Die Vorfälle wurden angezeigt - Ermittlungen laufen

„Unverständlich und traurig“ - Unbekannte driften auf Plätzen zweier Traunreuter Klubs

Der Sportplatz des TSV Traunwalchen, nachdem unbekannte Täter darauf herumgefahren und gedrifter sind.
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Der Sportplatz des TSV Traunwalchen, nachdem unbekannte Täter darauf herumgefahren und gedrifter sind.

Unbekannte Täter fuhren mit ihren Autos auf den beiden Fußballplätzen des TSV Traunwalchen und des TSV Stein-St. Georgen und nutzen diese zum Driften. Die beiden Vereine haben bereits Anzeige bei der Polizei erstattet. beinschuss.de hat zu dem Vorfall bei den Verantwortlichen der beiden Klubs nachgefragt.

Traunreut - Das neue Jahr beginnt für den TSV Stein-St. Georgen und den TSV Traunwalchen mit schlechten Nachrichten. Die Fußballplätze der beiden Fußballvereine aus Traunreut wurden von unbekannten Tätern benutzt, um auf dem Schnee mit dem Auto Driftrunden zu veranstalten. „Leider war ein richtiger Volldepp unterwegs und musste seine Männlichkeit mit einer Driftrunde auf unserem Fußballplatz bestärken“, schreibt der TSV Traunwalchen auf seiner Facebook-Seite. beinschuss.de hat bei den Verantwortlichen der beiden Klubs zu dem Vorfall nachgefragt.

Der TSV Stein-St. Georgen hat seit zwei Wochen Probleme mit eine Gruppe Jugendlicher

Der Vorfall beim TSV Stein-St. Georgen ereignete sich von Donnerstag (7. Januar) auf Freitag (8. Januar). Der Verein hat dabei eine Ahnung, wer die Täter gewesen sein könnten. Bereits seit zwei Wochen, seitdem der Schnee liegt, hat der A-Klassist Probleme mit einer Jugendgruppe, die aus vier bis fünf Personen besteht. „Das ist eine Clique, die bereits auf dem Platz der Stockschützen mit den Autos herumgefahren ist“, erzählt Vorstand Vitus Pichler auf Nachfrage von beinschuss.de. „Wir haben sie bereits persönlich angesprochen und gebeten, dies zu unterlassen. Leider ist daraufhin nichts passiert.“

Auch auf dem Trainingsplatz des TSV Stein-St. Georgen fuhren unbekannte Täter mit dem Auto.

Nun wurde der Trainingsplatz des TSV Stein-St. Georgen Opfer von Driftrunden. „Ich habe zuletzt mit unserem Platzwart gesprochen. Er meinte, dass glücklicherweise dem Platz, aufgrund des Schnees und weil der Rasen gefroren war, kein Schaden entstanden ist“, so der Pichler weiter. „Aber dem Platzwart bescheren solche unnötigen und undurchdachten Taten einen enormen Mehraufwand.“ Zwar habe man ein Auto kurz vor und kurz nach der Tat gesehen, so der Vorstand weiter, aber nicht auf dem Platz selber, weshalb keine Beweise vorliegen.

Nur einen Tag später erwischte es auch den TSV Traunwalchen

Die Polizei wurde daraufhin sofort eingeschaltet und Anzeige wurde erstatte. Das scheint die Täter, die seitdem nicht mehr in diesem Bereich gesichtet wurde, verschreckt zu haben.

Auch auf dem Trainingsplatz des TSV Stein-St. Georgen drifteten Unbekannte.

Doch des einen Freud, des anderen Leid. Denn nur einen Tag später, von Freitag auf Samstag, wurde der Fußballplatz des TSV Traunwalchen zum Driften benutzt. „Wir haben Glück gehabt“, sagt Abteilungsleiter Tobias Lohwieser auf Nachfrage von beinschuss.de. „Bis auf zwei bis drei Furchen ist der Platz dank der Schneedecke nicht weiter beschädigt worden.“ Es war der erste Vorfall dieser Art beim A-Klassisten.

TSV Traunwalchen: „Ein Schlag ins Gesicht für unseren Platzwart“

„Warum man so einen Mist aus Langeweile macht, ist absolut unverständlich und macht uns traurig. Ehrenamtliche Stunden der Platzpflege sind mit diesem einem Drift schnell zerstört. Ein Schlag ins Gesicht für unseren Platzwart“, schreibt Traunwalchen auf seiner Facebook-Seite. „Wir hoffen, man findet den Übeltäter, damit er nicht weitere Schäden aus Langeweile anrichtet. Sollte jemand etwas gesehen haben, sind wir für jeden Tipp dankbar.“

Bei der Polizei Traunreut wurde bereits Anzeige erstatte und die Ermittlungen zu diesem Vorfall wegen Hausfriedensbruch und möglicher Sachbeschädigung laufen. Zwar könne die Polizei nicht bestätigen, dass es sich bei den beiden Vorfällen um den oder die selben Täter handelt, doch man gehe davon aus. „Wir fahren jetzt alle Sportplätze regelmäßig bei unseren Streifenfahrten ab“, sagt ein Sprecher der Polizei Traunreut auf Nachfrage von beinschuss.de. Beim TSV Stein-St. Georgen denkt man aufgrund der jüngste Vorfälle über ein Videoüberwachung an der Irsinger Au nach.

ma

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