TSV Schwaben Augsburg - SV Kirchanschöring

Kirchanschöring holt einen Punkt bei Schwaben Augsburg

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Kirchanschörings Lukas Pöllner am Ball. Links: Manuel Jung.

Augsburg - Das Trainer-Duell Halil Altintop gegen Seppi Weiß, die Partie in der Bayernliga Süd zwischen dem TSV Schwaben Augsburg und dem SV Kirchanschöring endete am Samstag 2:2 (2:2)-Unentschieden. Ein Ergebnis vor den 130 Zuschauern im Ernst-Lehner-Stadion, mit dem der SVK durchaus Leben konnte.

Keine zwei Minuten waren gespielt, als ein Ball von der linken Seite rechts im Strafraum bei Albert Deiter landete, der legte zurück – Manuel Omelanowsky nahm die Kugel volley und schoss sie links ins Augsburger Netz zum 0:1! Doch die Freude im SVK-Lager wehrte nur bis zur 12. Minute, da musste Manuel Jung nach einem Fehlpass der Abwehr ein Foul ziehen, den folgenden Freistoß aus 20 Metern zirkelte Maximilian Löw über die Mauer hinweg links ins Kreuzeck zum 1:1 Ausgleich für die Fuggerstädter.

In der 35. Minute hatte zunächst der SVK Freistoß von der linken Seite, der wurde abgewehrt, der schnelle Konter der Schwabenritter über links landete im rechten Teil des SVK-Strafraumes bei Lukas Glade, der das Leder am chancenlosen Stefan Schönberger vorbei im Kasten versenkte – zum 2:1 (35.). Ein Standard, ein Konter und das Tabellenschlusslicht drehte die Partie. Doch kurz vor dem Pausentee kamen die Gäste zurück: Eckball von der linken Seite, getreten von Omelanowsky, Christoph Dinkelbach stand am vorderen Eck des Fünfmeterraumes goldrichtig und versenkte das Leder an den verdutzten Augsburgern vorbei im rechten Eck zum 2:2-Ausgleich (43.). Der Torschütze schilderte es so: „Ich gehe rein, Torwart Fabio Zeche und die Innenverteidiger haben sich gegenseitig behindert und drin war das Ding“.

Der Ausgleich war "einfach nur blöd"

In Halbzeit zwei ließ der SVK zunächst nichts abbrennen. Die dicken Bretter an Chancen versiebten allerdings die Schwabenritter: So in der 76. Minute, von der linken Seite trat Maximilian Fiedler einen Freistoß, Michael Geldhauser stand sträflich frei – köpfte aber rechts am Pfosten vorbei. Zehn Minuten später schoss Benjamin Sakrak nach einer Ecke von links in bester Katsche Schwarzenbeck-Manier über das Gebälk und kurz vor Ende glänzte Schönberger mit einer Fußabwehr gegen den eingewechselten Stefan Simonovic in letzter Sekunde.

Für Altitop war das ärgerlich, in einer Phase „wenn man dringend die Punkte braucht um unten herauszukommen“. Er habe gesehen, dass „die Mannschaft intakt ist“, dass sie an sich glaube. Die Schwabenritter seien nach dem frühen Rückstand nicht nur zurück, sondern wieder ins Spiel gekommen, das 2:2 bezeichnete er als „unglücklich“. In der zweiten Hälfte habe seine Mannschaft den Druck erhöht, sich einige Torchancen erarbeitet, bei einem vermeintlichen dritten Tor, hätte sein Team wohl das Spiel nicht mehr aus der Hand gegeben, wie Altintop meinte.

Für SVK-Trainer Weiß, der seit letzten Dienstag für Ex-Coach Michael Kostner bei den Gelb-Schwarzen das Kommando übernommen hat, war der 1:1 Ausgleich mit dem „super geschossenen Freistoß“ einfach nur „blöd“. Mit dem zweiten Gegentreffer habe der SVK „das Spiel aus der Hand gegeben“. Das war „schade“, so Weiß, „weil wir bis dahin ein richtig gutes Spiel gemacht haben, mit guten Offensivaktionen“. In Halbzeit zwei „sind wir zu sehr in die Defensive gedrängt worden“ da hätte seine Mannschaft kaum mehr für Entlastung sorgen und vorne die Bälle nicht mehr halten können. Der Druck von den Schwabenrittern wäre immer größer geworden, so war er „mit dem Punkt zufrieden“. Zum Schluss sah Weiß den Gegner sogar näher am Sieg „aber da haben wir richtig gut verteidigt und zusammengehalten“. Vor allem letzteres wird für ihn und seine Mannen kommenden Freitag im Inn-Salzach Derby in der Bayernliga in Wasserburg erneut wichtig sein.

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Michael Wengler

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