Mittelfeldspieler kommt aus Rosenheim an die Traun

Transfer-Coup für SB Chiemgau: Shabani geht nach Traunstein!

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Traunsteins Erfolgscoach Jochen Reil(l.) mit seinem Königstransfer fürs Mittelfeld Linor Shabani(r.).
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Traunstein/Rosenheim - Mittefeldspieler Linor Shabani, der beim Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim gehen musste, hat einen neuen Verein. Und der SB Chiemgau Traunstein rechtzeitig zum Bayernligastart im Derby beim SV Kirchanschöring einen hochkarätigen Neuzugang. Der Ex-Sechziger und der Aufsteiger von der Traun einigten sich kurz vor Rundenstart darauf, dass der 23-Jährige zukünftig eine Etage tiefer für den SBC aufläuft. Für die Chiemgauer bedeutet dies natürlich nochmals eine enorme Verstärkung.

Denn Shabani bringt jede Menge höherklassige Erfahrung mit nach Traunstein und ins Mittelfeld des SBC. Etwas, das dem Kader von Trainer Jochen Reil mit Sicherheit gut zu Gesicht steht. Im Gegensatz zu seinem neuen Verein hat Shabani bereits vielfach in Bayern- und Regionalliga gespielt. Und dabei teilweise richtig gute Partien abgeliefert.

Shabani bringt höherklassige Erfahrung mit

Erstmals nach sieben Jahren wird er dies nicht mehr für die roten Rosenheimer tun. Für den Viertligisten, aus dessen eigener Jugend er hervorgegangen ist, hat Shabani in der abgelaufenen Regionalliga-Saison 28 Spiele bestritten. Nicht immer von Anfang an – aber dennoch war er fast immer dabei. In der Aufstiegssaison der Sechziger stand Shabani sogar in jedem Match auf dem Feld. Man kann also mit Fug und Recht sagen, dass er maßgeblich an Wiederaufstieg und Klassenerhalt der Rosenheimer beteiligt war.

Aufgrund von internen Unstimmigkeiten und weil er immer wieder Wechselgedanken hegte, musste er schließlich beim Regionalligisten gehen. Und war seit Saisonende auf der Suche nach einem neuen Verein. Nun ist er fündig geworden.

SBC nutzt Chance sich nochmals zu verstärken

Für den SBC ist das ganze natürlich ein Glücksfall. Bedingt durch den Umstand, dass Shabani und höherklassige Vereine nicht zusammenkamen, ergab sich für die Traunsteiner die Chance noch mal kräftig Qualität für die Schaltzentrale im Mittelfeld dazuzuholen. Zu den Stärken des Neuzugangs, der meist defensiv auf der Sechs eingesetzt wird, aber auch offensive Positionen bekleiden kann, zählen einerseits die Aggressivität in der Balleroberung und seine Zweikampfstärke, andererseits aber auch die feine Ballbehandlung.

Den Schritt zurück in die Bayernliga sieht Shabani aktuell nicht dramatisch. Wie sehr sich die Traunsteiner Verantwortlichen um Trainer Reil um ihn bemüht hatten, hat dem Kicker imponiert. Er weiß, dass er künftig eine wichtige Rolle im Team des ambitionierten Neu-Bayernligisten einnehmen soll – und will diese auch annehmen: "Ich will Verantwortung übernehmen - und die Mannschaft gemeinsam mit den gestandenen Spielern führen!", so der selbstbewusste Mittelfeldspieler.

Traunstein als neue Herausforderung

Das Engagement in Traunstein begreift er als Herausforderung, die Gelegenheit beim SB Chiemgau als Chance – bei der ihn erst einmal auch nicht stört, dass er eine Klasse tiefer gegen den Ball tritt: „Für mich war es letztlich wichtig, neben dem Fußball auch beruflich Fuß zu fassen.“ sagt Shabani. Dies haben ihm der SBC und sein Umfeld laut Abteilungsleiter Ludwig Trifellner bieten können - woraufhin sich Shabani für die Equipe aus der Großen Kreisstadt entschieden habe.

Mit seinem neuen Verein scheint er durchaus viel vor zu haben, wie er Verstehen gibt: „Ich sehe Traunstein nicht als Rückschritt - sondern als möglichen Anfang von etwas Großem!". Motivation, von der beide Seiten profitieren könnten. Das Traunsteiner Mittelfeld jedenfalls kommt jetzt eine Klasse stärker daher.

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