Erster Auswärtsdreier – VfL dreht 0:2 Rückstand nach der Pause

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Was für eine Energieleistung des VfL Waldkraiburg beim ESV Freilassing. Zur Pause stand es schon 0:2, doch nach dem Seitenwechsel konnten die Mannen von Markus Gibis den Spieß umdrehen und siegten 4:2. Der erste Auswärtssieg seit fast einem Jahr! Endlich hatte der VfL auch einmal das Quäntchen Glück, um ein Spiel zu drehen. Obwohl die Partie sehr ausgeglichen war führten die Eisenbahner 2:0 zur Pause durch Tore der beiden Goalgetter Deiter (13.) und Kojer (37.). Mit dem ersten Angriff in der 2. Halbzeit fiel der Anschlusstreffer, Nicola Novac traf bei seinem ersten Einsatz für den VfL. Innerhalb weniger Minuten drehte der VfL dann die Partie. Patrick Keri erzielte den Ausgleich (70.) und Jure Loboda die Führung (76.). Den Schlusspunkt setzte dann der Spielertrainer Markus Gibis selbst.  Er sorgte mit seiner Einwechslung für die Wende und mit dem 4:2 (83.) für die endgültige Entscheidung. Riesig war der Jubel nach dem Spiel, denn endlich wurden die Industriestädter für ihre Bemühungen belohnt.

Mit dem guten Omen, die letzten beiden Jahre nicht verloren zu haben, fuhr die Truppe von Markus Gibis nach Freilassing. Von Beginn an entwickelte sich ein flottes Spielchen. Bereits in der dritten Minute der erste Torschuss durch Patrick Keri, der aber knapp über die Latte strich. Im Gegenzug prüfte Kapitän Albert Deiter, den VfL-Torhüter Doman Bozjak. In der 6. Minute hatte Jure Loboda die Führung auf dem Fuß, er vergab aber die hochkarätige Einschussmöglichkeit. Auf der anderen Seite hätte Christian Niederstrasser um ein Haar sein Team in Front gebracht, doch er scheiterte am Fünfereck an dem überragenden Bozjak. In der 13. Minute war dieser jedoch machtlos. Nach toller Vorarbeit von Niederstrasser hämmerte Albert Deiter, aus kürzester Entfernung, die Kugel unter die Latte. Bereits fünf Minuten später hätte der Ausgleich fallen müssen, als Liviu Pantea allein auf Stefan Schönberger zu ging, aber er traf nur das ausgestreckte Bein des ESV-Goalis.

Nach einem Freistoß von Andy Balck köpfte der aufgerückte Kapitän Benny Hadzic knapp übers Tor. Kurz drauf versuchte es Balck aus der zweiten Reihe, verfehlte aber das Ziel. Dann die 37. Minute, doppeltes Pech für die Industriestädter. Nach einer gelungenen Einzelaktion von Deiter konnte sein Teamkollege Denis Kojer relativ unbedrängt das 2:0 erzielen. Zudem rutsche Wahid Alemi weg und kugelte sich dabei die rechte Schulter aus. So musste Gibis schon vor der Pause wechseln und musste mit Yves Deutsch einen noch angeschlagenen Spieler bringen. Es gab keine andere Alternative, um nicht die Viererkette komplett umzustellen. Wie die beiden Jahre zuvor lag der VfL zur Pause zurück. Beide Male hieß es am Ende unentschieden, also kein Grund zur Besorgnis.

Spielertrainer Markus Gibis reagierte erneut. Für den sich zwar bemühenden, aber wirkungslosen Manuel Kraus, wechselte er sich selbst ein. Er war ja bisher der Torgarant in Freilassing und vor ihm haben die Eisenbahner den größten Respekt. Und siehe da, gleich der erste Angriff brachte den Anschlusstreffer zum 1:2. Bei seinem ersten Einsatz für den VfL erzielte der Kroate Nikolas Novak gleich seinen ersten Treffer - ein Einstand nach Maß also. Aus knapp 18 Metern nahm er Maß und versenkte den Ball im Freilassinger Gehäuse. Nun machte der VfL Druck auf den Ausgleich und die Freilassinger konterten im eigenen Stadion. Brandgefährlich die Angriffe des ESV, gleich vierfünfmal versäumten sie es, den Sack frühzeitig zu zumachen. Erst vergab Deiter nach Vorarbeit von Marques Tavare, völlig freistehend im 16er eine 100%ige Chance (51.). Dann traf Kojer aus spitzem Winkel nur das Außennetz (54.). Den Schuss von Franz Rehl von 16er Eck kann Bozjak halten (62.). Aber sein ganzes Können zeigte er gut fünf Minuten später. Marques Tavare bediente erneut Kapitän Deiter, doch bravourös vereitelte Bozjak seinen Schuss aus aussichtsreicher Position. Beim anschließenden Nachschuss von Rehrl war er erneut zur Stelle und konnte auch diesen Versuch zu Nichte machten. Und so kam es, wie es kommen musste! Nur diesmal nicht gegen, sondern für den VfL!

Der Ausgleich in der 70. Minute. Nach einer schönen Kombination zwischen Gibis und Balck legte dieser den Ball quer in den Strafraum und Patrick Keri, der sich langsam zum Goalgetter beim VfL mausert, versenkte ihn im langen Eck. Sechs Minuten später dann sogar die Führung. Nach einem weiten Einwurf von Raimi Stuiber verlängerte Gibis den Ball an den Fünfmeterraum und Jure Loboda netzte ein. Der Bann und der Fluch, des Nichtgewinnenkönnen auf des Gegners Platz, schienen gebrochen. Denn weitere fünf Minuten später sorgte Spielertrainer Markus Gibis mit dem 4:2 für die Entscheidung. Nach einer präzisen Flanke des filigran Technikers Liviu Pantea, brauchte er nur noch seinen Kopf hinhalten, um den Ball ins Netz zu befördern. Die Freilassinger versuchten es zwar noch einmal, doch Albert Deiter scheiterte erneut zweimal. Erst an der Parade von Doman Bozjak, dann an der Latte.

 

Nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Michael Hochrinner kannte der Jubel beim VfL keine Grenzen mehr. Ausgelassen feierten die Spieler und Verantwortlichen den ersten Auswärtssieg in dieser Saison und nach fast einem Jahr. Zuletzt gewann man Mitte November`13in Miesbach. Diese negative Serie ist nun an Acta gelegt. Vielleicht ist nun der Knoten geplatzt und der VfL kommt jetzt in Fahrt. Am Samstag erwartet die Gibis-Truppe den Tabellennachbarn TSV Waging im Jahnstadion, der mit 1:2 zu Hause gegen Aufsteiger Kastl verlor (güm)

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