53-Jährige verlässt Freilassing früher als gedacht

"Spannende und reizvolle Aufgabe" - Pritzl ab sofort Trainer des TSV Bad Endorf

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"Für mich im Vordergrund steht aktuell die Mannschaft und den Verein kennen zu lernen", sagt Bad Endorfs neue Trainer Franz Pritzl.

Bad Endorf - Bereits Anfang April wurde bekannt, dass Franz Pritzl den ESV Freilassing am Ende der Saison verlassen und sich dem TSV Bad Endorf anschließen wird. Nun aber wird der Wechsel früher vollzogen.

Die Pressemeldung im Wortlaut:

Franz Pritzl ist ab sofort nicht mehr Chefanweiser beim Fußball-Bezirksligisten in Freilassing, sondern wird künftig im Kurort Bad Endorf an der Linie das Zepter in Händen halten.

Wechsel nach Spielzeit stand schon fest

Dass der Wechsel nach der laufenden Spielzeit stattfinden würde, war bereits vermeldet worden. Dass Pritzl nun bereits während der Spielzeit die Fronten innerhalb der Bezirksliga-Ost wechselt, lag an einer Veränderung auf Freilassinger Führungsebene. Nachdem sich die Eisenbahner vom Sportlichen Leiter Alfons Rehrl getrennt hatten, wollte die neue Führung gleich einen kompletten Neuanfang wagen - nicht nach dem Gusto von Pritzl, der mit dem Tabellendritten ja noch um den Aufstieg kämpfte. "Es war eigentlich ausgemacht, dass wir die neun Spiele noch fertig machen. Eine Zusammenarbeit macht aber keinen Sinn, wenn die sportliche Leitung einen Neuanfang möchte und ich die Saison sportlich erfolgreich beenden will." 

Pritzl: "Bedingung war aber, dass sich die Endorfer mit dem bisherigen Trainer einigen" 

Durch die Trennung war der Weg frei, um die Verbindung zwischen dem Trainer und dem TSV sofort zu starten. "Meine Bedingung war aber, dass sich die Endorfer mit dem bisherigen Trainer einigen - ansonsten hätte ich halt Pause gemacht", sagt Pritzl. Im Kurort hatte Hans Rupp dem Verein geholfen und war im Winter eingesprungen. "Er hat die Jungs konditionell herangebracht und mit ihnen eine gute Vorbereitung absolviert", so Endorfs Abteilungsleiter Alexander Neiser - ein Bezirksligapunktspiel war Rupp aber nicht gegönnt, da machte Corona einen Strich durch die Rechnung. 

"Froh und dankbar, dass uns Hans geholfen hat" 

Weil der Vertrag mit Rupp nur bis Ende Mai datiert war und sich der Trainer bereit erklärte, seinen Platz für Pritzl wieder zu räumen, konnte nun der Trainerwechsel im Kurort vollzogen werden, "Wir sind sehr froh und dankbar, dass uns Hans geholfen hat. Wenn wir aber die Möglichkeit haben, Franz Pritzl sofort zu bekommen, dann wollen wir das auch umsetzen", so Neiser weiter. 

Pritzl: "Will Verein und Mannschaft kennenlernen" 

Im Gespräch mit Endorfs Pressesprecher Huber sagte Pritzl, "Für mich im Vordergrund steht aktuell die Mannschaft und den Verein kennen zu lernen. Von der Abteilungsleitung bin ich bisher super aufgenommen worden und freue mich jetzt schon riesig auf die spannende und reizvolle Aufgabe in Bad Endorf. Die aktuelle Tabellen-Situation ist derzeit für mich Nebensache, man muss schauen wie sich die ersten Spiele entwickeln. Im Vordergrund sollte jedoch der Klassenerhalt stehen, ehe man die Augen nach vorne spitzt. Wir starten alle im September von neuem, jeder Verein versucht den besten Start hinzulegen, da ist es schwierig eine richtige Aussage zu treffen." 

Mitte Juli beginnt der Trainingsstart 

Der TSV und Pritzl haben sich darauf verständigt, Mitte Juli wieder mit dem Training zu starten. "Das ist dann eine komplette Vorbereitung, wie auf eine neue Saison", sagt Alexander Neiser. Das Kurort-Ensemble steht derzeit auf dem siebten Tabellenplatz, nur vier Zähler hinter Freilassing. Und es wäre Ironie des Schicksals, wenn Pritzl mit seinem neuen Team beim direkten Aufeinandertreffen am vorletzten Spieltag im Kurort den Grenzstädtern vielleicht alle Aufstiegsambitionen vermiest - eine im Fußball nicht unübliche Geschichte.

Pressemitteilung TSV Bad Endorf




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