1:0-Sieg: BFV-Zahlendreher kann Kolbermoor nicht stoppen

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Gut für den SV-DJK Kolbermoor, dass das Internet keine Tatsachenentscheidungen fällt! Die BFV-Ergebnismeldung besagte am Karsamstag, dass der SC Baldham-Vaterstetten in der Bezirksliga Ost mit 1:0 gegen Kolbermoor gewonnen habe. Doch dabei handelte es sich um einen Zahlendreher, denn in Wahrheit waren es die von Jochen Reil gecoachten Gäste, die den 1:0-Sieg eingefahren hatten. Damit hat Reils Truppe den SCBV zugleich auch in der Tabelle überholt.

Der Heimmannschaft wurde also wieder zum Verhängnis, was sie schon lange als Handicap begleitet: das Unvermögen, Tore zu erzielen. Erst drei Treffer haben die Baldhamer seit der Winterpause markiert, und auch an diesem Samstag blieben sie in der Offensive harmlos, obwohl sie ansonsten kein schlechtes Spiel machten. Kolbermoors Torwart Marcel Feret wurde nie ernsthaft auf die Probe gestellt. Reil wertete das auch als Verdienst seiner Hintermannschaft: „Wir haben Baldham nichts geschenkt, sondern sind hinten kompakt geblieben.“

Im anderen Sechzehner wurde es dagegen zumindest hin und wieder brenzlig. Die erste Großchance für den SV-DJK hatte Patrick Eder, der nach Vorlage von Franz-Xaver Pelz bei einem Alleingang scheiterte (28.). Etwas später (35.) bediente Alex Schlosser den Kapitän Pelz, dem es gelang, den Baldhamer Torhüter zu umdribbeln – dann aber wurde der Winkel zum Tor zu spitz, und letztlich konnte ein Verteidiger am Fünfer-Eck klären. So ließ der erste und einzige Treffer des Nachmittags bis kurz vor der Halbzeitpause auf sich warten. Er fiel nach einem Spielzug über Kolbermoors linke Seite, an dessen Ende Pelz in die Tiefe auf Armagan Akdogan durchsteckte. Dieser gewann am Strafraumeck noch einen Zweikampf, ehe er den Ball flach ins lange Eck beförderte (42.): sein völlig verdientes erstes Punktspieltor für Kolbermoor.

In beiden Halbzeiten blieb die Partie auf gehobenem Niveau und verlor auch nicht an Spannung, da der SV-DJK es versäumte, seinen Vorsprung auszubauen. „Es war insgesamt ein sehr leidenschaftliches Spiel, auf beiden Seiten mit hohem Aufwand betrieben“, erklärte Reil. Am nächsten kam dem 0:2 Alex Schlosser, dessen Kopfball nach einem Eckstoß von Pelz die Latte streifte (59.). Gerade in der Schlussphase hätten die Gäste eigentlich nachlegen müssen. Aber diesmal machten ihre vergebenen Chancen keinen echten Unterschied, anders als etwa in der Vorwoche gegen Miesbach. Wenn es also für die Sieger überhaupt einen Wermutstropfen gab, dann war es der Zahlendreher im Internet … (har)

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