Beinschuss-Serien-Interview vor dem Re-Start

Brannenburgs Eckl: „Man hat jedem angemerkt, dass der Ball länger nicht am Fuß war“

Chris Eckl im Trainingsanzug des TSV Brannenburg
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Brannenburgs Eckl ist sich sicher, dass seine Mannschaft den Klassenerhalt schafft.

Brannenburg - Langsam kehren die bayerischen Vereine und Fußballer zur Normalität zurück. Training mit Körperkontakt und Testspiele sind wieder erlaubt. beinschuss.de hat bei Chris Eckl vom TSV Brannenburg nachgefragt, wie groß die Vorfreude auf das erste Training war und wie er zum Start des Spielbetriebs steht.

Die Corona-Zwangspause ist nun auch für die bayerischen Amateurfußballer vorbei. Bereits Anfang Juli hat die bayerische Staatsregierung entscheiden, dass Training mit Körperkontakt erlaubt ist. Damit konnten die Vereine und Spieler nach Monaten wieder richtig trainieren. Am Mittwoch, den 29. Juli, gab das bayerische Innenministerium dann auch den Spielbetrieb wieder frei, sodass die Klubs nun endlich die ersten Testspiele austragen können.

beinschuss.de fragt bei den Spielern aus der Region nach, wie sie die fußballfreie Zeit verbracht haben, ob einem Teamkameraden der Trainingsrückstand anzumerken war, wie groß die Vorfreude auf das erste Spiel ist und wie sie zum Ligapokal stehen. Chris Eckl vom Kreisklassisten TSV Brannenburg stellt sich nun den Fragen.

Hallo Herr Eckl, wie haben Sie die Corona-Zwangspause ohne Fußball überstanden?
Es war schon eine harte Zeit ohne Fußball auf dem Platz und im Fernsehen, die einem aber auch gezeigt hat, dass Fußball die schönste Nebensache der Welt ist, aber halt immer noch Nebensache. Auf sportlicher Seite wurden Joggen und Krafttraining doch relativ schnell monoton, da war ich froh über die kleinen Fußballeinheiten mit meinem Sohn im Garten.
Es herrschte wochenlange Trainingspause: Wie sehr haben Sie sich auf das erste Mannschaftstraining gefreut und wie war das Wiedersehen mit den Teamkameraden? Hat man einem Mitspieler den Trainingsrückstand angemerkt?
Das erste Training war schon etwas besonderes. So eine lange Pause hat man ja sonst höchsten bei schwereren Verletzungen, und selbst da kann man mit den Jungs auf dem Sportplatz mitfiebern. Die Vorfreude war also riesig und es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht wieder auf dem Platz zu stehen, besonders da wir auf einmal wirklich viele Junge Spieler aus dem Ort auf dem Platz hatten, die noch mehr Zug ins Training bringen. Ich denke man jedem einzelnen angemerkt, dass der Ball länger nicht mehr am Fuß war (lacht).
Haben Sie in ihrem Verein besondere Hygiene-Maßnahmen getroffen?
Wir haben gut ausgearbeitetes Hygiene-Konzept, zum Beispiel mit gesonderten Ein- und Ausgängen und Handhygiene-Stationen. 
Wie groß ist Ihre Vorfreude auf das erste Spiel?
Der Wettkampf ist natürlich immer etwas besonderes, allerdings ist die größte Freude, regelmäßig auf dem Platz zu stehen.
Glauben Sie, dass die Saison im September fortgeführt werden kann und der Spielbetrieb problemlos verläuft?
Das ist eine sehr schwierige Frage, die ich jetzt kaum beantworten kann. Meiner Meinung hängt viel von der Disziplin der Bayern und Deutschen im Urlaub ab, damit die Coronazahlen nach und in den Ferien nicht nach oben schnellen. Ich hoffe, dass bei steigenden Zahlen nur punktuell unterbrochen bzw. verschoben werden muss und wir bis Mitte 2021 die Saison zum Abschluss bringen.
War es aus Ihrer Sicht richtig, die Saison 2020/21 zu streichen und die aktuelle Saison fortzuführen?
Ja, das war die richtige Entscheidung.
Wie lautet Ihre Meinung zum Ligapokal? Ist das für Sie ein interessanter Zusatzwettbewerb?
Ich finde es eine abwechslungsreiche Alternative, die diese besondere Situation positiv bereichert und Teams aus dem Mittelfeld der Tabelle eine echte Motivation gibt.
Haben Sie Bedenken aufgrund des Coronavirus‘ wieder Fußball zu spielen oder machen Sie sich dahingehend keine Gedanken?
Ich denke, wir müssen lernen mit dem Virus und der Situation zu leben und umzugehen. Das bedeutet auch wieder, seinen Hobbys nach zu gehen. Wenn sich jeder an die Vorgaben der Verbände und Regierungen hält und mit Verantwortung an die Sache herangeht, können wir wieder guten Gewissens Fußball spielen und müssen nicht in ständiger Angst leben. 
Zum Abschluss: Was sind Ihre persönlichen Ziele für die restliche Saison und welche Ziele habt ihr euch als Mannschaft gesteckt?
Wir müssen den Klassenerhalt schaffen und das werden wir auch. Ich persönlich will meinen Teil dazu beitragen und ich hoffe, ich kann der Mannschaft mit meiner Erfahrung zu diesem Ziel verhelfen und viele schöne Momente mit dem Team erleben.
Danke für das Interview!

dg

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