Waldkraiburg mit höchstem Auswärtssieg beim SBR

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Der VfL Waldkraiburg konnte am Freitagabend den höchsten Auswärtssieg der Saison landen. Mit einem deutlichen 3:0 siegten die Industriestädter mehr als verdient beim SB DJK Rosenheim II.  Gleich zu Beginn holte SB-Goali Simon Rott  VfL-Sürmer Markus Gibis mit einem rotwürdigen Foul knapp außerhalb des 16ers von den Beinen. Den fälligen Freistoß versenkte Jure Loboda direkt zur Gästeführung (10.). Kurz vor der Pause, das nächste grobe Foul von Rott, diesmal im Strafraum. Mit der Ampelkarte flog er folgerichtig vom Platz. Liviu Pantea verwandelte den Strafstoß sicher zur 2:0 Pausenführung. In der zweiten Halbzeit hatte der VfL bei mehreren guten Möglichkeiten Pech, insbesondere der eingewechselte Mikel Görgner. Mal rettete der Pfosten, mal der Feldspieler, der im Tor stand. Lediglich Liviu Pantea traf in der 70. Minute, mit seinem nächsten Doppelpack, zum 3:0 Endstand. Mit diesem Sieg konnte sich der VfL vorerst einmal Luft nach unten verschaffen und beruhigt in die Winterpause gehen, in der nun intensiv nach einem neuen Trainer gesucht wird.

Es waren gerade mal sechs Minuten waren gespielt, als Markus Gibis nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld heraus allein auf SB-Goali Simon Rott zu lief. Der holte ihn mit einem harten Bodycheck, traf Gibis mit dem Knie im Gesicht, knapp außerhalb des 16ers von den Beinen. Minutenlang und leicht benommen musste Gibis behandelt und letztendlich ausgewechselt werden. Rott bekam von dem ansonsten guten Schiedsrichter Nico Kaiser für diese überharte Attacke nur Gelb gezeigt. Rot wäre hier durchaus angebracht gewesen. Doch die Strafe folgte auf dem Fuß, denn den fälligen Freistoß versenkte Jure Loboda mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck zur 1:0 Gästeführung. Fortan entwickelte sich ein munteres Spielchen mit Chancen, meist nach Standards, auf beiden Seiten. Patrick Keri schickte Nicola Novac nach einem Freistoß steil, doch sein Schuss ging knapp übers Tor (15.). Auch der Sportbund kam nach einem abgeblockten Freistoß von Eggerer, durch Mahl zu einem Torschuss, der aber für VfL-Golie Doman Bozjak kein Problem war (22.). Beim nächsten Freistoß für den VfL musste Rott schon sein ganzes Können zeigen, um den Ball noch seitlich wegfausten zu können, Andy Balck hatte im Nachschuss ein mächtiges Pfund Richtung Rosenheimer Tor losgelassen (25.). Kurz vor der Pause drang der eingewechselt Michael Görgner seitlich in den Strafraum und wurde von Golie Rott unsanft von den Beinen geholt. Die nächste überharte Attacke brachte dem Rosenheimer Schlussmann die mehr als verdiente Ampelkarte und es gab zusätzlich Elfmeter für den VfL. Liviu Pantea ließ sich diese Chance nicht entgehen und verwandelte sicher gegen den Feldspieler Florian Schinzel im Kasten des SBR (44.). So ging`s mit einer 2:0 Führung des VfL in die Pause.

In der zweiten Hälfte versuchten sich die Rosenheimer zwar noch einmal gegen die drohende Niederlage zu stemmen, doch mit einem Mann weniger und ohne etatmäßigen Torhüter ein schwieriges Unterfangen. Wobei an dieser Stelle gesagt werden muss, dass Feldspieler Schinzel seine Aufgabe als Torhüter bravourös löste. Mit mehreren Paraden und guten Aktionen verhinderte er eine höhere Niederlage. Seine Teamkameraden hatten in der 60. Minute die beste Chance des Spiels. Nach einem sehenswerten Angriff über mehrere Stationen kam Thomas Höhensteiger aus kurzer Distanz, zum Kopfball, doch er fand in Bozjak seinen Meister. Nur wenige Minuten später nahm Mikel Görgner den Ball von der Strafraumkante volley an und leicht abgefälscht, knallte er an den Pfosten. Pech für den VfL! 20 Minuten vor dem Ende lag der Ball aber im SBR-Netz und die Entscheidung war gefallen. Nach einem Konter des VfL, legte Patrick Keri den Ball quer in den Strafraum und Liviu Pantea hämmerte den Ball ins leere Tor zum alles entscheidenden 3:0 (70.). Fast hätten die Rosenheimer noch den Anschlusstreffer erzielt, doch Davide Guerrieris Kopfball strich knapp das Waldkraiburger Gehäuse. Im Gegenzug kam Patrick Keri zum Schuss und Schinzel vereitelte mit einer Glanzparade, im Stile eines Torhüters, den nächsten Treffer des VfL. Glück hatte er allerdings, als Minuten später Görgner einen Dropkick ansetzte und der Ball nach mehrmaligen Aufspringen auf dem Tornetz landete. Kurz vor dem Ende prallte Yves Deutsch mit seinem Gegenspieler zusammen und musste erneut mit einer Kopfverletzung ausgewechselt werden. Für ihn kaum die letzten Minuten noch Sebastian Schaumberger, alias „Schaumi“, zu seinem ersten Einsatz im Trikot der Ersten Mannschaft des VfL. Pünktlich beendete der Schiedsrichter die Partie und der Jubel war groß im Lager des VfL.

 

Sieben Punkte von neun möglichen holte das Interimsduo Marksteiner und Gremaud und sie verschafften damit dem VfL ein wenig Luft zu den Abstiegsrängen. Jetzt kann in aller Ruhe nach einem neuen Trainer gesucht werden, der den VfL in Zukunft betreut und in obere Regionen führt. Die ersten Gerüchte kreisen schon übers Jahnstadion, doch die Vorstandschaft des VfL lässt sich noch nicht in die Karten schauen. (güm)

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