Samerberger Kicker erheben schwere Vorwürfe

Spielabsage in Eggstätt: "Ein Witz, der lächerlicher nicht geht!"

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Linien sind keine zu sehen auf dem Platz in Eggstätt, weswegen die Samerberger vermuten, dass die Spielabsage schon länger geplant war.
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Eggstätt - Die A-Klassenpartie zwischen dem ASV Eggstätt und dem WSV Samerberg hätte ursprünglich am Sonntag stattfinden sollen, wurde aber kurzfristig vom Heimverein abgesagt. Die Begründung: Der Platz sei unbespielbar, die Hälfte des Platzes würde unter Wasser stehen. Die Gastmannschaft erhebt nun schwere Vorwürfe gegen den ASV.

Dass Spiele - gerade im niederklassigen Amateurbereich - im Herbst wegen Unbespielbarkeit des Platzes abgesagt werden müssen, ist nichts besonderes. Im Falle des Spiels ASV Eggstätt - WSV Samerberg scheint aber mehr dahinter zu stecken, wie die Samerkicker Beinschuss.de mitteilten. Demnach habe die Absage, die im Übrigen erst am Sonntagvormittag bekannt gegeben wurde, eine Vorgeschichte:

Das Hinspiel in Samerberg musste aufgrund eines schweren Unwetters vom 2. auf den 15. Oktober verschoben werden. Wie WSV-Sprecher Nico Langner Beinschuss.de sagte, hätten damals vor allem die Eggstätter auf eine Spielabsage bestanden. Mit dem neuen Termin waren die Gäste dann aber nicht einverstanden und wollten das Spiel verlegen lassen, dem stimmte der WSV aber nicht zu. Das Spiel fand, wie vom Verband angesetzt, am 15. Oktober statt und endete mit einem 4:1-Sieg für die Heimmannschaft.

Ärger um Spielabsage: Samerberg erhebt Vorwürfe

Am Sonntag kam dann "die Retourkutsche", wie Langner es nennt: "Zwei Stunden vor der geplanten Abfahrt nach Eggstätt bekamen wir die Mitteilung, das Spiel sei abgesagt. Trotzdem machten wir uns auf den Weg zum Spielort, um den Platz zu begutachten." Zur Verwunderung der Samerkicker waren auf dem Platz keine Linien zu sehen, die Gäste werfen den Hausherren deshalb vor, die Absage schon länger geplant zu haben. Langner weiter: "Ein interessanter Fakt dazu ist, dass einer der ASV-Stürmer unserem Keeper nach dem Hinspiel noch erzählt hatte, dass im Rückspiel einige Spieler im Urlaub seien." In Anbetracht dessen, dass dies das einzige Spiel in der Umgebung war, das nicht stattfinden konnte, fühlen sich die Samerberger betrogen: "Die Absage ist ein Witz, der lächerlicher nicht mehr geht!"

Spielabsage in Eggstätt: Heimverein entschuldigt sich

Beim ASV Eggstätt will man sich zu den Vorwürfen des WSV Samerberg auf Nachfrage von Beinschuss.de nicht äußern, Abteilungsleiter Christian Langl wollte aber den Vorgang der Absage erläutern: "Am Sonntagmorgen wurde ich von der technischen Leitung des ASV Eggstätt informiert, dass der Platz witterungsbedingt gesperrt ist . Daraufhin habe ich umgehend eine Email an den Spielgruppenleiter geschickt. Kurz darauf habe ich ihn auch telefonisch erreicht und die Situation geschildert. Er bat mich, Schiedsrichter und die Gastmannschaft sofort zu informieren, was ich auch tat."

Außerdem entschuldigt sich Langl: "Dass wir nicht spielen konnten, tut uns leid. Den Unmut des WSV Samerberg können wir verstehen, die heftigen Reaktionen und den Auftritt in den sozialen Medien bedauern wir. Der ASV Eggstätt hofft auf ein sportlich faires Rückspiel."

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dg

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