Süffisanter Facebook-Post des A-Klassisten

Kritik an der Regierung: WSV Samerberg verschafft seinem Ärger Luft

Wann wird in der Bundesliga wieder gekickt?
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Fußball (Symbolbild)

Samerberg - Der Facebook-Post des WSV Samerberg vom Donnerstag bringt den ein oder anderen zum Schmunzeln. Doch die Kritik an der Staatsregierung ist deutlich herauszulesen. Der Ärger und die Unverständnis über die Entscheidung vom Dienstag ist weiter groß.

Der Ärger der bayerischen Amateurvereine und Fußballer auf die Regierung ist weiter groß. Es herrscht Unverständnis darüber, warum sie immer noch nicht Wettkampfspiele austragen und Zuschauer nicht zu den Spielen zugelassen sind. Sie alle fühlen sich von den Politikern auf den Arm genommen.

„Wird sich sehr bald in fehlender Motivation niederschlagen“

Seinen Ärger über die Entscheidung der Staatsregierung machte der WSV Samerberg in einem Facebook-Post Luft. Über die wohl erneute Verschiebung des Re-Starts schrieb der A-Klassist: „Wie lange sich die Amateurfußballer in Bayern dieses unsägliche Zenober noch ansehen und gefallen lassen werden, bleibt abzuwarten. Eine acht oder gar zehn wöchige Vorbereitung mag zwar gut für die Gesundheit und den allgemeinen Fitnesszustand sein, aber auf Dauer nur Testspiele zu bestreiten mit der „Aussicht“, dieses Jahr eventuell gar keine Punktspiele mehr bestreiten zu dürfen, wird sich sehr bald in fehlender Motivation niederschlagen, was mehr als verständlich ist.“

Am Donnerstag bestreitet des WSV sein nächstes Testspiel und empfängt den SV Riedering. Am Sonntag geht es auf der heimischen Anlage in Roßholzen gegen den FV Oberaudorf.

„Die Nachverfolgung wäre eine administrative Herkulesaufgabe“

Dass die Spiele immer noch ohne Fans stattfinden müssen, sorgt für Kopfschütteln bei den Samerbergen: „Zuschauer sind leider immer noch nicht zugelassen, da bei dem üblicherweise bei Testspielen zu erwartenden, erheblichen Fan-Andrang von etwa zehn bis 15 Hansln, die Mindestabstände auf unserem nur etwa 37 Hektar kleinen Areal keineswegs zuverlässig eingehalten werden könnten. Auch die Nachverfolgung von möglichen Infektionsketten wäre hier eine nicht zu bewerkstelligende, administrative Herkulesaufgabe, weil, man kennt ja ned jädn!“ Die Zeilen sind zum Schmunzeln, doch der Ärger und die Unverständnis sind deutlich herauszulesen.

Obendrein zeigt der WSV auf, wie absurd die Regelung mit den Zuschauern ist. Die Fans dürfen zwar nicht in das Stadion und müssten deshalb zu Hause bleiben. Eine Möglichkeit gäbe es allerdings noch: „Staits eich zum Bodwirt auf de andere Seiten vom Zaun, des derf ma nämlich", schreibt der WSV mit einem Augenzwinkern.

BFV droht mit Klage - Innenminister versucht zu beschwichtigen

Der Bayerische Fußball-Verband erwägt eine Klage gegen die Regierung einzureichen und befragt dazu bis kommenden Montag, den 7. September, die Mitgliedsvereine. Das gab der BFV am Mittwoch bekannt. Kurz nach dieser Ankündigung meldete sich Innenminister Joachim Herrmann zu Wort und verkündete, dass sich das Kabinett am 14. September mit einer möglichen Wiederaufnahme des Ligabetriebs befassen will. Der 1. FC Schweinfurt hat bereits gegen das Zuschauerverbot einen Eilantrag beim Verwaltungsgericht in München eingereicht und erwartet zeitnah ein Ergebnis.

Es bleibt spannend, wie es mit dem Spielbetrieb im bayerischen Amateurfußball weitergeht. Es bleibt zu hoffen, dass die zahlreichen Stimmen der Vereine, der Ehrenamtlichen und der Fußballer gehört werden.

ma



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