Beinschuss-Interview der Woche

Endorfs neuer Vorstand Kleinekathöfer: „Jugendförderung ist unser Hauptziel“

Philipp Kleinekathöfer beerbt Alexander Neiser als neuen 1. Vorstand des TSV Bad Endorf.
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Philipp Kleinekathöfer beerbt Alexander Neiser als neuen 1. Vorstand des TSV Bad Endorf.

Bad Endorf - Alexander Neiser war neun Jahre lang 1. Vorstand des TSV Bad Endorf. Nun wechselte er zum TSV 1860 Rosenheim und seine Nachfolge tritt Philipp Kleinekathöfer an, der zuvor 2. Vorstand war. Im Interview der Woche stellte sich Kleinekathöfer den Fragen von beinschuss.de.

Nach neun Jahren gibt es einen Wechsel in der Vorstandschaft des TSV Bad Endorf. Philipp Kleinekathöfer beerbt Alexander Neiser, der in die Abteilungsleitung des Regionalligisten TSV 1860 Rosenheim gewählt wurde. Kleinekathöfer war sieben Jahre lang Neisers Stellvertreter und tritt nun in seine Fußstapfen.

beinschuss.de hat mit dem neuen 1. Vorstand Kleinekathöfer über seinen Vorgänger und seine Ziele mit dem TSV Bad Endorf im beinschuss-Interview der Woche gesprochen.

Hallo Herr Kleinekathöfer, noch steht die offizielle Wahl zum 1. Vorstand aus. Wann sollen diese stattfinden?
Philipp Kleinekathöfer: Wir haben haben überlegt, ob wir die Wahlen vorziehen sollen. Wir haben uns aber aufgrund der Corona-Pandemie und der ganzen Hygieneauflagen dagegen entschieden. Deshalb findet die Wahl wie geplant im Mai statt.
Ihr Vorgänger Alexander Neiser hat in den neun Jahren einiges erreicht und im Verein verändert. Wie groß sind die Fußstapfen in die Sie nun treten?
Kleinekathöfer: Sehr groß! Wir wissen, was wir ihm zu verdanken haben und sind ihm sehr dankbar, für das was er hier geleistet hat. Hat er bei Null angefangen, hat frischen Wind in den Verein gebracht und ein tolles Team um sich herum aufgebaut. Ohne ihn würden wir jetzt nicht da stehen, wo wir sind. Wir wünschen ihm viel Glück in Rosenheim.
Werden Sie sich ab und zu Mal Tipps von ihm geben lassen?
Kleinekathöfer: Alex ist mein Nachbar und wir sind beste Freunde. Deshalb kommt er oft rüber und wir trinken gemeinsam ein Bierchen, er weiß wo mein Kühlschrank steht (lacht). Von daher kann ich ihn jederzeit fragen.
Kommen wir zu Ihnen. Sie waren selbst sieben Jahre 2. Vorstand. Wie sieht nun das Team hinter Ihnen aus?
Kleinekathöfer: 2. Vorstand wird Andreas Garhammer, der aktuell ja noch selber auf dem Platz aktiv ist. 3. Vorstand wird Stefan Ganserer, der gleichzeitig auch Kassier bleiben wird. Der Rest des Teams bleibt so, wie es davor war.
Kommen wir zum Sportlichen und mit Blick auf die 1. Mannschaft. Wohin soll es die nächste Jahre mit dem TSV gehen?
Kleinekathöfer: In dieser Saison hat der Klassenerhalt absoluten Vorrang. Wir wollen auch die nächsten ein bis zwei Jahre in der Bezirksliga bleiben. Und dann wollen wir sehen, auch im Hinblick auf die Jugendspielen die rauskommen, welche Qualität wir im Kader haben und ob wir oben angreifen können. Ziel sollte es sein, dass wir in ein paar Jahren um den Aufstieg in die Landesliga mitspielen.
Wird der TSV Bad Endorf dafür Geld in die Hand nehmen?
Kleinekathöfer: Nein das wollen und werden wir nicht. Das macht die Aufgabe natürlich umso schwerer. Unserer Spiele bekommen weiterhin kein Geld, nur eine Kilometer-Pauschale. Das wollen wir so fortführen. Denn vor 15 Jahren haben wir schon einmal versucht, mit Geld erfolgreich zu sein und das hat uns dann das Genick gebrochen.
Die 2. Mannschaft spielt aktuell nur in der B-Klasse. Ist das mit Blick auf das Ziel mit der 1. Mannschaft zu wenig?
Kleinekathöfer: Ja ganz klar, der Unterschied von der B-Klasse in die Bezirksliga ist enorm. Deshalb wollen wir mit unserer Zweiten mindestens bis in die Kreisklasse aufsteigen. Die Spieler, die nicht in der Ersten zum Zug kommen, sollen in der Zweiten Spielpraxis sammeln und sich dort weiterentwickeln. Darum ist es wichtig, dass der Liga-Unterschied nicht so gewaltig ist. Aktuell sind sie Tabellendritter, das Ziel ist in dieser Saison ganz klar die A-Klasse.
Die Jugendarbeit beim TSV Bad Endorf ist seit Jahren gut. Wie sieht hier der weitere Weg aus?
Kleinekathöfer: Wir wollen in Zukunft unsere Jugend noch mehr fördern, um sie dann in den Herrenbereich hochzuziehen. Das ist unser Hauptziel und dazu wollen die Förderung noch mehr ausbauen. Dieses Jahr kamen drei Spieler aus der A-Jugend, die jetzt einen Stammplatz in der Ersten haben. Das ist ein super Zeichen und unserer Trainer Franz Pritzl achtet sehr darauf, die Jungen ins Team einzubinden. Im kommenden Jahr kommen acht Jugendspieler in den Herrenbereich. Wir sind also super aufgestellt.
Wo wird für Sie in Zukunft noch das Hauptaugenmerk legen?
Kleinekathöfer: Wir wollen, dass sich alle Spieler mit dem TSV Bad Endorf verbunden fühlen und wir noch mehr Verantwortung an die Spieler abgeben. Außerdem sollen unsere Jugendtrainer vermehrt auf Schulungen gehen. Denn nur mit gut ausgebildeten Coaches können wir auch unsere Jugendspieler optimal fördern. Das wird ein spannender Weg.
Herr Kleinekathöfer wir wünschen Ihnen viel Erfolg und vielen Dank für das Interview.

ma

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