Ampfing klopft nach 1:0 über Baldham ans Tor zur Landesliga 

Traumtor beschert Ampfing den Sieg im absoluten Spitzenspiel!

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Torschütze Ivan Pete und Flankengeber Waldemar Miller feiern euphorisch das Tor des Abends.

Willkommen zurück an der Spitze! Der TSV Ampfing hat sich am Freitagabend die Tabellenführung in der Fußball-Bezirksliga Ost mit einem 1:0-Sieg über den bisherigen Primus SC Baldham-Vaterstetten zurückgeholt und hält jetzt alle Trümpfe in Sachen Landesligaaufstieg in der Hand. Das Tor des Abends erzielte vor gut 300 Zuschauern Ivan Pete mit einer fulminanten Direktabnahme (75.).

Letztmalig standen die Ampfinger am 14. Spieltag ganz oben, ehe sie nach einem kleinen Durchhänger in die Rolle des Jägers schlüpfen mussten. Nach dem knappen, aber unterm Strich verdienten 1:0 gegen Baldham hat die Mannschaft von Trainer Jochen Reil einen Punkt Vorsprung auf den direkten Konkurrenten und noch ein Spiel in der Hinterhand. „Entschieden ist noch längst nicht“, so Reil, der sich diebisch über den Sieg freute.

Nach den ersten 45 Minuten, in den die Gäste drei Halbchancen durch Ljeotrim Sekiraqa, Stefan Schmalz und Oldie Andreas Schmalz hatten, die Marcell Arnold und Ivan Zivkovic entschärfen konnten, sah es noch nicht nach einem Erfolg für die Hausherren aus. In einer schnellen Partie mit vielen Zweikämpfen im Mittelfeld besaßen die Gäste leichte Vorteile, doch das änderte sich nach dem Seitenwechsel, als Reil erstmalig Neuzugang Daniel Toma ins Rennen schickte, der für eine spürbare Belebung des Ampfinger Angriffsspiel sorgte, dabei aber viel Pech hatte, als er einen Freistoß aus 18 Metern an die Latte setzte (68.) und in der 82. Minute nach einer schönen Einzelleistung den Pfosten traf (87.).

„Ampfing war in der zweiten Halbzeit doppelt besser als wir in der ersten Hälfte“, gestand Baldhams Trainer Gzim Shala, dessen Team nach der 0:1-Niederlage gegen Forstinning nun zwei Mal in Folge leer ausgegangen ist: „Das ist natürlich ärgerlich, aber eine Entscheidung um die Meisterschaft war das noch nicht.“ Reil hatte in der Pause auch taktisch etwas umgestellt und seinen Spielern die Fehler der ersten Hälfte dargelegt: „Das hat dann in der zweiten Halbzeit ganz gut funktioniert.“ Shala befand sogar: „In den ersten 20 Minuten nach der Pause hat uns Ampfing an die Wand gespielt. Da sind wir überhaupt nicht mehr klar gekommen. Nadil Buljubasic haben wir dann überhaupt nicht in Griff gekriegt.“ Die erste gute Möglichkeit leitete aber Christian Richterein, wobei Toma in letzter Sekunde abgedrängt (58.) wurde, ehe ein Schuss des rumänischen Mittelstürmers nach einem Solo von Buljubasic zur Ecke abgefälscht wurde (73.).

Dem Tor des Tage ging ein kapitaler Fehler der Gäste im Aufbau voraus, Waldemar Miller zog am rechten Flügel davon und seine präzise Flanke donnerte Pete mit dem Innenrist aus 20 Metern an die Unterkante der Latte, von der sich der Ball ins Tor senkte – ein echter Kunstschuss! Riesenjubel bei den Hauherren, die es in der Folge versäumten den Vorsprung auszubauen, aber auch die Schlussoffensive der Münchner Vorstädter unbeschadet überstanden. „Ein 1:0 ist immer brandgefährlich, aber ich hatte trotzdem nicht das Gefühl, dass Baldham noch ein Tor schießen würde“, so Reil, während Ampfings Ex-Coach Shala erklärte: „Unsere Hinspielniederlage habe ich als ungerecht empfunden, der Sieg heute war aber völlig verdient. Ampfing war einfach besser als wir.“

TSV Ampfing: Zivkovic – Aigner, Zulj, Alemi, Richter – Miller (90. + 1 Bauer), Arnold – Buljubasic, Salihbasic, Selimovic (46. Toma) – Pete (90. Akdemir). Trainer: Reil.

Tor: 1:0 Pete (75.)

Schiedsrichter: Gitopoulos (FC Bayern)

Zuschauer: 300.

Gelb: Alemi, Toma, Pete, Buljubasic– Kreissl, Jakob.

MB.

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