Gegen Waldkraiburg: Heimstetten beendet Negativserie

„Never change the winning Team“ – lautete die Devise von Spielertrainer Markus Gibis und so startete er in Heimstetten mit exakt derselben Mannschaft wie beim letzten Spiel. Er wollte mit seinem Team das fortsetzen, was sie am Dienstagabend begonnen hatten. Doch es kam anders als man es sich vorgenommen hatte, denn bereits in der ersten Minute ging der SVH II in Führung. Alex Sigl nutzte einen Abstimmungsfehler in der VfL-Defensive eiskalt aus. Nach einer Viertelstunde bereits der Ausgleich durch Jure Loboda. Im weiteren Verlauf ließ der VfL, bei strömenden Regen, mehrere 100%ige Chancen aus und so kam es wie es kommen musste. Sieben Minuten vor dem Ende schlossen die Hausherren einen Konter erfolgreich ab und gingen erneut in Führung. Zu allem Überfluss flog Wahid Alemi nach einer Schiedsrichterbeleidigung noch vom Platz und dem VfL wurde in der letzten Minute nach einem Handspiel der fällige Elfmeter verweigert.

Lediglich 50 Zuschauer fanden bei strömenden Regen den Weg in den Heimstettener Sportpark. Kurzfristig wurde die Partie auf den kleineren Trainingsplatz verlegt. Kaum hatte der Schiedsrichter angepfiffen stand es auch schon 1:0 für die Hausherren. Aus dem Mittelfeld heraus spielten der SVH einen weiten Ball, Matti Szczuka und Wahid Alemi stiegen hoch und der lachende Dritte war Alex Sigl. Er lief danach aus halbrechter Position allein auf den herauslaufenden Doman Bozjak zu und schob ihm die Kugel durch die Beine ins Tor. Im Gegenzug hatte Markus Gibis bereits den Ausgleich auf dem Fuß, doch sein Schuss war zu schwach und somit kein Problem für den erfahrenen Igor Pintar. Trotzdem ließ der Ausgleich nicht lange auf sich warten (14.). Nach einem Freistoß von Liviu Pantea kam Jure Loboda am linken Strafraumeck an den Ball. Geschickt setzte er sich gegen zwei Abwehrspieler durch und im Fallen zirkelte er das Leder ins lange Eck. Zehn Minuten später hatte er dann sogar die Führung auf dem Fuß, doch Pintar streckte sich mächtig und lenkte den Ball über die Latte. Die Ecke brachte Pantea gefühlvoll an den Elfmeterpunkt, genau auf den Kopf von Yves Deutsch, doch der verfehlte nur um Millimeter den Kasten. Eine gute halbe Stunde war gespielt, da zeigten sich auch die Hausherren mal wieder vor dem VfL-Tor. Nach einer Flanke von Noel Pfeiffer strich der Kopfball von Almir Hasanovic ebenfalls nur ganz knapp vorbei. Kurz vor der Pause versuchte es Andy Balck, auf dem regennassen Boden, mit einem Schuss aus der zweiten Reihe, doch auch er verfehlte knapp das Ziel.

In der Pause wurde der Regen immer stärker und der Platz stand teilweise unter Wasser. Selbst der Schiedsrichter hatte so seine Standprobleme. Nach nur fünf Minuten im zweiten Durchgang hatte Jure Loboda seinen zweiten Treffer auf dem Fuß. Liviu Pantea spielte ihm den Ball genau in den Lauf, doch er vergab diese gute Möglichkeit. Im Gegenzug setzte Hasanovic nach einer Ecke einen Kopfball knapp neben das Gehäuse. In der 58. Minute die nächste riesen Chance für den VfL. Erneut kam die Flanke von Pantea. Gibis stand frei im Fünfmeterraum, doch er brachte seinen Scheitel richtig nicht hinter den Ball und so sah es eher nach einem Abwehrversuch aus, als nach einem Torkopfstoß. Danach versuchten es beide Teams immer wieder mit langen Bällen, was aber keinem was einbrachte. Die letzten zehn Minuten hatten es dann aber in sich. Dann die 83. Minute, die das Spiel entschied. Nach einem gefährlichen Freistoß von Florian Kopp, fast von der Eckfahne aus, brachte Leo Mayer den Ball mit dem Kopf in die Mitte des Strafraums und Noel Pfeiffer stand goldrichtig und köpfte zum 2:1 für die Heimelf ein. So kommt es meist, wenn man seine Chancen nicht nutzt. Gleich nach Wiederanpfiff traf Kapitän Benny Hadzic, nach der schönen Hereingabe von Andre Kriger, den Ball nur mit dem Hinterkopf. Große Aufregung dann drei Minuten vor dem Ende. Nach einer Ecke von Liviu Pantea kam Jure Loboda am 16er Eck an den Ball, schlenzte ihn gefühlvoll ins lange Eck. Dort stand ein Heimstettener Abwehrspieler und klärte den Ball hinter oder auf der Torlinie, man sah es nicht genau. Die VfL-Spieler reklamierten jedenfalls vehement, doch Schiedsrichter Alexander Liebhart verweigerte dem möglichen Ausgleichstreffer die Anerkennung. Plötzlich unterbrach er die Partie und zog die Rote Karte gegen Wahid Alemi, der seinem Unmut freien Lauf und dem Schiedsrichter ein paar passende Worte zukommen ließ. In der letzten Minute der nächste große Aufreger und wieder entschied der Schiri gegen den VfL. Was war geschehen? Freistoß von Andy Balck in den Strafraum, wo sich eine ganze Spielertraube versammelt hatte, selbst Torhüter Bozjak war mit dabei. Ein Heimstettener Spieler gelang es zu klären, allerdings mit der Hand, was Liebhart anscheinend nicht so sah, wie die Waldkraiburger Spieler und Fans. Er verweigerte den fälligen Elfmeter, der den Ausgleich in buchstäblich letzter Sekunde hätte bringen können. So blieb es beim mehr als glücklichen Sieg der Münchener Vorstädter. Da auch die Konkurrenten des VfL am Wochenende patzten blieben die Industriestädter auf dem zwölften Tabellenplatz.

 

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