Raubling verliert auch nach Pritzl-Rücktritt

Spiel eins nach dem Rücktritt von Raublings Übungsleiter Franz Pritzl endete für die Inntaler in einer 1:3 Heimniederlage gegen den TSV Ottobrunn aus dem Münchener Süden. Der Impuls für Mannschaft und Umfeld durch den Rückstritt von Pritzl war groß, die Wirkung am Ende leider nur bedingt. Zwar gingen die Gastgeber motiviert in die Partie und wollten dem TSV von Anfang an den Schneid abkaufen, doch war spätestens nach dem 0:1 Rückstand das ohnehin kaum vorhandene Selbstvertrauen dahin.

 

Zunächst begannen die von Interimstrainer Thorsten Dulmin betreuten Gastgeber schwungvoll und hatten in der 5. Spielminute die große Chance auf eine eigene Führung, doch Tobi Ecker scheiterte im Abschluss nach einem tollen Zuspiel von Katozka am starken TSV-Schlussmann Maximilian Plachel. Der TSV hingegen machte es bei seiner ersten Gelegenheit deutlich besser: In der 11. Minute nützte Michael Hachtel einen Stellungsfehler der Hintermannschaft der Gastgeber eiskalt aus und verwertete ein Zuspiel aus kurzer Distanz ohne Probleme.

Führung nach einer halben Stunde

 

Von nun an war Ottobrunn die feldüberlegene Mannschaft und drängte verstärkt auf eine frühe Vorentscheidung im Inntalstadion. In der 30. Minute durfte dann der Gast ein weiteres Mal jubeln, als Domagoj Habek ein Missverständnis der TuS-Hintermannschaft eiskalt ausnütze, den früh aus dem Tor kommenden Keeper Krammer umkurvte und das Leder im verwaisten Tor unterbrachte.

 

Damit aber noch nicht genug: Erneut nach einem individuellen Fehler schraubte der TSV das Ergebnis noch vor der Pause auf 0:3 in die Höhe, als wiederum Hachtel erfolgreich war: In der 35. Minute nützte dieser einen Ausrutscher von Pichler und stürmte alleine auf Krammer zu. Im Abschluss blieb dieser dann eiskalt und sorgte für die deutliche Gästeführung.

 

Bitter für Raubling: Kurz vor dem 0:3 hatte der TuS eine weitere gute Gelegenheit im 1:1 gegen Torhüter Plachel, doch auch diesmal blieb der Schlussmann der Gäste Sieger im Duell Keeper gegen Stürmer. Auch musste Raubling früh in der Partie einen verletzungsbedingten Wechsel vornehmen, nachdem Kreativspieler Ecker in der 24. Minute durch Markl ersetzt werden musste.

Gäste fokussieren sich auf die Defensive

 

Im zweiten Spielabschnitt fokussierte sich der Gast zunächst auf die Defensivarbeit und Raubling agierte mit dem Mut der Verzweiflung doch noch etwas an dem deutlichen Spielstand zu verändern. In der 53. Minute keimte dann nochmals etwas Hoffnung im Raublinger Lager ein, als Alex Buchner einen Foulelfmeter zum 1:3 verwandelte. Lukas Schöffel wurde im Luftkampf unsanft zu Boden gerissen, was folgerichtig mit Strafstoß geahndet wurde.

 

Zwar blieb der TuS im Folge der Spielzeit die bessere Mannschaft, ein weiterer Torerfolg welcher dann nochmals für Hochspannung hätte sorgen können wollte den Inntalern aber an diesem Abend nicht mehr gelingen. In der Schlussphase wurde es dann nochmals richtig hektisch, obwohl zu diesem Zeitpunkt der Sieg der Gäste eigentlich schon in trockenen Tüchern war: Nach einem Foul von Stefan Kurz entstand schlagartig eine Rudelbildung und das ohnehin eher schwache Unparteiischen-Trio vom Salzburger Fußballverband verlor nun gänzlich den Überblick.

Gegner zu übermächtig

 

Zunächst war die rote Karte für Kurz sicher eine harte Entscheidung des Unparteiischen, zumal dieser vorher noch ohne Verwarnung und geblieben ist, was sich im Anschluss aber die Gäste vom TSV erlaubten gipfelte in einer maßlosen Unsportlichkeit. Der gefoulte Andreas Huber wurde als erster handgreiflich und folgerichtig mit der roten Karten wegen Tätlichkeit vom Platz gestellt. Dieses Schicksal hätte aber weiteren Akteuren der Gäste ereilen müssen, da diese sich fortan nicht mehr im Griff hatten. Über einen zweifelhaften Vorbericht sowie unzähligen Provokationen vor, während und nach dem Spiel musste man aus Sicht der Gastgeber hinwegsehen, vollständig unkommentiert soll dies aber am Ende nicht bleiben.

 

Nichts desto trotz steht am Ende für Raubling eine bittere Niederlage gegen einen nicht übermächtigen Gegner und die bittere Erkenntnis, dass es noch ein langer, steiniger Weg wird um in dieser Saison die Klasse zu halten. Vor allem muss es den Verantwortlichen schnell gelingen wieder Stabilität ins Spiel und die Defensive zu bekommen, will man im vorentscheidenden Gastspiel am kommenden Sonntag in Heimstetten Punkte mit an den Inn nehmen. (hel)

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