Gastgeber glichen zwischenzeitlich aus

„Ein hartes Stück Arbeit“ - Freilassing besiegt Waldkraiburg spät

Zweikampf aus dem Spiel VfL Waldkraiburg - ESV Freilassing
+
Der Torschütze zum erlösenden 2:3: Maik Gunawardhana (weiß) im Zweikampf gegen Flavius Cuedan.

Waldkraiburg - Die Waldkraiburger bewiesen zwar viel Moral und glichen die Freilassinger 2:0-Führung aus, am Ende setzte sich trotzdem der Favorit aus Freilassing aber doch deutlich durch.

Pressemeldung VfL Waldkraiburg

Nach dem Sieg am vergangenen Mittwoch gegen den TSV Dorfen ging es für die Waldkraiburger am Samstag gegen Freilassing erneut um Punkte in der Bezirksliga Ost. Gegen den Aufstiegsaspiranten aus Freilassing mussten sich die Waldkraiburger nach einem verschossenen Elfmeter beim Stand von 2:2 am Ende mit 2:5 geschlagen geben. Beide Tore für den VfL erzielte Berat Uzun, der auch schon am Mittwoch gegen Dorfen ein Tor erzielte.

Die beiden VfL-Tore im Video:

In der Anfangsviertelstunde entwickelte sich ein abtasten auf beiden Seiten. Die Waldkraiburger agierten diszipliniert und waren darauf aus, kein frühes Gegentor zu bekommen, was auch gelang. Den ersten Treffer der Partie erzielten dann trotzdem die Gäste aus Freilassing in Person von Denis Krojer durch einen direkt verwandelten Freistoß in der 21. Spielminute. Kurz danach musste der VfL erstmals wechseln. Für Manara kam in der 24. Minute Henry Oguti ins Spiel. Nur wenig später erhöhte der ESV auf 2:0 durch ein Eigentor von Urban Halozan. Kurz vor dem Seitenwechsel war es dann Berat Uzun, der denn VfL zurück ins Spiel brachte und den Anschlusstreffer zum 1:2 erzielte.

„Ein tolles Spiel ohne Punkte“

Mit diesem mentalen Vorteil kamen die Waldkraiburger auch wieder aus der Kabine und spielten zu Beginn des zweiten Durchgangs munter nach vorne. In der 48. Minute fiel dann auch der Ausgleichstreffer. Der Torschütze war zum zweiten Mal an diesem Tag Berat Uzun. Nach einer guten Stunde hatten die Waldkraiburger dann sogar die Chance das Spiel zu drehen und in Führung zu gehen. Nach einem Foul im Strafraum gab es Elfmeter für die Industriestädter. Domen Bozjak, der eigentlich als sicherer Elfmeterschütze gilt, scheiterte diesmal aber an ESV-Keeper Oliver Hauthaler. In der 76. Spielminute nutzen die Eisenbahner dann einen kapitalen Abwehrfehler des VfL zur 2:3 Führung aus Sicht der Waldkraiburger. Mit einem weiteren Doppelschlag in der 82. und 84. Minute entschieden die Freilassinger dann das Spiel mit dem vierten und fünften Treffer.

Ein tolles Bezirksligaspiel endete damit ohne Punkte für den VfL Waldkraiburg. Auch wenn das 2:5-Endergebnis etwas zu hoch ausfiel, reisen die Freilassinger verdient mit drei Punkten nach Hause. Die Waldkraiburger zeigten aber, nach dem Sieg gegen Dorfen unter der Woche, erneut eine gute Leistung und hätten aus dem Spiel mit etwas mehr Glück und Abgeklärtheit genau so gut mit einem oder drei Punkten hinausgehen können. Die nächste schwere Aufgabe für die Mannschaft von Toni Weichart am nächsten Samstag ist erneut ein Heimspiel gegen den VfB Forstinning.

Pressemitteilung VfL Waldkraiburg (kra)

Pressemeldung ESV Freilassing:

Bei zum Teil sonnigen Wetter fanden immerhin 100 Zuschauer den Weg in das Waldkraiburger Jahnstadion und diese wurden mit einem guten Spiel und sieben Treffern belohnt. Branislav Aleksic musste seine Elf aus dem Forstinning-Spiel auf drei Positionen krankheitsbedingt umbauen: Für Högler, Martin und Omeradzic dürften Doic, Bruno Kovac und Bruno Rintye von Beginn an ran. Högler und Omeradzic waren trotzdem im Kader und wirkten im zweiten Durchgang noch erfolgreich mit. VfL-Trainer Anton Weichhart schickte die gleiche Mannschaft auf den Platz, die schon am Mittwoch im Spiel gegen TSV Dorfen einen Dreier einfahren konnte.

Beide Teams begannen eher Verhalten, wobei die Heimelf ein wenig aktiver war, ohne jedoch richtig gefährlich zu werden. Die Gäste aus der Grenzstadt brauchten wieder ein paar Minuten um sich auf den Gegner einzustellen. Die Freilassinger hatten dann zwar mehr Ballbesitz, der letzte Pass in die Tiefe fehlte aber auch hier. Nach 20. Spielminuten bekamen die Eisenbahner in ca. 20 Meter Torentfernung einen Freistoß zugesprochen. Die Freistöße sind beim ESV Chefsache, so trat Kapitän Denis Krojer an und zirkelte den Ball über die Mauer ins lange Toreck zur 1:0-Führung.

Eisenbahner erhöhen durch ein Eigentor

Fast im Gegenzug hatte der VfL eine Riesenmöglichkeit zum Ausgleich: Nach einem Befreiungsschlag aus der VfL-Viererkette war Waldkraiburger Stürmer Berat Uzun alleine durch, hatte eigentlich nur noch viel Feld und ESV-Keeper Hauthaler vor sich, seinen Schuss aus etwa 17 Metern konnte Hauthaler aber mit einer starken Parade entschärfen. Die Antwort der Aleksic-Elf ließ nicht lange auf sich warten, in der 28. Spielminute wurde Matej Kovac auf der linken Seite in Richtung Grundlinie geschickt, seine scharfe Hereingabe lenkte VfL-Verteidiger Urban Halozan unglücklich ins eigene Netz und die Freilassinger bauten die Führung auf 2:0 aus.

Etwa zehn Minuten vor der Halbzeit verlor der ESV aus unerklärlichen Gründen den Faden, leistete sich viele einfache Ballverluste und Abspielfehler und überließ der Heimmannschaft weitestgehend das Spielgeschehen. Das wusste der VfL Waldkraiburg auszunutzen. Fünf Minuten vor der Halbzeit markierte Berat Uzun seinen ersten Treffer, eine Flanke aus dem rechten Halbfeld auf den langen Pfosten wo Uzun sträflich allein gelassen wurde, verwertete der Angreifer diesen Ball vom Torraumeck spektakulär mit einem Seitfallzieher zum 1:2-Anschlusstreffer. Mit diesen Ergebnis ging es dann auch in die Pause.

Waldkraiburg gleicht aus - Hauthaler hält Strafstoß

Die zweite Halbzeit war noch keine 180. Sekunden alt, schon besorgte Berat Uzun den Ausgleich. Nach einem Diagonalball genau auf Uzun ließ der Waldkraiburger noch einen ESV-Verteidiger aussteigen und schlenzte den Ball mit viel Gefühl ins lange Toreck, Hauthaler im Kasten streckte sich vergebens und konnte den Einschlag nicht verhindern. Jetzt schwammen die Freilassinger so richtig, bekamen den Gegner überhaupt nicht mehr in den Griff. Der VfL Waldkraiburg konnte vorerst keine richtigen Akzente vor dem Freilassinger Tor setzten, man spielte teilweise zu überhastet und versuchte auf Biegen und Brechen den Führungstreffer zu erzielen.

In der 68. Spielminute kam im VfL-Lager Freude auf, denn der Schiedsrichter entschied bei einem Zweikampf zwischen Sascha Schimag und Berat Uzun auf Strafstoß für Waldkraiburg, obwohl Freilassings Schimag klar den Ball spielte. Der erste Elfmeterschütze in Waldkraiburg ist Keeper Domen Bozjak, also kam es zum direkten Duell der Torhüter, in dem der ESV-Torwart Oliver Hauthaler die Ecke ahnte und den Ball sicher halten konnte. In den Versuch das Spiel schnell zu machen ertönt wieder ein Pfiff des Schiedsrichters: Sein Assistent zeigte an, dass sich der Freilassinger Keeper beim Elfmeter angeblich zu früh aus dem Tor bewegt hatte, nach kurzer Rücksprache wurde der Strafstoß dann doch nicht wiederholt.

Freilassing mit perfektem Endspurt

Dieser Elfmeter war für die Eisenbahner wie ein Weckruf und für die Waldkraiburger der Knackpunkt in diesen Spiel. Mit Omeradzic und Schmitzberger wurde noch mehr Tempo eingewechselt und das zahlte sich aus. In der Schlussviertelstunde spielte eigentlich nur noch der ESV und gleich zu Beginn des Endspurts markieren die Gäste die erneuerte Führung. Der eingewechselte Marco Schmitzberger sorgte in der 76. Spielminute für viel Unruhe im Strafraum der Heimelf, dabei konnten die VfLer den Ball nicht richtig klären, der Freilassinger Secher Maik Gunawardhana roch den Braten, stach dazwischen und verwertete aus fünf Metern zur vielumjubelten ESV-Führung (2:3).

In der 82. Spielminute erhöhte dann Schmitzberger selbst auf 4:2, als er eine Omeradzic-Vorlage in die Maschen befördert und nur 120. Sekunden später machen die Freilassinger mit dem 5:2 komplett den Deckel drauf, Maik Gunawardhana bediente Vasas auf der linken Seite, der zog mit Tempo in den Strafraum und legte uneigennützig auf den mitgelaufenen Amel Omeradzic ab, der dann keine Mühe hatte, den Ball im Tor unterzubringen. Nach genau 90 Minuten pfiff Pascal Hohberger die Partie ab, für die Freilassinger war es ein wichtiger Sieg, denn die direkten Konkurrenten spielten - bis auf Forstinning - allesamt Unentschieden. Somit konnten die Eisenbahner ein paar Punkte gut machen. Für die Waldkraiburger wird es dafür immer aussichtsloser, dieses Jahr die Klasse zu halten, vor allem werden die Gegner auch nicht einfacher, denn zum dritten Heimspiel in Folge kommt nächsten Samstag mit VfB Forstinning der nächste Top-Favorit.

Beim ESV Freilassing startet wieder der bewährte Ticket-Vorverkauf für das kommende Bezirksliga Spiel der ersten Mannschaft, am 10. Okotber um 16 Uhr, gegen die De Prato-Truppe von SpVgg 1906 Haidhausen.

Die Termine an der Kasse im Max-Aicher-Stadion sind:

  • Montag, 05.10.2020 von 18 - 20 Uhr
  • Mittwoch, 07.10.2020 von 18 - 20 Uhr
  • Freitag, 09.10.2020 von 15 - 17 Uhr

Achtung: Auf Grund behördlicher Anordnung dürfen maximal 200 Zuschauer die Wettbewerbsspiele verfolgen. Bis auf weiteres gilt das Prinzip, dass die ersten 200 ankommenden Besucher Zutritt zum Max-Aicher-Stadion erhalten. Dauerkarten für die Meisterschaft behalten Ihre Gültigkeit. Das Hinterlegen von Karten ist nicht möglich! Der 201. muss leider draußen bleiben - der Zutritt wird ausnahmslos verwehrt. Ein Vorverkaufsticket lohnt sich.

Pressemitteilung ESV Freilassing

Kommentare