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VfL stark - Joker Meltl erzielt späten Ausgleich für Wasserburg

Remis im Topspiel zwischen Waldkraiburg und den Löwen!

Ein heißumkämpftes Spitzenduell lieferten sich in der Bezirksliga der TSV 1880 Wasserburg und die schwarzgekleideten Waldkraiburger.
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Ein heißumkämpftes Spitzenduell lieferten sich in der Bezirksliga der TSV 1880 Wasserburg und die schwarzgekleideten Waldkraiburger.

Waldkraiburg - Im gut gefüllten Jahnstadion trennten sich Tabellenführer TSV 1880 Wasserburg und der zuvor sechs Spiele in Folge siegreiche Verfolger VfL Waldkraiburg mit einem gerechten Unentschieden. Zahlreiche Wasserburger Fans hatten erneut ihre Mannschaft begleitet und lautstark unterstützt. Auch die Bürgermeister beider Städte wollten sich das Spitzenspiel der Bezirksliga Ost nicht entgehen lassen. Letztlich über 300 Zuschauer bekamen eine packende und hochklassige Bezirksligapartie zu sehen. Am Ende trennten sich der Tabellendritte und die Löwen mit 1:1.

Die Hausherren, die zuletzt sechsmal hintereinander gewonnen hatten, gingen selbstbewusst in die Partie. Für den kranken Marko Komes rückte der 20-jährige Ferhat Kocak in die Startformation. Auch Atakan Akdemir musste wegen einer Oberschenkelzerrung passen. Für ihn spielte Franz Kamhuber im zentralen Mittelfeld.

Zu Beginn des Spieles übernahmen zunächst die Spieler des VfL das Kommando. Bereits nach sechs Minuten musste Gästekeeper Georg Haas eingreifen und zur Ecke abwehren, als sich ein Schuss von Waldkraiburgs Oliver Weichhart unangenehm auf sein Tor senkte. Darüber hinaus gelang es den Hausherren aber nicht, wirklich torgefährlich zu werden.

VfL startet flott - nach und nach übernehmen die Löwen

Im Laufe der ersten Halbzeit entwickelte sich ein munteres Spiel, in welchem die Gäste aus der Innstadt mehr und mehr das Kommando übernahmen. Klare Torchancen waren allerdings auf beiden Seiten Mangelware. Nicht unbedingt verwunderlich - auch wenn beide Teams äußerst treffsichere Offensivabteilungen vorzuweisen haben. Denn: Wasserburgs Hintermannschaft ist mit erst vierzehn Gegentreffern die beste der Liga und auch beim VfL kassierte man in den letzten sechs Spielen nur drei Gegentore.

VfL-Keeper Domen Bozjak musste im ersten Durchgang eigentlich nur einmal so richtig sein Können beweisen: Nach etwas mehr als zehn Minuten hatten sich die Gäste aus Wasserburg besser mit den teils schwierigen Platzverhältnissen zurechtgefunden - und kamen per Kopfball von Andrija Bošnjak nach Flanke von Matthias Haas zur ersten Riesenchance. Domen Bozjak, im Tor der Waldkraiburger, konnte den Ball mit einem Weltklassereflex noch zur Ecke abwehren (12.)!

Bozjak rettet Waldkraiburg die Null - wenig Torchancen

Zehn Minuten später wieder eine gute Kopfballmöglichkeit für die Löwen, doch Jean-Philippe Stephan setzte den Ball links neben das Tor. Zwischendurch hatte auch der VfL Waldkraiburg eine gute Chance in Führung zu gehen: Doch zum Pech der Platzherren und Glück für Wasserburg traf der Ugander Henry Oguti den Ball nicht richtig, so dass das Tor von Georg Haas nicht wirklich in Gefahr geriet.

Die nächste große Chance hatte erneut Stephan, der einen Traumpass von Matthias Haas in der 34. Minute nicht verwerten konnte: Er tauchte auf der rechten Seite ganz alleine vor Torhüter Bozjak auf - doch sein Heber ging weit über das Ziel hinaus.

Torloses Unentschieden zur Halbzeit - Chancenplus Wasserburg

Mit einem torlosen Unentschieden wurden schließlich die Seiten gewechselt. In der ersten Halbzeit hatten die Wasserburger spielerisch etwas besser agiert und auch ein Chancenplus zu verzeichnen gehabt, waren aber nicht zum Torerfolg gekommen. Das Spitzenspiel wurde bis hierhin seinem Etikett gerecht - denn der VfL hielt gut dagegen.

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In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel immer intensiver und umkämpfter - aber auch ruppiger. Mit Härte versuchte Waldkraiburg der spielerischen Überlegenheit der Wasserburger etwas entgegenzusetzen. Letztendlich resultierten daraus vier gelbe, eine gelbrote und eine glatt rote Karte, die der nicht immer souverän wirkende Schiedsrichter verteilen musste. Es wurde aber auch weiter Fußball gespielt.

Keri bringt Waldkraiburg mit Traumtor in Führung

Auch im zweiten Durchgang hatte der VfL zunächst den besseren Start. Oguti passte genau auf Razvan Rivis, der aus spitzem Winkel Torwart Georg Haas zu einer ersten Parade zwang. In der 69. Minute hatte VfL-Verteidiger Patrick Keri seinen großen Auftritt: Oguti flankte in den Strafraum und Wasserburgs Christoph Scheitzeneder klärte per Kopf genau vor die Füße von Keri. Dieser fasste sich ein Herz und zog aus über zwanzig Metern volley ab. Unhaltbar für Haas schlug der Ball genau im Kreuzeck zur umjubelten VfL-Führung ein! 1:0 für Waldkraiburg - ein Traumtor.

Nur drei Minuten später hatte Birol Karatepe das 2:0 auf dem Fuß, doch Löwen-Schlussmann Haas konnte dessen Freistoß per Faustabwehr zur Ecke klären. Doch die Löwen gaben sich allerdings nicht geschlagen. Allen voran Hannes Hain peitschte die Mannschaft immer wieder lautstark nach vorne, was sich letztlich auch auszahlen sollte.

Löwen kommen zurück - "Joker" Meltl sticht!

In der 75. Minute hatte Matthias Haas die große Möglichkeit zum Ausgleich, doch sein Freistoß aus zwanzig Metern verfehlte das Tor ganz knapp. In der 81. Minute fiel dann doch noch der glückliche - aber letztlich verdiente Ausgleich für den Tabellenführer: Eine Flanke von Matthias Haas wurde im Strafraum von dessen Bruder Dominik verlängert - und kam am zweiten Pfosten zum kurz zuvor eingewechselten Alexander Meltl. Dieser brauchte nur noch den Kopf hinzuhalten und es stand 1:1. Der "Edel-Joker" hatte wieder zugeschlagen.

Die Wasserburger wollten nun mehr, ihr Spiel allerdings immer wieder durch Fouls unterbrochen - die Waldkraiburger hielten widersetzten sich dem angedachten Schlussspurt des Tabellenführers mit aller Macht - und teilweise auch allen Mitteln.

Zwei Platzverweise gegen den VfL in der Schlussphase

Wegen eines eher harmlosen Foulspiels in der gegnerischen Hälfte wurde dann allerdings in der 83. Minute Waldkraiburgs Berat Uzun mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen geschickt. Die Gäste jedoch konnten die zahlenmäßige Überlegenheit nicht mehr zum Siegtreffer nutzen.

In der vierten Minute der Nachspielzeit folgte ihm dann auch Mert Lata. Der Abwehrspieler geriet nach einem harten Foul an Dominik Haas an der Außenlinie in ein Wortgefecht mit den Wasserburger Fans - und nach einer Beleidigung von Schiedsrichter Neff mit glatt Rot vom Platz gestellt. Das Spiel wurde daraufhin aber nicht mehr angepfiffen und es blieb beim leistungsgerechten 1:1 mit dem beide Teams gut leben können.

Mit dem Unentschieden können beide gut leben

Auch die Löwen können mit dem Punktgewinn zufrieden sein. Da auch die Verfolger aus Baldham-Vaterstetten und Forstinning in ihren Spielen nicht über ein Remis hinauskamen, ändert sich in der Tabelle eigentlich nichts. Allein der SV Saaldorf könnte mit einem Sieg am Sonntag beim Spiel gegen den TSV Dorfen Boden auf den Spitzenreiter gut machen und zum schärfsten Verfolger der Wasserburger avancieren.

Der VfL Waldkraiburg bleibt auch vor dem letzten Spiel, am kommenden Sonntag beim Schlusslicht TSV Ottobrunn, in der Spitzengruppe der Bezirksliga. Von den letzten dreizehn Spielen hat man nur ein einziges verloren. Diese Leistung hätten wohl selbst von den größten Optimisten nur die wenigsten den Industriestädtern vor der Saison zugetraut. Die Löwen empfangen am kommenden Freitag um 19:30 Uhr den TSV Ampfing in der Wasserburger Altstadt zum letzten Bezirksligapunktspiel, bevor es in die wohlverdiente Winterpause geht.

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cs / Pressemitteilungen VfL Waldkraiburg & TSV 1880 Wasserburg