Bezirksliga Ost: Vorschau 22. Spieltag

Außenseiter Raubling fordert Freilassing - Schlägt Hammerau wieder zu?

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Freilassing (l.) reist als großer Favorit nach Raubling (weiß)
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Raubling - In der Bezirksliga Ost steht nicht nur der Frühling, sondern auch der 22. Spieltag vor der Tür: Besonders interessant wird das dichter gewordene Gerangel um den Aufstiegsrelegationsplatz, sowie natürlich die Frage, wer sich im hart umkämpften Tabellenkeller freischwimmen kann.

Den Auftakt am Freitagabend macht gleich eine der interessantesten Paarungen des Spieltags. Die spielerisch starken, aber dennoch unten drin steckenden Kicker des TuS Raubling wollen versuchen, den souveränen Tabellenführer aus Freilassing stolpern zu lassen (19:30 Uhr, Inntalstadion).

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Ein leichtes Unterfangen wird dies nicht werden, denn mit den Eisenbahnern aus der Grenzstadt gastiert der designierte Landesligaaufsteiger in Raubling. Dieser kann bei inzwischen bereits zehn Punkten Vorsprung auf die zuletzt schwächelnden Verfolger gelassen die Reise ins Inntal antreten. Eine mit bereits 63 Treffern äußerst torhungrige Offensive wird dem Raublinger Defensivverbund alles abverlangen. Wenn es dem TuS jedoch gelingt, diese Tormaschinerie unter Kontrolle zu halten, ist ein Punktgewinn denkbar.

Raubling hofft auf das Gesetz der Serie, Habl warnt vor Nachlässigkeiten

Mut macht den Raublingern ein kleiner Blick in die Statistik. Seit der Saison 2012/2013 gab es zwischen den beiden Teams sieben Duelle in der Bezirksliga. Der TuS konnte vier dieser Partien für sich entscheiden, der ESV nur deren zwei. Für Raubling spricht auch, dass sich Freilassing im Inntalstadion immer schwer getan hat und die letzten drei Duelle dort allesamt verlor. In der Hinrunde jedoch wurden die Eisenbahner ihrer Favoritenrolle vollends gerecht und siegten mit 5:2.

ESV-Coach Uli Habl hat klare Vorstellungen von der Partie: "Die letzten 30 Minuten des Spiels gegen Dorfen haben mich geärgert, was aller Voraussicht nach Konsequenzen in der Aufstellung für das Raubling-Spiel haben wird. Für mich ist es ein No-Go, einem Gegner, der bereits am Boden liegt, noch hochkarätige Chancen zu ermöglichen. Ich dulde keine Nachlässigkeiten oder ein Runterfahren der Intensität, auch wenn die Mannschaft eine 4:0-Führung herausspielt."

Samstag tobt der Abstiegskampf

Am Samstag greift der Großteil der restlichen Teams ein, die sich in Abstiegsgefahr befinden. Der furios mit einem 4:1 Überraschungserfolg gegen Kastl in die Rückrunde gestartete ASV Au empfängt die Kicker vom TuS Traunreut. Diese haben sich bisher in der Rückrunde äußerst heimstark gezeigt, allerdings auswärts auch beim Mitkonkurrenten Dorfen verloren. Dürfte also ein heißer Tanz werden, am Auer Kreuthweg.

Nach einer klaren Sache sieht es auf dem Papier in Kolbermoor aus. Dort empfängt der heimische SV-DJK den Tabellenletzten aus Hammerau. Wollen die Kolbermoorer noch ein Wörtchen um die Aufstiegsrelegation mitreden, darf alles andere als ein dreifacher Punktgewinn kein Thema für sie sein. Dass die Hammerauer allerdings zum Favoritenschreck taugen, haben sie erst letztes Wochenende deutlich unter Beweis gestellt, als sie sensationell den haushoch favorisierten TSV Ampfing mit 1:0 in die Knie zwangen. Gelingt dem Club auch auswärts ein Coup?

Eine etwas leichtere Aufgabe vor der Brust hat der TSV Waging am See. Die Waginger müssen zwar mit einer Niederlage gegen den direkten Konkurrenten Raubling im Gepäck, jedoch auch mit zwei Spielen weniger auf dem Konto, zum TSV Ebersberg in den Waldsportpark. Bereits am Mittwoch geht es dann im Nachholspiel zuhause gegen den TSV Dorfen.

Ein Freilassing-Jäger ist nicht in Sicht - aber wer will in die Relegation?

Völlig verpatzt hat den Rückrundenauftakt der TSV Ampfing. Die Größe aus vergangenen Tagen startete mit gleich drei Niederlagen in Serie. Im Spitzenspiel gegen Freilassing zeigten die Mannen von Günther Güttler zwar eine kämpferisch gute Partie und verloren unglücklich in letzter Minute, allerdings zog man auch bei den Kellerkindern Traunreut und Hammerau den Kürzeren. Rehabilitation soll jetzt ausgerechnet am Sonntag im Derby beim TSV Dorfen gelingen. Doch auch der grüßt bekanntlich aus den niederen Regionen der Tabelle. Nicht die besten Voraussetzungen also für die Schweppermänner.

Ebenso am Sonntag spielt der TSV Kastl in Ottobrunn. Der Tabellenvierte hätte aus dem Katstrophenstart der Ampfinger Kapital schlagen können, präsentierte sich aber selbst mit Niederlagen in Au und Dorfen nicht unbedingt besser. Wenn keiner so recht will, vielleicht schnuppern sogar die in Verfolgerstellung ausharrenden Hausherren noch einmal oben hin. Könnte also eine enge Kiste am Haidgraben werden.

Auch die Waldkraiburger werden sicherlich mit wachen Augen beobachten, wer aus dem Verfolgerfeld punktet oder weiter Federn lässt. Ihre eigene Aufgabe beim Vorletzten Heimstetten II scheint jedenfalls machbar.

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