Unbekannte beschmieren Auswechselbank mit Graffiti

"Hinterlassen jedes Mal einen Saustall" - FT Rosenheim kämpft gegen Müll-Sünder

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Rosenheim - Seit drei Monate hinterlassen immer wieder Unbekannte Müll auf dem Sportgelände der FT Rosenheim. Außerdem wurde eine Auswechselbank beschmiert. Der Verein ist ratlos, wie er das Problem in den Griff bekommen kann.

Die Corona-Pandemie sorgte auch bei den Fußballern der FT Rosenheim für eine Zwangspause. Seitdem ist es auf dem Sportplatz in der Klepperstraße ruhig geworden. Dies nutzen seit gut drei Monate immer wieder Jugendliche aus, um dort ihre Freizeit zu genießen. Doch zum Ärger des Vereins schmeißen sie immer wieder ihren Müll auf dem Sportgelände. "Die Gruppe hinterlässt jedesmal einen Saustall", sagt FT-Abteilungsleiter Bernd Metzger auf Nachfrage von beinschuss.de. "Wir könnten aktuell jeden Tag einen rausschicken, der eine Stunde lang Müll aufsammelt." Immer wieder finden die Verantwortlichen Alkoholflaschen, Glasscherben, Verpackungsmüll oder auch Kondome. Zu allem Überfluss wurde auch noch die Auswechselbank mit Graffiti beschmiert.

FT-Abteilungsleiter Metzger: "Das ist nicht mehr zu ertragen"

Zwar sei es auch schon vor Corona immer wieder zu solchen Vorfällen gekommen, doch seit der Ausgangsbeschränkung wird die Lage immer schlimmer. "Zuvor war es noch im erträglichen Rahmen, doch jetzt eskaliert die Situation", so Metzger weiter. "Das ist nicht mehr zu ertragen." 

Seit ein paar Wochen befindet sich kein Wirt mehr am Fußballplatz und auch die Spieler hatten kein Training mehr. Deshalb war der Platz oft unbeaufsichtigt. Zudem kommt die Lage des Sportplatzes direkt an der Mangfall hinter einem Fuß- und Radweg noch dazu, wo kaum Anwohner auf die Jugendlichen aufmerksam werden. Außerdem ist das Sportgelände nicht eingezäunt, sodass Personen ungehindert auf die Plätze können. "Oft spielen Väter mit ihren Kindern dort Fußball. Das finden wir alle toll und das dulden wir auch", betont Metzger. "Aber solche Vorfälle wollen und können wir nicht mehr dulden."

Vandalismus auf dem Sportgelände der FT Rosenheim in der Klepperstraße

 © FT Rosenheim
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"Wir wissen nicht, wie wir am besten vorgehen sollten"

Zuletzt versuchte der Verein mit Hilfe eines Hinweiszettels, mit der Bitte den Müll in die Mülleimer zu schmeißen, die Verursacher zu sensibilisieren. Doch auch das half nichts. "Wir wissen nicht, wie wir am besten vorgehen sollten und wie wir das Problem in den Griff bekommen sollen", zeigt sich Metzger etwa hilflos. "Auch die Polizei war schon vor Ort, doch auch die kann dagegen nicht viel machen." 

Laut dem Abteilungsleiter sei es oft eine Gruppe von bis zu 18 Jugendlichen, die sich dort aufhalten. "Wenn die Gruppe sehr groß ist, traut man sich kaum hinzugehen und sie anzusprechen", sagt Metzger. "Wir haben schon Platzverweise erteilt, doch sie kommen einfach wieder."

Durch das Training hofft der Verein, dass das Problem abnimmt

Mittlerweile kehrt auch fußballerisch wieder Leben auf die Anlage ein, denn die Mannschaften beginnen wieder mit dem Training. Nun hofft der Abteilungsleiter, dass dadurch der Ärger abnimmt. "Wir hoffen, dass durch die Präsenz des Teams und der Trainer wir das Problem einigermaßen in den Griff bekommen", sagt Metzger.

Für die Polizei ist die Ermittlung des Täters schwierig

Für die Polizei ist das Problem nicht einfach zu handhaben. "Diese Vorfälle hören wir so zum ersten Mal. Da ist uns kein Fall bekannt", sagt Robert Maurer, Sprecher der Polizeiinspektion Rosenheim, auf Nachfrage von beinschuss.de. Aber aufgrund der Lage kann sich Maurer das Problem am Sportplatz vorstellen. Doch bis auf regelmäßig Streife fahren und präventive Maßnahmen, bleiben der Polizei nicht viele Möglichkeiten. "Es ist schwierig in solchen Fällen die Täter zu ermitteln, da der Nachweis oft schwierig ist. Da sind wir auf Hinweise von Zeugen angewiesen", sagt Maurer.

ma




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