Bad Endorf gibt Führung aus der Hand

„Ein ganz wichtiger Sieg“ - Saaldorf gewinnt durch zwei ganz späte Tore

Die Endorfer freuen sich über das 1:0. Doch am Ende fahren so ohne Punkte nach Hause.
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Die Endorfer freuen sich über das 1:0. Doch am Ende fahren so ohne Punkte nach Hause.

Saaldorf-Surheim - Die letzten zehn Minuten entschädigten für die zuvor schwachen 80. Minuten. Erst geht der Gast aus Bad Endorf in Führung, doch der SV Saaldorf dreht in einer irren Schlussphase noch die Partie und gewinnt am Ende mit 2:1.

Beim TSV Bad Endorf fehlten einige Leistungsträger, so waren Christian Heinl, Andreas Garhammer und Christoh Ganserer nicht dabei in Saaldorf. Sowohl Saaldorf als auch Bad Endorf brachten dringend Punkte, um nicht tiefer in den Tabellenkeller zu rutschen. Vom Start weg sah man beiden Teams an, dass sie nervös waren und das Spiel enorm wichtig war.

Das Spiel war geprägt von Fehlpässen

„Die erste Halbzeit war geprägt von Fehlpässen“, sagt Saaldorfs Coach Pascal Ortner nach der Partie gegenüber beinschuss.de. „Das war kein Spiel auf Bezirksliga-Niveau.“ In der 36. Minute hatte Bad Endorf Glück, dass Schiedsrichter Florian Gebert nicht auf den Punkt zeigte. Nach einer Flanke war Felix Großschädl früher am Ball als Endorfs Torwart Tobias Pappenberger, der den Saaldorfer anschließend im Gesicht traf. „Den kann man durchaus geben“, gibt Endorfs Pressewart Michael Huber zu. „Da hatten wir Glück."

In der zweiten Halbzeit kam Saaldorf besser aus der Kabine und konnte sich Chancen erarbeiten, doch die Fehlpass-Quote war auf beiden Seiten hoch und so kam kein Spielfluss auf. Auch der TSV zeigte sich nun vorne, aber wurde nicht zwingend genug. Dann brach die Schlussphase an und die hatte es in sich. In 79. Minute zeigte Schiedsrichter Gebert nach einem Foul von Hillebrand an Mayer auf den Punkt. „Den kann man geben“, findet Ortner. Gentian Vokri ließ sich diese Chance nicht nehmen und brachte Endorf in Führung.

Saaldorf gelingt in der Nachspielzeit das 2:1

Saaldorf versuchte anschließend alles und wurden am Ende belohnt. Nach einem langen Einwurf in der 89. Minute von der rechten Seite in den Strafraum wurde der Ball von einem Saaldorfer verlängert. In der Mitte kam Portenkirchner aus fünf Metern zum Kopfball und nickte den Ball zum 1:1-Ausgleich ein. Nur zwei Minuten später jubelte der SVS erneut. Nach einer langen Freistoßflanke bekamen die Endorfer den Ball nicht geklärt. Plötzlich landete der Ball vor den Füßen von Hauser, der aus elf Metern ins lange Eck traf. „Den Freistoß darf es gar nicht geben, weil es nie und nimmer ein Foul war“, haderte Huber nach der Partie über den Gegentreffer in der Nachspielzeit. Am Ende blieb es beim 2:1 für Endorf.

„Ziel bleibt der Klassenerhalt“

„Das ist eine ganz bittere Niederlage für uns. Wir dürfen dieses Spiel nicht mehr aus der Hand geben. Wir wollten hier einen Punkt holen, das ist uns aber leider nicht gelungen“, so Huber.

Der TSV ist mit 35 Punkten Tabellensiebter und hat sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. „Unser Ziel ist und bleibt der Klassenerhalt“, stellt Huber noch einmal klar.

„Wir können jetzt ein wenig durchatmen“

Saaldorfs Trainer Ortner war nach dem Spiel erleichtet. „Das war ein ganz wichtiger Sieg für uns. Die Mannschaft hat einmal mehr wieder Moral gezeigt, darauf bin ich sehr stolz. Jetzt können wir ein wenig durchatmen. Auch den Zuschauern hat man heute angemerkt, wie wichtig dieses Spiel ist. Dennoch wird es da unten bis zum Schluss spannend bleiben, weil die Liga vor allem in diesem Jahr sehr eng ist.“ Saaldorf ist nun einen Punkt hinter Endorf auf Rang acht.

Beide Teams haben am kommenden Wochenende frei, dann geht es mit dem Ligapokal los. „Wir hätten es lieber gehabt, wenn wir die Saison so lange es geht weitergespielt hätten“, waren sich beide Coaches nach der Partie einig. „Dennoch werden wir den Ligapokal ernsthaft angehen." Saaldorf trifft dann in zwei Wochen auf Freilassing, Endorf reist zum TSV Teisendorf.

ma

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