Vom Traunsteiner Festplatz auf den Hochberg

Eine Mini-Überschreitung im Alpenvorland

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Der 776 Meter hohe Hochberg vom Gipfel des Zinnkopfs aus.

Traunstein – Jeden Freitag lesen Sie hier unseren Wander-Tipp. Dieses Mal geht es vom Traunsteiner Festplatz auf den Hochberg.

Der Hochberg – Hausberg und Naherholungsgebiet der Traunsteiner und Siegsdorfer – steht unverkennbar mit seinem Sendemasten vor den Chiemgauer Alpen. Auch wenn er mit seinen knapp 776 Metern gut 1.000 Meter niedriger als seine nahen Nachbarn im Süden ist, ist der Hochberg ein lohnenswertes Ziel. Nicht nur, weil er einfach zu erreichen ist, sondern auch, weil der Gipfel mit einer überraschenden Aussicht aufwartet.

Die Wanderung im Überblick

Berg/Gipfel: Hochberg, Chiemgauer Alpen, 776 Meter 

Höhenmeter der Wanderung: Circa 200 Höhenmeter 

Wanderparkplatz/Adresse fürs Navi: Festplatz Traunstein, 83278 Traunstein, kostenlos 

Gehzeit: Circa zwei Stunden hinauf, Eineinhalb hinab 

Schwierigkeit: Einfach 

Einkehrmöglichkeiten: Alpengasthof Hochberg, 776 Meter 

Wann sollte man aufpassen? Nicht immer ist der Weg ausgeschildert, weswegen ein gutes Orientierungsvermögen von Vorteil ist. 

Ist die Wanderung für Anfänger geeignet? 4/5 Punkte: Die Tour ist zwar technisch einfach, dennoch kann man sich als Anfänger unter Umständen verlaufen. 

Für Familien mit Kindern geeignet? 3/5: Auch Eltern mit Kindern sollten wissen, wo sie sich bewegen. Außerdem könnten die Abschnitte an den Straßen problematisch werden 

Für Hunde geeignet? 5/5: Für Hundebesitzer stellt der Weg auf den Hochberg keinerlei Probleme dar: Es müssen weder größere Stufen überwunden, noch Viehweiden durchquert werden. Außerdem versprechen Bauchläufe Erfrischung für den Vierbeiner! 

Lohnt der Gipfel-Ausblick? 5/5: Obwohl der Hochberg die 1.000 Meter-Marke weit verfehlt, hat man dank seiner vorgeschobenen Lage eine überraschende Aussicht, die den Chiemsee, das Alpenvorland, die Berchtesgadener und die Chiemgauer Alpen umfasst. An schönen Tagen sind gar der Bayerische Wald und der Traunstein in Oberösterreich zu sehen!

Drei Gründe, warum sich die Wanderung lohnt

Passend für den Feierabend: Durch die leichte Erreichbarkeit und den vergleichsweise geringen Zeitaufwand ist die Tour auch dann geeignet, um nach einem anstrengenden Arbeitstag runterzukommen. 

Als Sommertour geeignet: Die niedrige Höhe des Hochbergs hat den Vorteil, dass man sich fast durchwegs durch den Wald bewegt. Eine willkommene Gegebenheit, sollte man in Erwägung ziehen, an heißen Sommertagen auf den Berg zu gehen. 

Eine Tour für (fast) alle: Lässt man den Punkt Orientierungsvermögen außen vor, ist die Tour im Grunde für jeden zu machen!

Für wen die Tour nix ist

Wer bei der Routenfindung auf den Berg schier verzweifeln mag, sollte von dieser Tour absehen!

Auf geht's!

Am Teich lässt es sich gut rasten!

Unsere Tour beginnt auf dem Traunsteiner Festplatz, wo außerhalb von Veranstaltungen immer ein Plätzchen zu finden ist. Wir gehen erst in Richtung Innenstadt, bevor wir die Traun überqueren, biegen wir allerdings rechts ab. Wir passieren die eingestürzte Halle des Rinderzuchtverbands Chiemgau und sogleich machen wir die ersten Höhenmeter. Nachdem die Brücke über die B306 passiert ist, biegen wir wiederum nach rechts ab und wechseln auf einen schmaleren Pfad. Durch sattes Grün, das uns an warmen Sommertagen viel Schatten spendet, gehen wir in einem Auf und Ab parallel zur B306. Steilere Passagen werden dankenswerterweise durch Treppen entschärft. Nachdem wir wieder auf Straßenniveau abgestiegen sind, überqueren wir eine kleine Holzbrücke und über Treppen geht es wiederum nach oben. Der Lärm der stark befahrenen Bundesstraße wird weniger, denn nun geht es durch den Wald in Richtung unseres heutigen Zieles. Erst erreichen wir ein Outdoor-Klassenzimmer, kurz danach erreichen wir eine kleinere Ansammlung von Häusern. Nachdem wir über eine Kreuzung gegangen sind, erreichen wir einen kleinen Weiher, an dem es sich gut rasten lässt. Weitere fünf Minuten später treffen wir wieder auf die Straße, auf der wir am Anfang die ersten Höhenmeter gemacht haben. Hier Obacht auf den Verkehr geben! Glücklicherweise verweilen wir nur gut zehn Minuten darauf, dann biegen wir nach rechts in Richtung Hütt ab. 

Ein Feierabendhatscher über den Hochberg

Der 776 Meter hohe Hochberg vom Zinnkopf aus. © Simon Schmalzgruber
Wir starten auf dem Traunsteiner Festplatz. © Simon Schmalzgruber
Zuerst geht's ein bisschen in Richtung Innenstadt. © Simon Schmalzgruber
Nachdem wir vor der Haferlbrücke nach rechts abgebogen sind, machen wir uns auf die ersten Höhenmeter gefasst. © Simon Schmalzgruber
Wir passieren die Halle des Rinderzuchtverbands Chiemgau, deren Dach im Winter 2019 eingestürzt ist. © Simon Schmalzgruber
Über die vielbefahrene B306 drüber... © Simon Schmalzgruber
...und hinein in den Wald! © Simon Schmalzgruber
Über eine kleine Brücke drüber... © Simon Schmalzgruber
...machen wir kaum Höhenmeter, büßen aber auch keine ein. © Simon Schmalzgruber
Bänke laden immer wieder zur Rast ein. © Simon Schmalzgruber
Nun geht es über ein paar Treppen nach unten... © Simon Schmalzgruber
...und wir sind wieder auf Niveau der B306. © Simon Schmalzgruber
Der Weg ist glücklicherweise in gutem Zustand! © Simon Schmalzgruber
Über die Kreuzung geht's geradeaus drüber! © Simon Schmalzgruber
Nun wieder über ein paar Treppen nach oben. © Simon Schmalzgruber
Und weiter durch den Wald! © Simon Schmalzgruber
Wir folgen dem gelben Schild nach rechts. © Simon Schmalzgruber
Hier noch ein Hinweis für eifrige Naturschützer. © Simon Schmalzgruber
Nun halblinks... © Simon Schmalzgruber
...und wir erreichen einen schönen Goldfischteich. © Simon Schmalzgruber
Wir folgen den Radlern nach rechts, nun sollten wir aber auch auf den Verkehr Acht geben! © Simon Schmalzgruber
Wir folgen dem Wegweiser in Richtung Sparzer Graben. © Simon Schmalzgruber
Wir biegen rechts in die Stichstraße zum Weiler Hütt ein... © Simon Schmalzgruber
...der in fünf Minuten erreicht sein wird. © Simon Schmalzgruber
Nun zeigt sich auch schon mal unser heutiges Ziel. Ein bisschen Weg werden wir allerdings noch vor uns haben! © Simon Schmalzgruber
Es geht wieder in den Wald... © Simon Schmalzgruber
...der in einen kleinen Canyon führt... © Simon Schmalzgruber
...der vom Röthelbach geformt wird. © Simon Schmalzgruber
40 Minuten noch und dann ist der Hochberggipfel schon erreicht! © Simon Schmalzgruber
Weiter über den Forstweg... © Simon Schmalzgruber
...erreichen wir bald den Weiler Holzleiten. © Simon Schmalzgruber
Beim Traktor geht's nun links weiter. © Simon Schmalzgruber
Wir werden von den neugierigen Rindviechern gemustert. © Simon Schmalzgruber
Jetzt wieder rechts! © Simon Schmalzgruber
Ein Hauch von Melancholie... © Simon Schmalzgruber
Wir halten uns links und biegen gleich in die Hochbergstraße ein. © Simon Schmalzgruber
Nicht viel später kommen wir am neuen Gerätehaus der Hochberger Feuerwehr vorbei. © Simon Schmalzgruber
Die letzten Meter müssen wir nochmal auf den Verkehr Acht geben. © Simon Schmalzgruber
Die letzten Meter... © Simon Schmalzgruber
...und oben sama! © Simon Schmalzgruber
An schönen Tagen sind hier nicht nur Teisenberg (1.333 Meter), Hochstaufen (1.771 Meter), Zwiesel (1.782 Meter), Ristfeuchthorn (1.569 Meter), Streicher (1.594 Meter), Zenokopf (1.603 Meter), Zinnkopf (1.228 Meter), Hinterer (1.671 Meter) und Vorderer Rauschberg (1.671 Meter) zu sehen, sondern auch Watzmann und Hochkalter in den Berchtesgadener Alpen! © Simon Schmalzgruber
Rechts vom Rauschberg sind außerdem die Loferer Steinberge (bis 2.511 Meter) auszumachen, außerdem Unternberg (1.425 Meter) und der Eisenberg (1.488 Meter). © Simon Schmalzgruber
Rechts daneben sieht man Teile Siegsdorfs sowie Hochfelln (1.674 Meter) und Hochgern (1.748 Meter) © Simon Schmalzgruber
Nach Norden hin sind beispielsweise Traunstein und Traunreut zu sehen. Bei guten Sichtverhältnissen aber auch der Bayerische Wald, der von hier gut 150 Kilometer entfernt ist! © Simon Schmalzgruber
Für den Abstieg nehmen wir eine andere Route und biegen nach links ab. © Simon Schmalzgruber
Einmal noch den Blick auf den Chiemsee genießen... © Simon Schmalzgruber
...und gleich geht's wieder in den Wald! © Simon Schmalzgruber
Wenig spektakulär... © Simon Schmalzgruber
...aber immerhin gut ausgeschildert... © Simon Schmalzgruber
...geht es nun Meter für Meter nach unten. © Simon Schmalzgruber
Hier geradeaus drüber... © Simon Schmalzgruber
...folgen wir wiederum Wegweiser... © Simon Schmalzgruber
...für Wegweiser. © Simon Schmalzgruber
Auch beim Abstieg ist der Weg in gutem Zustand! © Simon Schmalzgruber
Jetzt geht's wieder ein paar Meter aufwärts. © Simon Schmalzgruber
Vorne wieder links! © Simon Schmalzgruber
Und abwärts! © Simon Schmalzgruber
Auch beim Abstieg bietet sich immer wieder die Möglichkeit, auf einer Bank zu rasten. © Simon Schmalzgruber
Nur mehr 35 Minuten bis nach Traunstein! © Simon Schmalzgruber
Hier wieder geradeaus drüber... © Simon Schmalzgruber
...und die Südspangenbrücke ist erreicht! © Simon Schmalzgruber
Zum Glück müssen wir uns dank der Unterführung nicht durch den vielen Verkehr wieseln. © Simon Schmalzgruber
Nun überqueren wir die Traun... © Simon Schmalzgruber
...deren Flusslauf wir folgen, nachdem wir nach rechts abgebogen sind. © Simon Schmalzgruber
Über eine weitere Brücke geht es über den Kanal... © Simo n Schmalzgruber
...und sogleich ist die Zivilisation wieder erreicht. Den Kanal überqueren wir übrigens auch gleich wieder. © Simon Schmalzgruber
Wir halten uns rechts. © Simon Schmalzgruber
Schlafende Enten auf der Traun. © Simon Schmalzgruber
Die letzten Meter... © Simon Schmalzgruber
...und der Ausgangspunkt ist wieder erreicht! © Simon Schmalzgruber

Als wir auf den Weiler zumarschieren, kommt auch unser heutiges Ziel mit seiner markanten Antenne zum Vorschein! Allerdings dauert's noch ein bisserl, denn nach den Häusern wechseln wir wiederum auf einen kleinen Pfad und büßen ein paar Höhenmeter ein. Wir gehen nun durch einen kleinen Canyon und die Mischung aus den Läufen des Röthelbachs und Mischwaldvegetation geben der Szenerie ein mystisches Bild. Glücklicherweise ist der Weg nun etwas besser beschildert und auf einem Wegweiser steht geschrieben, dass wir nur mehr 40 Minuten bis zum Gipfel haben! Wir schlüpfen wiederum aus dem Wald und der Weiler Holzleiten kommt in Sicht! In Holzleiten müssen wir erst nach links abbiegen und dabei einen Viehzaun überqueren. Der freundliche Bauer ist allerdings bereit, diesen zu öffnen, wenn man nur nett fragt! Kurz, nachdem wir links abgebogen sind, müssen wir wiederum scharf rechts abbiegen. Nun wenden wir uns der etwas größeren Siedlung Höfen zu, die wir in einer guten Viertelstunde erreichen. Dort biegen wir an einer Kreuzung nach links ab und wechseln auf die Straße. 

Einmal noch den Blick auf den Chiemsee genießen, bevor es wieder in den Wald geht!

Am neuen Hochberger Feuerwehrhaus vorbei geht es nun die letzten Höhenmeter an der Straße entlang nach oben. Gut 20 Minuten später sind wir am Gipfel angelangt. Berg Heil! Nun haben wir die Wahl, ob wir oben rasten und die Aussicht über die Chiemgauer und Berchtesgadener Alpen sowie das Alpenvorland genießen, oder im Alpengasthof Hochberg einkehren. Nachdem wir auf dem Gipfel verweilt sind, nehmen wir nun eine andere Route für den Abstieg: Beim Holzhaufen biegen wir links ab. Einmal noch den Blick auf den Chiemsee genießen und ab geht’s wieder durch den Wald! Hier ist der Weg gut ausgeschildert und ein Verlaufen ist schwierig. In einem leichten Auf und Ab geht es unterhalb der Straße wieder in Richtung Traunstein. Unterwegs ist noch einmal kurz der Blick in einen Canyon möglich, das ist aber auch schon das Highlight des Abstiegs

Eine gute Dreiviertelstunde, nachdem wir wieder in den Wald eingetaucht sind, erreichen wir die Südspangenbrücke, an der normalerweise viel Betrieb herrscht. Zum Glück ersparen uns zwei Unterführungen die Teilnahme an der Hektik des Autoverkehrs. An der anderen Straßenseite angekommen überqueren wir eine schöne Brücke, an der wir eine noch schönere Holzstatue sehen können. Nach der Brücke biegen wir nach rechts ab und parallel zur Traun gehen wir nun wieder in Richtung unseres Ausgangspunkts. Wir überqueren nochmal eine kleinere Brücke über einen Kanal und sogleich sind wir wieder in der Zivilisation. An den Häusern vorbei überqueren wir nochmals eine kleinere Brücke. Flussabwärts zwischen Kanal und Traun erreichen wir nach zehn Minuten die Haferlbrücke. Dort nach rechts und danach nochmal nach rechts abbiegen und wir sind wieder am Festplatz angelangt!

Die passende Bekleidung und Ausrüstung zum Wandern und für andere Outdooraktivitäten, finden Sie bei McTREK im Aicherpark Rosenheim.

Simon Schmalzgruber

Bitte beachtet die Regelungen, die für die Bekämpfung der Corona-Krise vorgeschrieben wurden. Alle Vorschriften zum Thema "Wandern in Zeiten von Corona" findet Ihr in diesem Artikel.

Ob auf den Wegen oder bei Einkehren in der Hütte, es gilt einige Regeln zu beachten. Sie sollen ein möglichst sicheres und angenehmes Erlebnis für alle Bergfreunde ermöglichen.

Das passende Wander-Outfit findet Ihr bei McTrek in Rosenheim/Aicherpark.




Durch das Fischbachtal zum Staubfall

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Auf zu Geigelstein und Konsorten

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