"Seerosen" für gutes Spiel nicht belohnt

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Der SB Chiemgau Traunstein hat zwar die Tabellenführung in der Bezirksliga Ost verteidigt, von einem souveränen Derby-Sieg gegen den TSV Waging, trotz des klaren Sieges, kann absolut nicht die Rede sein. Die „Seerosen“ investierten viel. Vor allen in der ersten Halbzeit machten sie den Gastgebern zu schaffen, ihre Gefährlichkeit bei Standards brachte den SBC ein um das andere Mal in arge Verlegenheit. Die Glücks-Fee schien allerdings zu schlafen.

Wagings Coach Berni Zeif dürfte mit seiner Beurteilung, dass sein Team in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft war, richtig liegen. "Es ist schon deprimierend, dass wir durch eine Standartsituation ein unglückliches Gegentor bekommen und selbst aus ungefähr acht Standards kein Kapital schlagen können“. SBC Trainer Adam Gawron musste zugeben, dass die Waginger dominant aufgetreten seien und die Linien sehr gut zugemacht hätten. „Hut ab!“ sagte er zur Gästevorstellung in Halbzeit eins. Nach der Pause allerdings haben die Waginger etwas mehr zugelassen.

Chance über Chance für die Gäste

Vor 750 Zuschauern im EHG-Sportpark – auch Werner Lorant saß auf der Tribüne – ging es mit je einer Top-Chance auf beiden Seiten los. Zuerst schloss Tony Schneider, nach Pass von Stefan Mauerkirchner, so schwach ab, dass Michael Endlmaier im Gästekasten keine Probleme hatte. Auf der Gegenseite bediente Stefan Mühlthaler den im Zentrum frei stehenden Hansi Huber, der die Kugel äußerst knapp am langen Pfosten des Traunsteiner Tores vorbei schob (12. Minute). Drei Minuten später klingelte es im Waginger Tor. Ein Freistoß, getreten von Patrick Schön, wurde von Jochen Thudt glücklich mit dem Scheitel verlängert und landete im langen Eck, ohne jegliche Chance für TW Michael Endlmaier.

Apropos Michael Endlmaier: Der Stammkeeper, noch immer nicht fit, stand erstmals nach seiner Verletzungspause wieder in der Kiste. Coach Berni Zeif kommentierte das mit den Worten: „Es tut der Mannschaft schon gut, dass er wieder dabei ist.“ In der Folge bestimmten die „Seerosen“ das Spielgeschehen. Sie waren mehrmals nahe dran, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Bei etlichen Standards hatten die Platzherren teilweise Riesenglück. Daniel Waldemar rettete in aller höchster Not gegen Tobias Hösle. Stefan Hinterreiter und Stefan Mühlthaler hatten bei Eckstößen kein Glück, die Traunsteiner klärten mit viel Glück. Ein tückischer Tobias Hösle Distanz-Freistoss-Aufsetzer fand nicht den Weg ins Tor, da SBC-Goalie Issa Ndiaye den Ball mit einer tollen Reaktion zur Ecke lenkte. Die letzte Chance vor der Pause hatte Tony Schneider, als er aus spitzem Winkel am glänzend reagierenden Michael Endlmaier scheiterte.

Effizienz macht den Unterschied

Mit einem Doppelwechsel reagierte Adam Gawron auf die wenig prickelnde Vorstellung seiner Elf: Mit Beginn der Zweiten Halbzeit schickte er Markus Wendlinger und Patrick Petzka auf den Rasen. Das Spiel der Gastgeber wirkte von da an etwas stabiler. Trotzdem, die Waginger hatten noch Chancen. Einen 18-Meter-Schuss von Manuel Sternhuber parierte der Traunsteiner Keeper klasse. In der 64. Minute kam Sebastian Schilling, nach einem Pass von Wolfgang Gabler, ganz knapp zu spät.

Der SBC wurde ab Mitte der zweiten Hälfte etwas zwingender. Dominik Waritschlager zielte in der 69. Minute noch knapp am langen Eck vorbei, ehe er in der 73. Minute eine präzise Flanke von Georg Dengel versenkte. Eine gute Chance vergab Stefan Mauerkirchner per Kopf. Der Treffer zum 3:0 in der 86. Minute durch Patrick Schön wird seinen Platz im Kuriosen-Kabinett finden, nachdem ein Klärungsversuch von Michael Endlmaier gegen Stefan Mauerkirchner misslungen war.

Fazit: Berni Zeif musste vom Anfang weg Veit Gröbner, Michael Fuchs und Manuel Karlstetter ersetzen. Trotzdem, die „Seerosen“ investierten enorm viel in das Spiel. Ihre Leistung war mehr als ansprechend. Ein zumindest kleines Erfolgserlebnis hätten sie verdient gehabt. Das Team kann nur hoffen, dass sich die Leistung aus dem Spiel gegen den SBC kompensieren lässt und auch das Glück langsam Einzug hält, dann braucht man die Truppe keine Bange haben.

Klu

 

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