Vorbericht: SV Erlbach - SV Heimstetten

Erlbach sieht auch gegen Heimstetten seine Chance

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Weiß um die Stärke seiner Mannschaft - Erlbachs Coach Robert Berg.
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Erlbach - Am 29. Spieltag der Bayernliga Süd empfängt der weiterhin abstiegsbedrohte SV Erlbach zuhause den Drittplazierten SV Heimstetten. Eine ganz harte Nuss für die Holzland-Kicker. Jedoch zu knacken. Da sind sie sich sicher.

Beim Blick auf die Tabelle ist eines sofort klar: Das wird eine ganz schwierige Aufgabe für den SV Erlbach am Sonntagnachmittag. Denn der Gegner ist kein geringerer als der SV Heimstetten - ein Hochkaräter in der Bayernliga.

Angesichts des Spiels am vergangenen Wochenende beim mit den Heimstettenern punktgleichen TSV 1860 Rosenheim, bei dem die Erlbacher eine Halbzeit lang alles andere als sonderlich mutig auftraten und angesichts des Ergebnisses (0:1) könnte man auch meinen, das Ergebnis des sonntäglichen Aufeinandertreffens stehe fest. Doch die Truppe aus dem Holzland hat auch nicht vergessen, wie gut man im letzten Heimspiel gegen den Tabellenfünften FC Sonthofen aussah - und wie dieses Spiel ausgegangen ist (2:1).

Die Erlbacher wissen, dass sie mithalten können

Service:

"In Rosenheim haben wir uns vielleicht erst zu spät etwas zugetraut. Und uns mit dem dummen Elfmeter in der ersten Halbzeit selbst geschlagen. Aber in der zweiten Hälfte hatten wir auch 25 Minuten, auf denen man aufbauen kann.", findet ein zuversichtlicher Erlbach-Coach Robert Berg. Angesichts dieser Phase und des Heimspiels gegen Sonthofen, wisse die Mannschaft, das sie auch mit den Topteams der Liga mithalten könne. Wenn dann noch das gewisse Quentchen Fortune dazu komme, sei immer alles möglich.

"Klar ist der Kader von Heimstetten besser besetzt. Aber wir können dem SVH das Leben schwer machen! Dass wir die Qualität haben, in dieser Liga mitzuspielen und auch die Teams von oben zu schlagen, haben wir bewiesen. Wenn man sich ansieht, wieviele Spiele wir mit nur einem Tor Differenz verloren haben, waren wir immer nah dran und dabei." analysiert der Coach: "Es ist doch so. Die Liga ist so verdammt eng. Ein Team wie wir kann da gegen jeden verlieren. Andererseits ist es aber auch so, dass mit Sicherheit keiner gerne gegen und schon gar nicht bei uns spielt!".

Von einer Niederlage gegen ein Top-Team geht die Welt nicht unter

Auch Niederlagen wie die vom vergangenen Wochenende wisse man realistisch einzuschätzen. "In unserer Situation darf man sich davon nicht verrückt machen lassen. Manchmal fehlt ein wenig Glück, manchmal ist der Gegner eben doch besser - und dann verliert man auch mal so ein Spiel. Davon geht die Welt nicht unter! Dann geht es im nächsten Spiel weiter. Aber zwei bis drei weitere Punkte aus den Spielen gegen die besser platzierten Teams täten uns schon noch gut.", meint Berg mit Blick auf das Restprogramm und die Aussicht darauf, mit einer möglichst guten Ausgangslage in die abschließenden Spiele gegen die direkte Konkurrenz zu gehen: "Wir dürfen uns nicht ausschließlich auf diese Spiele gegen die direkten Kontrahenten verlassen. Denn auch die müssen erstmal gewonnen werden. Und das kann einem keiner garantieren.".

Ein wenig mehr Gelassenheit vor den finalen Partien wollen sie sich also erspielen, die Erlbacher. Und mit dem eigenen Publikum im Rücken, der nötigen Konzentration und dem Vertrauen auf die eigenen Stärken sollte das auch möglich sein für die Berg-Truppe. Auch gegen einen SV Heimstetten, der seit Saisonbeginn zu den Aufstiegsfavoriten gehört. Verstecken muss sich das Team aus dem Holzland bestimmt nicht. Auswärts ist ihnen ja schließlich in der Hinrunde auch ein Unentschieden gegen den SVH geglückt (2:2). Und sie haben erst eine Viertelstunde vor Schluss den Ausgleich hinnehmen müssen.

Die neue mentale Stärke hat Erlbach sich hart erarbeitet

Und vielleicht ist eine Serie von Spielen gegen die oberen der Tabelle zum jetzigen Zeitpunkt sogar gar nicht verkehrt. Schließlich wird kaum einer mit der Erwartungshaltung an sie herangehen, dass man die Spiele unbedingt gewinnen muss. Somit herrscht momentan vielleicht auch (noch) nicht ganz soviel Druck, der ja bekanntlich auch lähmen kann. Dass dem so ist, haben sich die wackeren Erlbacher in einer sensationellen Woche an Ostern, mit gleich drei Siegen innerhalb einer Woche, erkämpft und verdient.

Und zum latent vorhandenen Dauerdruck in der aktuellen Situation meint Berg nur: "Druck ist da. Immer. Aber das kennen wir ja gar nicht anders in dieser Saison. Und dass wir damit umgehen können, sieht man ja. Wir sind immer noch da. Und spielen voll um den Klassenerhalt mit. Auch wenn uns manche schon mehrfach abgeschrieben haben.".

"Aus Rosenheim für Erlbach" und umgekehrt

Pikanterweise - aus Inn/Salzach-Sicht - könnten sich die Erlbacher und der TSV 1860 Rosenheim an diesem Spieltag gegenseitig Schützenhilfe leisten. Die Holzland-Elf spielt gegen Sechzigs direkten Widersacher Heimstetten, die Rosenheimer reisen zum nur einen Punkt hinter dem SVE liegenden FC Pipinsried. Den einen Teil der Antwort auf die Frage, ob dies gelingt und die Jungs vom SV Erlbach einem weiteren Favoriten Punkte abtrotzen können, gibt es am Sonntag ab 14:30 im heimischen Raiffeisen Sportpark. Man darf gespannt sein. Denn Erlbach ist immer für eine Überraschung gut.

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