Ärger nach dem Sportlerstammtisch des SVK

Gaugler reagiert auf Kritik aus Freilassing: „Die Wortwahl war zu hart“

Kurt Gaugler im Anzug
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Kurt Gaugler übte Kritik am ESV Freilassing. Nun entschuldigte er sich für seine Wortwahl.

Freilassing - Es sollte eigentlich ein gemütlicher Talk werden beim Sportlerstammtisch des SV Kirchanschöring. Doch kritische Aussagen über den ESV Freilassing blieben beim Bezirksligisten nicht ungehört. Nun entschuldigte sich Gaugler für seine Wortwahl.

Der 1. Kirchanschöringer Sportlerstammtisch, bei dem über den regionalen Fußball diskutiert werden sollte, sorgte im Nachgang für Verärgerung beim ESV Freilassing. Grund waren kritischen Aussagen von Kurt Gaugler, früherer Manager des SV Wacker Burghausen, über die Jugendarbeit des Bezirksligisten und deren Management. Dies ließen die Verantwortlichen des ESV nicht unkommentiert und reagierten umgehend mit einem Statement.

Kurt Gaugler: „Meine Meinung zum ESV Freilassing ist nur ein Wort: traurig“

So sagte Gaugler wörtlich: „Also, meine Meinung zum ESV Freilassing ist nur ein Wort: traurig.“ Die Jugendarbeit des ESV bezeichnete er als „katastrophal“ und zum Herrenbereich sagte Gaugler: „Da kommt wieder der alte Manager zurück, der bringt wieder ein paar Tschutschn mit – da kennst du dich dann überhaupt nicht mehr aus, da ist überhaupt nichts mehr gewachsen.“

Diese Aussagen ließen die Freilassinger nicht so stehen. Am Samstag verschickten die Verantwortlichen ein Statement, in dem der Klub klar Stellung bezog:

Die wichtigsten Aussagen des Statement im Wortlaut:

„Unsere Neuzugänge sowie die Jugendarbeit wurden hier in aller Öffentlichkeit, ohne einen Vertreter des ESV Freilassing dabei zu haben, in einer für uns unverständlichen Art und Weise diskreditiert. Wir sind selbstkritisch genug und akzeptieren berechtigte, sachliche Kritik. In unserem Falle aber entbehrt sich die von Herrn Gaugler verwendete Aussage „traurig - die Jugendarbeit ist katastrophal“ jeglicher Grundlage .Wir haben derzeit alle Jugendklassen mit Mannschaften besetzt, haben 15 Trainer mit C Lizenz Jugend ausgebildet und sind einer der wenigen Vereine, die die kommende Saison ohne Spielgemeinschaften absolvieren. Wir kennen unsere Hausaufgaben und brauchen niemanden der uns das, ohne die Internas, Fakten, geschweige denn alle Details zu kennen, in solch einer Art und Weise öffentlich kund tut. Wir wissen ja nicht was Ihn zu dieser Aussage getrieben hat. Fußballer sind ja hart im Nehmen, ab und an geht’s ja auch etwas derb zu, aber Anfeindungen, Diskriminierung jeglicher Art gehen gar nicht - da hört der Spaß auf. Wir erwarten uns eine umgehende, öffentliche Entschuldigung von Herrn Gaugler, sowie eine klare Distanzierung vom SVK.“

Gaugler: „„Ich will den ESV keinesfalls schlecht machen“

Nun äußerte sich auch Gaugler selbst zu seinen getroffenen Aussagen und der Kritik aus Freilassing. „Ich will den ESV keinesfalls schlecht machen. Die Wortwahl war zu hart. Und rassistisch bin ich schon gar nicht veranlagt“, sagte er gegenüber heimatsport.de. „Mir ging es darum, dass ich beim ESV den Durchlass über die Jugendmannschaften zu den Erwachsenen alles andere als optimal finde. Rein sportlich gesehen fände ich es natürlich schön, wenn der ESV wieder in der Landesliga spielen würde, das ist doch klar.“

Der SV Kirchanschöring möchte auch künftig einen Sportlerstammtisch austragen. Dann ist nach Aussagen von Organisator Thaddäus Jell auch der ESV Freilassing recht herzlich eingeladen.

ma

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