Interview mit dem 20-Tore-Mann

Griesbeck wechselt zum TuS Kienberg: „Der Traum wäre die Kreisliga“

Florian Griesbeck vom TSV Übersee
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Florian Griesbeck erzielte 20 Saisontore für den TSV Übersee. Nun wechselte er zum TuS Kienberg und wird dort spielender Co-Trainer.

20 Tore schoss Florian Griesbeck in der aktuellen Saison für den TSV Übersee. Nun wechselt der Torjäger mit sofortiger Wirkung zum TuS Kienberg und wird dort spielender Co-Trainer. beinschuss.de hat mit dem 29-Jährigen über die Hintergründe des Wechsel, seinen Abschied aus Übersse und seine Ziele beim TuS gesprochen.

Kienberg - Der TSV Übersee verliert seinen Top-Torjäger. In der aktuellen Saison 2019/21 erzielte Florian Griesbeck 20 Tore für den A-Klassisten, der noch um den Aufstieg in die Kreisklasse kämpft. Wie vergangene Woche aber bekannt wurde, wechselt der 29-Jährige zum TuS Kienberg und ist dort ab sofort spielberechtigt.

Griesbeck über den Abgang aus Übersee: „Der Abschied ist mir schon schwer gefallen“

Griesbeck übernimmt in Kienberg die Rolle des spielenden Co-Trainers und ist damit der verlängerte Arm von Trainer Franz-Josef Kaindl. beinschuss.de hat mit dem Stürmer über die Hintergründe des Wechsel, seinen Abschied in Übersee und seine Ziele mit dem TuS Kienberg gesprochen.

Hallo Herr Griesbeck, Sie verlassen nach eineinhalb Jahren ihren Heimatverein TSV Übersee Richtung Kienberg. Wie kam es zu dem Wechsel?
Florian Griesbeck: “Ich bin privat nach Seeon gezogen und dadurch war die Distanz nach Übersee für mich zu groß. Dann hat sich Kienbergs Cheftrainer Franz Kaindl bei mir gemeldet, den ich schon ewig kenne. Wir haben die gleiche Meinung vom Fußball und deshalb hat das perfekt gepasst. Die Verantwortlichen haben mir ihr Konzept und ihre Ziele vorgestellt und mir war schnell klar, dass ich meinen Teil dazu beitragen will. Ich freue mich auf die neue Aufgabe und darauf die neuen Teamkameraden kennenzulernen.”
Sie übernehmen die Rolle als spielender Co-Trainer. Was verändert sich dabei für Sie?
“Ich habe dadurch jetzt mehr Verantwortung und bin das Sprachrohr unseres Trainers auf dem Platz. Diese Aufgabe ist aber nicht ganz neu für mich, da ich sie bereits aus Übersee kenne. Durch meine Erfahrung aus den höherklassigen Ligen habe ich auch dort schon meinen Mitspielern geholfen”
Wie lauten die Ziele mit Ihrem neuen Verein?
“Wir wollen in den nächsten Jahren nach oben klettern und zumindest in die Kreisklasse aufsteigen. Der Traum wäre die Kreisliga. Jetzt hoffe ich, dass wir uns noch punktuell qualitativ gut verstärken, um diese Ziele erfolgreich in Angriff zu nehmen.”
Ist die Aufgabe als Co-Trainer jetzt der Start Ihrer eigenen Trainerkarriere?
“Ich kann mir schon vorstellen, irgendwann einmal Trainer zu werden. Ohne Fußball kann ich gar nicht, da würde mir ein großer Teil fehlen.”
Aufgrund der Corona-Pandemie haben Sie ihre ehemaligen Teamkollegen aus Übersee lange nicht mehr gesehen. Wie hat der Verein auf ihren Wechsel reagiert und konnten Sie sich verabschieden?
“Ich bin sehr froh, dass die Verantwortlichen meine private Situation verstanden und akzeptiert haben. Sie haben mir keine Steine in den Weg gelegt, wofür ich sehr dankbar bin. Eine richtige Verabschiedung war leider nicht möglich, bislang war es nur eine Whatsapp-Nachricht. Aber wenn wieder Normalität eingekehrt, soll das nachgeholt werden.”
Fiel Ihnen die Entscheidung schwer? Der TSV Übersee kämpft als Tabellenvierter noch um den Aufstieg in die Kreisklasse und muss diese Aufgabe jetzt ohne Sie angehen.
“Der Abschied ist mir schon schwer gefallen. Leider war es 2020 nicht möglich, die Saison zu beenden, der Aufstieg wäre das Sahnehäubchen gewesen. Aber ich bin mir sicher, dass Sie auch ohne mich den Aufstieg schaffen werden.”
Wie geht es Ihnen persönlich derzeit während des Lockdowns? Wie sehr fehlt Ihnen der Fußball?
“Ich versuche mich selber durch Laufen oder ähnliches fit zu halten, aber es ist natürlich nicht dasselbe wie ein Training mit der Mannschaft. Es zieht sich alles hin und keiner weiß, wie und wann es wieder weitergeht. Aber natürlich geht die Sicherheit und die Gesundheit vor. Das ist aktuell wichtiger als der Amateurfußball.”
Herr Griesbeck, vielen Dank für das Interview.

ma

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