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„Am Anfang herrscht natürlich viel Unsicherheit“

Zwei Corona-Fälle beim TSV Rimsting: Enormer Aufwand und vielleicht Punktverlust

Fußball in Zeiten von Corona (Symbolbild)
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Fußball in Zeiten von Corona (Symbolbild)

Beim A-Klassisten TSV Rimsting wurden zwei Spieler positiv auf das Coronavirus getestet, weshalb das Spiel am vergangenen Mittwoch gegen den WSV Aschau abgesagt wurde. Abteilungsleiter Volker Rechberger erzählt im Gespräch mit beinschuss.de, wie viel Arbeit er seit dem vergangenen Sonntag hatte, wie die Kommunikation mit dem Gesundheitsamt und dem BFV war und warum ein Punktverlust droht.

Rimsting - Auch in der neuen Saison 2021/22 spielt das Coronavirus im bayerischen Amateurfußball mit. Das musste nun auch der TSV Rimsting erleben, denn beim A-Klassisten wurden zwei Spieler positiv auf das Virus getestet. “Ob die beiden Fälle zusammenhängen, ist unklar”, betont Rimstings Abteilungsleiter Volker Rechberger im Gespräch mit beinschuss.de. “Beide haben zum Glück bislang nur einen milden Verlauf und leichte Symptome.”

Rechberger: „Zuerst herrscht natürlich viel Unsicherheit“

Für Rechberger stand deshalb ab vergangenen Sonntag viel Arbeit an. „Zuerst herrscht natürlich viel Unsicherheit und man muss viel organisieren”, erzählt der Abteilungsleiter. So musste der letzte Gegner SV Prutting informiert werden, genauso wie der Schiedsrichter, das Gesundheitsamt und der Bayerischen Fußball-Verband. “Das war sehr viel Aufwand, ich war während der Mittagspause und nach der Arbeit fast nur am Telefon. Das war sehr mühselig, vor allem weil man als ehrenamtliche Vereinsmitarbeiter dafür seine Freizeit opfert.”

Viele der Spieler in Reihen des TSV Rimsting sind geimpft, eine Quarantäne wurde von Seiten des Gesundheitsamtes nicht verordnet. Dennoch mussten sich alle testen lassen, die Ergebnisse sollen bis Ende der Woche da sein. “An sich war der Austausch mit dem Gesundheitsamt gut”, betont Rechberger, der sich dennoch an einer Sache stört: “Die Datenübermittlung von den Ärzten zum Gesundheitsamt dauert sehr lange, da ist man als Verein über WhatsApp deutlich schneller. Zudem kann ich mich als Abteilungsleiter nicht gleich als Ansprechpartner beim Gesundheitsamt melden, weil das vorher über den Arzt zum Gesundheitsamt gemeldet werden muss.”

Rechberger über die abgesagte Partie gegen Aschau: „Ich kann doch nicht ruhigem Gewissen spielen“

Zwar spricht sich Rechberger für Einzelfallentscheidung, welche Maßnahmen nach einem positiven Test stattfinden sollen, aus, trotzdem er wünscht sich klare Regeln. “Der BFV sollte festlegen, dass nach einem positiven Test mindesten drei Tage lang kein Training oder Spiel stattfinden darf. Denn die Zeit braucht man als Verein einfach um Gewissheit zu haben und alles zu organisieren.”

So geschehen auch beim TSV Rimsting, der eigentlich am vergangenen Mittwoch in der englischen Woche gegen den WSV Aschau spielen hätte sollen. Doch die Partie wurde aufgrund der beiden positiven Fälle abgesagt. “Unser Spielleiter Hans Mayer ist zum Glück sehr kollegial und versucht alles im Sinne der Vereine zu machen”, so Rechberger.

Doch eigentlich ist eine solche Spielabsage nicht mehr so leicht machbar, denn der BFV änderte vor der Saison seinen „Corona-Paragraphen. „Entscheidend für eine mögliche Absetzung des Spiels durch den zuständigen Spielleiter ist grundsätzlich die Spielfähigkeit der betroffenen Mannschaft“, sagt Philipp Schmatloch vom BFV auf Nachfrage von beinschuss.de. 

Rechberger stört sich an dieser Regel: “Ich finde das problematisch. Wir haben bis Mittwoch gebraucht, um alle Testungen der Spieler zu organisieren. Da kann ich doch nicht ruhigem Gewissen spielen. Das ist für mich widersprüchlich.” Der Fall liegt nun beim Sportgericht, die Entscheidung ist offenbar offen. “Uns war klar, dass die Gesundheit aller Beteiligten vorgeht, und hoffen, dass das vom Verband ähnlich gesehen wird”, betont Rechberger.

Am kommenden Wochenende wird nur die 2. Mannschaft des TSV spielen, das Spiel des A-Klassen-Teams gegen den ASV Grassau findet nicht statt. “Das liegt aber nicht an den Corona-Fällen, sondern wurde unabhängig davon verschoben.” Ab nächster Woche soll dann das Training der 1. Mannschaft wieder aufgenommen werden und hoffentlich alles wieder in geregelten Bahnen laufen.

TSV Brannenburg lässt nach Corona-Fällen den Spielbetrieb ruhen

Auch beim TSV Brannenburg hat das Coronavirus zugeschlagen. Nachdem am 3. August zwei Spieler positives auf das Virus getestet wurden, gibt es nun insgesamt fünf Positiv-Fällen. Deshalb lassen nun beide Herrenmannschaften des TSV Brannenburg Kreisklassisten vorerst den Spielbetrieb ruhen – und widmen sich den angesetzten Reihentestungen.

ma

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