Disziplinloses Haag verpasst Aufstieg

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Trotz Führung und einer guter Leistung im ersten Durchgang, schaffte es der TSV Haag nicht gegen die Reserve aus Kolbermoor zu gewinnen und den so ersehnten Aufstieg in die Kreisklasse perfekt zu machen. Die Partie in Rott bei besten Wetter und super Platzverhältnissen begann sehr nervös. Beide Teams zeigten viele Fehlpässe und die nötige Präsenz im Angriff fehlte. Der SV Kolbermoor stand in der Anfangsphase sehr tief und ließ den TSV Haag erstmal das Spiel machen. Der TSV war zwar bemüht, doch zu einer echten Torchance reichte es noch nicht. Nach bereits 20 Minuten dann die erste Möglichkeit der Partie. Doch aus einem Querpass von Haags Bastian Baumann konnte niemand Kapital schlagen. Das erste Ausrufezeichen des SVK setzte Tobias Hotter, der einfach mal aus 25 Metern abzog. Dies war aber für den sicheren TSV-Schlussmann Daniel Süßmaier kein Problem. Nach knapp einer halben Stunde die Führung für die Hodzic-Elf: Nach einer schönen Ecke auf den ersten Pfosten war es TSV-Torjäger Benjamin Mleko der zur Führung einköpfte. Der SVK in rot-blau wirkte geschockt und musste nur wenige Minuten später den zweiten Treffer des TSV hinnehmen. Alexander Trautbeck stand nach einer zu kurzen Abwehr von Torhüter Andreas Kasprzyk im Tor des SVK goldrichtig und schob ein. Nun war der TSV Haag besser im Spiel und nahm das Heft in die Hand. Die Gäste aus Kolbermoor zeigten zwar wenig in der Offensive, doch ans Aufgeben war nicht zu denken. Nach einem schönen Spielzug über Franz Glas und Florian Neubauer ging die Flanke weit ins Seitenaus. Der SVK wurde aber noch vor dem Seitenwechsel belohnt und konnte per Foulelfmeter durch Sebastian Wrzosok zum Anschluss verkürzen. Tobias Hotter wurde nach einer schönen Einzelaktion von den Beinen geholt. Nach dem Seitenwechsel sollte die Partie eigentlich mehr Fahrt aufnehmen, doch die knapp 500 Zuschauer in Rott wurden etwas enttäuscht. Beide Teams zeigten wenig Spielfreude und Laufbereitschaft, sodass die Begegnung meist von Standardsituationen geprägt war. Doch nach einer feinen Aktion von Bastian Baumann, konnte der TSV Haag mit 3:1 in Führung gehen. Die Führung sollte dem TSV aber keine Luft zum Verschnaufen bieten, denn die Kolbermoorer-Reserve antwortete durch Philip Pisi und dem 3:2-Anschlusstreffer prompt. Eine spielentscheidende Szene gab es in der 55. Minute, als Kamil Tanrivermis nach einem Foulspiel seinem Gegenspieler ins Gesicht fasste und zu Recht vom guten Schiedsrichter Martin Weidner die Rote Karte bekam. So musste Haag 40 Minuten in Unterzahl auskommen.

Das gab dem SVK nun Auftrieb und nochmal Motivation für die Schlussphase. Aber richtig gute Chancen waren Mangelware. Der TSV zeigte trotz Unterzahl eine engagierte Leistung und man merkte den Qualitätsunterschied auf dem Platz kaum. So dauerte es auch bis kurz vor Schluss, als Schiedsrichter Martin Weidner zum zweiten Mal einen Haager vom Platz stellte: Bastian Baumann musste eine Minute vor dem Ende wegen wiederholten Foulspiels vorzeitig zum Duschen gehen. Den anschließenden Freistoß brachten die Kolbermoorer nochmal gefährlich vor das Tor von Daniel Süßmeier - und dort stand Christian Altmeier völlig frei und konnte zum Ausgleich treffen. Dies war zugleich die letzte Aktion des Spiels. Nun hieß es zweimal 15 Minuten Verlängerung, wo der TSV Haag mit zwei Mann weniger überleben musste. So war auch der Führungstreffer in der Verlängerung für Kolbermoor nicht unverdient, denn die Haager zeigten kurz vor dem Siegtreffer noch eine unschöne Szene. Philipp Suttlief flog wegen groben Foulspiels mit der Roten Karte vom Platz. Den Siegtreffer in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit der Verlängerung erzielte SVK-Torjäger Sebastian Wrzosoko mit seinem zweiten Treffer. In der Folge passierte nicht mehr viel, weil Kolbermoor die Führung verteidigte und Haag mit drei Mann weniger nichts mehr entgegenzusetzen hatte. Die Bezirksligareserve des SV Kolbermoor geht nächstes Jahr wieder eine Klasse höher an den Start, Haag muss mit Spielertrainer Dzenel Hodzic weiter in der A-Klasse weilen.

 

Text und Fotos: Patrick Bonnetsmüller

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