Eder-Dreierpack entscheidet das Derby

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Ein kleines Favoritensterben gab es am Samstag in der Fußball-Bezirksliga. Miesbach verlor gegen Dorfen, Freilassing in Kastl, Traunstein kam gegen Baldham nicht über ein 0:0 hinaus. Beinahe hätte auch der SV-DJK Kolbermoor gegen den Tabellenletzten SB/DJK Rosenheim II unerwartet Punkte liegengelassen – doch mit einem Dreierpack von Kapitän Patrick Eder, inklusive Last-Minute-Siegtreffer, zitterten sich die Gastgeber auf dem Huberberg zu einem 3:2.

Dem Sportbund blieb damit der Lohn für einen couragierten Auftritt im Derby verwehrt. Dabei überrumpelte er den klar favorisierten Spitzenreiter mit einem Blitzstart. Im Zuge eines Konters legte Alban Obri mit der Brust auf Davide Guerrieri ab, bekam den Ball gleich wieder in den Lauf gespielt und schloss von der Strafraumgrenze aus sehr platziert ab (4.). Dieses frühe 0:1 machte dem SV-DJK schwer zu schaffen. Die wenigen Großchancen der ersten Halbzeit fanden zwar alle vor dem Rosenheimer Tor statt – Cesare Ratti kam nach Querpass von Michael Paccagnel einen halben Schritt zu spät zum Einschieben (13.), Martin Jablonski zielte aus über 25 Metern ein wenig zu hoch (38.).

Doch es dauerte fast bis zur Pause, ehe der Ausgleich fiel. Paccagnel schlug eine Freistoßflanke von rechts, Eder traf am ersten Pfosten per Kopf (41.). Aus Kolbermoorer Sicht fiel dieses Tor zu einem äußerst günstigen Zeitpunkt. Trotzdem konnten die Hausherren auch nach dem Seitenwechsel nicht voll überzeugen, während SB-Spielertrainer Werner Wirkner seine Defensive routiniert zusammenhielt. „Von der ersten Halbzeit zur zweiten hat sich eigentlich nicht viel geändert. Wir haben so viele Fehler gemacht, und umgekehrt hat es der Sportbund nicht schlecht gemacht“, erklärte SV-DJK-Coach Jochen Reil.

Auf beiden Seiten gab es nun viele Gelegenheiten, auch ungenutzte: einen knapp verzogenen Schuss von Christian Schnebinger (63.) und einen Lattenkopfball von Alex Both (73.) für Kolbermoor, zwei von Marcel Feret stark abgewehrte Schüsse von Johannes Schaal (65.) und Emre Aykac (76.) für Rosenheim. In Führung gingen zunächst die Gastgeber, auf Vorarbeit von Dominik Schlosser traf Eder im Nachschuss (58.). Wenig später konnte Guerrieri mit einer Einzelaktion für das 2:2 sorgen (66.). Das letzte Wort in der Nachspielzeit hatten jedoch Paccagnel und Eder. Vom einen kam eine weitere gefährliche Flanke, in deren Folge der andere zum 3:2 abstaubte. (har)

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