Auf einem felsigen Steig und über viele Kehren gelangen wir bald zur Seitenalm. Von dort aus folgen wir der Beschilderung in Richtung Hochries. Wir gelangen auf eine Kuppe, rechts könnten wir den Karkopf besteigen. Nun sind wir schon fast da! Der Ausblick wird schöner und schöner, als wir auf dem Gratwegerl dem Gipfelkreuz zu steigen. Nun ist es geschafft! Wir genießen den Ausblick auf das Rosenheim und das Alpenvorland, die benachbarten Berge in West und Ost, die hohen Schiefer- und Gneisriesen im Süden sowie vielleicht eine Gipfelhalbe. Abstieg wie Aufstieg.

Wander-Tipp: Von Grainbach zur Hochries

Simon Schmalzgruber

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