PM: Individuelle Fehler bringen Wasserburg auf die Verliererstraße

Herber Dämpfer für Wasserburg: Löwen eliminieren sich selbst

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Sah einen enttäuschenden Auftritt seiner Löwen: Leo Haas.

Landsberg - Einen gebrauchten Tag erwischten die Wasserburger Fußballer bei ihrem Gastspiel in Landsberg. Gegen keineswegs überragende Hausherren war die bis dato so starke Mannschaft von Leo Haas zu unkonzentriert, um Zählbares mit nach Hause zu nehmen. 

Das Unheil nahm bereits nach zwei Minuten seinen Lauf, als Sebastian Weber einen eigentlich harmlosen Diagonalball im eigenen Strafraum unbedrängt vor die Füße von Philipp Siegwart stoppte. Der gerade von einer Verletzung zurückgekehrte Außenstürmer nahm das Geschenk dankend an und versenkte zum 1:0. 

In der fünften Minute unterlief dann sogar Matthias Haas ein folgenschwerer Fehler. Wie so oft bauten die Löwen nach dem Abschlag im Fünfmeterraum auf, doch Haas wurde geblockt, das Leder landete bei Alessandro Mulas und dieser schob zum 2:0 ein. Dass Landsberg in der Defensive Probleme hat, hat sich auch nach dem Trainerwechsel nicht geändert. So lief Robin Ungerath nach einer Viertelstunde allein auf Patrick Rösch zu und wollte uneigennützig auf Markus Hartl ablegen. Der Pass kam jedoch nicht an, zudem stand Hartl im Abseits. 

In der Folge zischten Schüsse von Ungerath und Barthuber knapp am langen Pfosten vorbei. Bei einem Anschlusstreffer wäre das Spiel wieder offen gewesen. Ein weiterer individueller Fehler kurz vor dem Seitenwechsel begrub jedoch die Wasserburger Hoffnungen. Alessandro Mulas wurde nach einem Ballgewinn im Mittelfeld steil geschickt und behielt abermals frei vor Zmugg die Nerven (43.). Seit Jahren erzielte keine Mannschaft so leichte Tore gegen Wasserburg.  

„Jetzt muss auch der Letzte begriffen haben, dass wir in der Bayernliga nicht gewinnen können, wenn wir mental und körperlich nicht bei 100 Prozent sind“, so ein konsternierter Leo Haas. Es fehlte an diesem Abend in Landsberg alles, was den Aufsteiger bis dahin ausgezeichnet hatte. Kein Miteinander in der Defensive, kein Miteinander in der Offensive. Symptomatisch für den lethargischen Wasserburger Auftritt war der Kopfballtreffer von Orkan Tugbay in der 69. Minute zum 4:0.

Tugbay ist lediglich 1,68 Meter groß, setzte sich aber in der Luft gegen seinen Widersacher durch. „Man darf jetzt nicht alles schlecht reden, wir haben bis dato 19 Punkte geholt. Das ist ordentlich, aber dieses Spiel muss uns eine Lehre sein“, lautete das Fazit von Leo Haas.  

Wasserburg: Zmugg, Stephan, Matthias Haas, Lindner (ab 46. Drath), Knauer, Dominik Haas (ab 59. Scheitzeneder), Hain (ab 46. Krasniqi), Hartl, Barthuber, Ungerath 

Tore: 1:0 Philipp Siegwart (2.), 2:0 Alessandro Mulas (5.), 3:0 Alessandro Mulas (43.), 4:0 Orkan Tugbay (69.) 

Schiedsrichter: Stefan Dorfner 

Zuschauer: 430 

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Pressemitteilung TSV 1880 Wasserburg jah

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