WSV Samerberg - TuS Prien

Nicht souverän - aber Riedl: Samerberg schlägt Prien II

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"Man of the Match" Georg Riedl entschied das Spiel mit seiner Kaltschnäuzigkeit quasi im Alleingang.

Samerberg - Der WSV Samerberg hatte einige Probleme mit der zweiten Mannschaft des TuS Prien. Dank der Kaltschnäutzigkeit von Georg Riedl gewinnen die SamerKicker trotzdem mit 5:2.

Bei geschmeidigen 10 Grad und Nieselregen, trotzdem waren rund 50 Zuschauer gekommen um dem WSV die Daumen zu drücken, entwickelte sich von der ersten Sekunde an ein seltsames Spiel. Die defensive Ausrichtung der SamerKicker hatte zur Folge, dass man den Gästen vom Chiemsee fast gänzlich den Ball überließ. Folglich waren es auch die Priener, welche die ersten Chancen für sich verbuchen konnten. Trotzdem schien der taktische Plan von Trainer Wolfgang Maurer aufzugehen. In der 9. Minute fuhr der WSV den ersten Konter und vollstreckte eiskalt in Form von Georg Riedl. Sein flach geschossener Strahl findet den Weg ins lange Eck zum umjubelten 1:0. Danach abermals Prien am Ball und Drücker. Doch dank des erneut gut aufgelegten Keepers Langner konnte man die Null halten. Auf der Priener Seite kam Samerberg dann mit einem perfekt einstudierten Freistoß zur 2:0 Führung. Florian Osterhammer flankte denn Ball präzise auf den Kopf von Kapitän Riedl, welcher die Kugel geschickt in Uwe-Seeler-Manier per Hinterkopf unhaltbar ins lange Eck verlängerte.

Langner pariert Elfmeter

Kurz darauf dann Aufregung im Strafraum der Samerberger. Simon Weyerer foult seinen Gegenspieler unwissentlich. Seine Hand trift einen Priener im Lauf im Gesicht. Absicht war es keine, aber ein Elfmeter war es laut Regelwerk trotzdem. Nico Langner, nicht gerade als Elferkiller bekannt, wartet lang auf der Linie und taucht den gut und präzise geschossenen Elfer aus der Ecke. Als in der 39. Minute dann der 2. Konter des Spiels mit einem Treffer für die Samer gekrönt wurde, fragten sich nicht wenige was denn hier eigentlich los sei. Der Treffer glich in Aufbau und Abschluss exakt dem 1:0 und wieder war der Torschütze Kapitän Georg Riedl. Danach war Pause.

Samerberg weiter defensiv wackelig

Wenn es läuft, dann läufts. Den Satz hörte die Mannschaft beim Gang in die Kabine öfter als gewollt. Zeigt es doch, dass nicht die spielerische Überlegenheit den Spielstand beschert hatte, sonder eine unfassbare Portion Glück. Zur Halbzeit hätte es auch gut und gerne 3:5 aus Samerberger Sicht stehen können. Tat es aber nicht. Samerberg kam mit der selben taktischen Ausrichtung aus der Kabine wie in Halbzeit Eins. Diesmal ging der Plan allerdings nicht auf. Prien glückte gleich in der 49. Minute der Anschlusstreffer durch Tobias Scholz. Nur sechs Minuten später markierte Aaron Voderholzer das 2:3. Das Match war fortan wieder komplett offen. Genau so offen wie die Abwehrreihe der Samer, welche zu dem Zeitpunkt durch ein nahezu körperloses Spiel „glänzte“. Als in der 60. Minute dann der Ausgleich fiel, wähnte man sich schon auf der Verliererstrasse. Der gute Schiedsrichter Christian Kuchler gab den Treffer aufgrund eines vorangegangen Fouls aber nicht.

Samerbergs Offensive eiskalt

Nur Sekunden später kam Prien wieder zu einer echten 100-prozentigen Chance, welche Langner aber im 1 zu 1 souverän vereitelte. Sein Aufschrei nach dieser Aktion war dann der Weckruf für den Rest seines Teams. Samerberg spielte nun aktiver gegen den Ball und scheute fortan keinen Zweikampf mehr. In Minute 78., es läuft ein Konter, kommt der ewige Georg Riedl an den Ball und jagt das Rund aus 20 Metern und spitzem Winkel ins Kreuzeck. Das wichtige 4:2 entzog den Prienern dann, zumindest ein wenig, den Glauben an das Wunder. In der 2. Minute der Nachspielzeit fasst sich Mittelfeldmotor Florian Osterhammer ein Herz, marschiert mit Vollgas in den 16er und wird elfmeterreif von Torwart Timo Tausendfreund gefoult. Den fälligen Elfer verwandelte Michael Wörndl mit aller Routine. Endstand: 5:2.

Ein Fazit mag hier niemand ziehen. Dieses Spiel hätte der WSV auch gut und gerne mit 3:8 verlieren können, stattdessen freut man sich über die 3 Punkte ohne aus den Augen zu verlieren, dass man sich auf Dauer nicht auf herausragende Einzelleistungen wie die von Georg Riedl verlassen kann.

Im Anschluss feierte der Tross das 6-Punkte-Wochenende auf dem Rosenheimer Herbstfest. (Die 2. Mannschaft gewinnt ihr Heimspiel gegen Prutting II spektakulär mit 5:4 durch einen späten Siegtreffer von Michael Bogenhauser, welcher in Minute 89 das Leder per Kopf in den Winkel befördert.) Am kommenden Samstag gastiert der WSV bei den freien Turnern von Rosenheim. Anstoß hier ist um 14.30 Uhr.

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Pressemitteilung WSV Samerberg

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