TSV 1880 Wasserburg - TSV Ottobrunn 3:0

Flutlichtausfall: Löwen gewinnen Drei-Stunden-Partie in Unterzahl

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Auf einmal war es zappenduster: Beim Heimspiel der Wasserburger Löwen gegen den TSV Ottobrunn gingen die Lichter aus.

Wasserburg - Während am Freitagabend die Altstadt bei "Wasserburg leuchtet" erstrahlte, gingen am Fußballplatz an der Landwehrstraße beim Spiel gegen den TSV Ottobrunn die Lichter aus. In der 42. Minute musste der Schiedsrichter das Spiel wegen plötzlichem Totalausfall der Flutlichtanlage unterbrechen. Bis dahin stand es allerdings schon 2:0 für Wasserburg.

Die Löwen begannen furios und drängten das Tabellenschlusslicht weit in die eigene Hälfte zurück. In der 20. Minute fiel bereits das 1:0. Matthias Haas servierte eine Ecke perfekt auf den Kopf seines Bruders Dominik und der Ball zappelte zum ersten Mal im Netz der Ottobrunner. Schon vor dem Treffer hatten die Wasserburger mehrfach die Chance in Führung zu gehen. Dominik Haas erzielte dann in der 32. Minute auch das 2:0. Nach einer Ecke, die bereits abgewehrt schien, zog er von der Strafraumgrenze ab und der noch deutlich abgefälschte Ball trudelte ins Tor.

Kurz darauf: Schock für den TSV Wasserburg. Andrija Bošnjak verletzte sich bei einem Zweikampf am Fuß und musste nach längerer Behandlungspause doch ausgewechselt werden, für ihn übernahm Alexander Meltl (39.). Noch bevor Ali Meltl eingewechselt werden konnte, wurde es zum ersten Mal dunkel. Das Spiel stand vor dem Abbruch, nachdem kurz vor dem Beginn der zweiten Halbzeit, als beide Mannschaften schon auf dem Platz standen, erneut das Flutlicht streikte. Durch die Hilfe eines Mitarbeiters der Stadtwerke konnte die Stromversorgung wieder sichergestellt werden, sodass die zweite Halbzeit dann ohne weitere technische Probleme zu Ende gespielt werden konnte.

Wasserburg am Ende nur zu zehnt

Fußballerisch gab es nicht mehr allzu viele Highlights. Lediglich Hannes Hain konnte in der 73. Minute mit einem Lupfer die komplette Hintermannschaft der Ottobrunner aushebeln. Leider schaffte es Klaus Bachmayr nicht diesen Traumpass zum 3:0 zu verwerten. Das holte er in der 84. Minute nach, als er nach einem Freistoß von Matthias Haas, den der Ottobrunner Keeper nicht festhalten konnte, abstaubte.

Kurz vor Schluss erlitt Matthias Haas beim Kopfballduell eine blutende Platzwunde an der Nase, sodass Wasserburg, nach drei bereits erfolgten Auswechslungen (Cindir für Sengül und Kronast für Stephan, beides 87.), das Spiel zu zehnt beenden musste.

Partie erst nach drei Stunden abgepfiffen

Service:

Leo Haas kann mit den drei Punkten, trotz der widrigen Umstände, zufrieden sein, hofft aber, die verletzen Spieler bei der nächsten Partie in Au, am Samstag, den 23. September um 14 Uhr, wieder einsetzen zu können. Ottobrunn trat erstmals ohne seinen langjährigen Trainer Tarkan Kocatepe an, den man am Vortag freigestellt hatte. Abteilungsleiter Matthias Schmidt betreute die Mannschaft interimsmäßig und dürfte mit der kämpferischen Einstellung seiner Truppe nicht unzufrieden gewesen sein.

Spieler wie Zuschauer mussten an diesem Abend gleichermaßen viel Geduld aufbringen. Die zweimalige Spielunterbrechung diente nicht gerade der Konzentration, sodass die Qualität des Spiels, vor allem in der zweiten Halbzeit, deutlich nachließ. Fast drei Stunden nach dem Anpfiff ertönte endlich der erlösende Schlusspfiff. Mit diesem Arbeitssieg konnte Wasserburg, aufgrund der Punktverluste der schärfsten Konkurrenten, den Vorsprung in der Tabelle weiter ausbauen.

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Pressemitteilung TSV 1880 Wasserburg/Michael Stürmlinger

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