Magere Nullnummer in Kastl

  • schließen
  • Weitere
    schließen

 

Auch im fünften Anlauf gelang es der Gibis-Truppe nicht, den ersten Auswärtssieg zu feiern. Der VfL musste sich mit einem schmeichelhaften 0:0 beim Aufsteiger TSV Kastl zufrieden geben. Die Kastler waren in der ersten Hälfte die agilere Mannschaft und hätten zur Pause eigentlich führen müssen, doch sie vergaben mehrere Möglichkeiten durch einen überhasteten Abschluss oder scheiterten an Sascha Schmidlechner im Tor der Gäste. Der VfL hingegen tauchte nur einmal, kurz vor der Pause im TSV-Strafraum auf. Nach dem Wechsel brachte Jure Loboda frischen Wind in die Waldkraiburger Offensive und das Spiel war ausgeglichener. Letztendlich blieb aber die sehr schwache Bezirksligapartie torlos.

 

Trotz des tristen Wetters fanden knapp 200 Zuschauer den Weg in den Kastler Sportpark. Wer sich erhofft hatte eine spannende und packende Partie im Kellerduell zu sehen, musste leider enttäuscht nach Hause gehen. Das lag aber nicht am Aufsteiger, sie versuchten es in Halbzeit eins noch, und hatten auch zahlreiche Möglichkeiten in Führung zu gehen. Nach knapp einer Viertelstunde kam Markus Pospischil im 16er zum Schuss. Zwei Minuten später war es Michael Langenecker, der nach einer Ecke nur Millimeter das Tor verfehlte. Kurz drauf rettete Andre Kriger nach einer scharfen Hereingabe in letzter Sekunde vor dem einschussbereiten Langenecker. So ging`s weiter! Mit einer Glanztat parierte Sascha Schmidlechner, der für den verletzten Doman Bozjak im Tor der Gäste stand, den Kopfball von Marcell Arnold und der Nachschuss von Langenecker ging daneben. Wenige Minuten später hatten die Kastler schon zum Jubel angesetzt, doch Außenverteidiger Markus Swoboda kratzte mit letztem Einsatz den Ball noch von der Linie. Dann ein langer Ball von Dominik Grothe in den Lauf des durchstartenden Arnold, doch Raimi Stuiber konnte gerade noch klären. Plötzlich stand Langenecker nach einem Querpass völlig frei im VfL-Strafraum, doch sein Schuss war zu überhastet und verfehlte deshalb sein Ziel. Sekunden später fand er erneut in Schmidlechner seinen Meister, der Langeneckers Kopfball parieren konnte. Kurz vor der Pause tauchten die Gäste erstmals im TSV-Strafraum auf, doch Youngster Manuel Kraus verstolperte die Kontermöglichkeit. Doch bevor Schiri Florian Frömel zur Pause pfiff scheiterte Michi Langenecker erneut mit einem Kopfball an Sascha Schmidlechner. So ging`s mit einem sehr schmeichelhaften 0:0 für den VfL in die Kabine - Chancenverhältnis 1:8.

 

Coach Markus Gibis, der heute nicht spielte, musste reagieren und brachte mit Jure Loboda, der für Gerry Kukucska kam, einen offensiveren Mittelfeldmann. Das belebte die Angriffsbemühungen des VfL zusehend und die Industriestädter konnten die Partie ausgeglichener gestalten. Gleich zu Beginn zwei Möglichkeiten waren der Beweis. Nach einem Freistoß von Liviu Pantea konnte sich der Kastler Schlussmann Egon Weber erstmals auszeichnen.  Gleich danach die neue Eckenvariante des VfL – Pantea kurz an die Strafraumkante, von der Andy Balck volley abzieht. Aber diesmal traf der agilste Waldkraiburger das Tor nicht. Glück dann für den VfL, dass Pospischil freistehend im Strafraum den Ball nicht richtig traf und so zu leichter Beute von Schmidlechner  wurde. Auch bei seinem nächsten Versuch drei Minuten später scheiterte er wieder am Waldkraiburger Schlussmann. Nach einem langen Ball legte ihm sein Teamkamerad Langenecker den Ball mustergültig vor die Füsse. Dann mal wieder Entlastung und der VfL kam Richtung Kastler Strafraum. Tolle Einzelaktion von Jure Loboda der sich gegen fünf Gegenspieler durchsetzte, aber beim Schussversuch dann doch gestellt werden konnte. Knapp zehn Minuten später traute sich auch Kapitän Benny Hadzic in den gegnerischen 16er. Nach einem Freistoß von Andy Balck aus dem Mittelfeld heraus, schraubte er sich hoch, scheiterte aber an Goali Weber. Die letzte Chance des Spiels gehörte den Hausherren. Dominik Grothe tankte sich über links durch und zog an der Strafraumlinie ab. Mit den Fingerspitzen lenkte Sascha Schmidlechner die Kugel gerade noch um den Pfosten. Die nachfolgende Ecke brachte nichts ein. In der letzten Viertelstunde schienen sich beide Teams mit dem torlosen Unentschieden abgefunden zu haben. Die Partie verflachte zunehmend,  ein Indiz die Häufigkeit der Abspielfehler auf beiden Seiten. Wenn man der Partie, aus Waldkraiburger Sicht, etwas Positives abgewinnen will, dann den zweiten Auswärtspunkt.

 

Jetzt freut man sich beim VfL auf drei Heimspiele innerhalb von acht Tagen. Zuerst gastiert der zuletzt ein wenig schwächelnde Chiemgau Traunstein im Jahnstadion. Am Dienstag das Nachholspiel und Derby gegen den TSV Dorfen und zu guter Letzt kommt der TSV Ottobrunn. Mit einer kleinen Serie könnte sich der VfL nach unten hin Luft verschaffen und den Anschluss ans gesicherte Mittelfeld schaffen.

 

Zurück zur Übersicht: Bezirksliga Ost

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare