Keine Tore an der Jahnstraße

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Markus Einsiedlers Kopfball kurz vor Ende war nicht erfolgreich

Gegen die DJK Vilzing erreichte 1860 immerhin ein Remis

aus dem Rosenheimer Jahnstadion berichtet Max Böning

Dass die Sechziger unbedingt wieder einen "Dreier" einfahren wollten, ist dem kompetenten Zuseher wohl schon beim Warmmachen aufgefallen. Kapitän Christoph Wallner peitschte schon vor Spielbeginn um 14 Uhr seine Mitspieler an, sodass man meinen könnte, der Referee habe längst angepfiffen.

Abseitsentscheidung nach zwei Minuten

Und so startete der TSV auch richtig gut in die Partie gegen die DJK Vilzing. Bereits in der zweiten Minuten zappelte das Leder im Netz von Michael Riederer, Schlussmann der Oberpfälzer. Doch das Schiedsrichter-Gespann um Andreas Hartl aus der Dreiflüssestadt Passau erkannte eine Abseitsposition von Jokic. Dem vorrausgegangen war ein feiner Pass von Wallner.

Nur wenige Sekunden später stand Slaven Jokic erneut vor dem Tor des Aufsteigers und machte alles richtig - fast, denn der Ball setzte Zentimeter neben dem Gehäuse auf der Torauslinie auf. Mit einem Treffer nach nur so kurzer Spielzeit hätte sich die Partie wohl anders entwickelt.

Auf Seiten der Rosenheim konnte man mit dem weiteren Verlauf sehr zufrieden sein, die Peltram-Schützlinge legten eine gesunde Portion Aggressivität an den Tag und störten die Gäste früh bei jeder Ballannahme. So hatte es die Elf von Coach Sepp Beller schwer, ein eigenes Angriffsspiel aufzuziehen. Nur in der 14. konnte DJK-Goalgetter Dietl einen Kopfball weit neben den Kasten setzen. 1860 machte Druck und kam unter anderem immer wieder durch  Knezevic, der sich auf der linken Außenbahn freispielte, zu einigen Gelegenheiten - nur eben keine "Hundertprozentigen" erspielten sich die Rothosen.

Kaum Fehler in der 1860-Defensive

Nach dem Seitenwechsel schien die Mannschaft von Patrik Peltram für kurze Zeit den Zugriff auf die Bayernliga-Begegnung zu verlieren. Markus Dietl zeigte dann, warum er ein Torjäger ist, und tauchte aus dem Nichts vor Patrick Schropp auf (63). Doch der 1860-Torwart konnte zur Ecke klären. Generell zeigte sich die Rosenheim Hintermannschaft hinten sehr gut sortiert und musste bis auf einige Ausnahmen kaum gefährliche Angriffe der Auswärtself beklagen. Besonders Marvin Torvic, der wieder in der Startelf stand, machte seine Sache hinten sehr gut, dirigierte seine Teamkollegen und gewann jedes Kopfballduell.

In den Schlussminuten versuchte es der TSV erneut, den so wichtigen Sieg einzufahren, doch bis auf einen Kopfball von Markus Einsiedler und einen Schuss vom heute etwas glücklos agierenden Jokic ergaben sich keine gefährlichen Torraumszenen mehr im Rosenheimer Jahnstadion.

Nächste Woche spielfrei für die Rosenheimer

Der "60-Trainer", Patrik Peltram, lobte nach den 90 Minuten seine Truppe. "Wir haben heute wieder mit sehr viel Engagement gespielt", dennoch könne er mit nur einem Punkt "einigermaßen zufrieden sein". Die Zielvorgabe vor dem Spiel war klar: Gegen Vilzing sollte ein Sieg her. Einen Vorwurf macht der A-Lizenz-Inhaber seinen Schützlingen auch nicht, denn seine Truppe habe "erneut aufopferungsvoll gekämpft".

Da der 1860 Rosenheim am nächsten Wochenende spielfrei hat, kommt Peltram entgegen. "Die kleine Auszeit tut uns und den derzeit angeschlagenen Spielern sehr gut." In 13 Tagen kommt es zu einem weiteren Krimi im Jahnstadion: Mit dem SV Raisting gastiert dann eine Mannschaft in der Innstadt, die auch in der Gefahrenzone steht.

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