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„Das Ziel muss der Aufstieg sein“

Kreisklasse 1: Welches Team schnappt sich am Ende den Meistertitel?

Der TSV Brannenburg ließ auch gegen Samerberg nichts anbrennen
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Der TSV Brannenburg ist einer der Aufstiegsfavoriten.

Langsam erwachen die Amateurligen in der Region wieder aus dem Winterschlaf, auch viele Teams der Kreisklasse 1 sind bereits in die Vorbereitung gestartet. Zeit für uns, das Aufstiegsrennen der Teams zum Start der Rückrunde kurz zu beleuchten. Wer kann sich am Ende zum Meister krönen?

Rosenheim - Der lange Warten auf Fußball ist Geschichte. Mitte März starten die Vereine der Kreisklasse 1 in die Rückrunde dieser Saison. Zeit, das Aufstiegsrennen in der Liga genauer unter die Lupe zu nehmen.

„Dachten alle, dass es gegen den Abstieg geht.“

Vier Teams kämpfen in der Staffel derzeit noch um den Aufstiegs- und Relegationsplatz, zwei weitere Teams lauern dahinter. Die beste Ausgangsposition hat sich vor der Winterpause der SV Söchtenau/Krottenmühl geschaffen. Dass der SV zum Beginn der Rückrunde so weit oben steht, hatte im Verein niemand erwartet: „Die Vorbereitung verlief nicht optimal. Deshalb dachten wir alle, dass es gegen den Abstieg geht.“ sagte Trainer Thomas Böhm gegenüber beinschuss.de.

Nun ist man in Söchtenau erstmal der Gejagte. Für Böhm und seine Männer ist das eine neue Erfahrung: „Ich bin selber gespannt, wie die Jungs die neue Situation annehmen.“ Als härteste Konkurrenten gelten für Böhm neben dem Top-Favoriten Brannenburg noch zwei weitere Teams. „Pittenhart muss man immer auf der Rechnung haben und Kiefersfelden ist eine der spielstärksten Mannschaften der Liga.”

Um den Aufstieg in die Kreisliga in diesem Jahr zu schaffen, sieht der Trainer sein Team was das Personal angeht jedoch gut gerüstet, Veränderungen am Kader soll es nicht geben. Hartes Training mit dem vorhandenen Spielern soll den ersten Platz sicher: „Alle müssen noch eine Schippe zulegen und der Fitnesszustand muss besser werden. Dazu gehört viel Fleiß, Arbeit und Engagement.“

„Das Ziel muss der Aufstieg sein“

Auf dem zweiten Rang steht mit dem TSV Brannenburg eines der Teams, das für viele bereits vor der Saison einer der Favoriten auf den Aufstieg in die Kreisklasse war. Nun ist das Team punktgleich mit Söchtenau/Krottenmühl, hat jedoch ein Spiel weniger absolviert. Trainer Hans Nietzold sieht für sein Team auch den Aufstieg als Saisonziel an: „Wenn wir ganz ehrlich mit uns selbst sind, dann müssen das Ziel schon der Aufstieg sein. Natürlich müssen wir von Spiel zu Spiel schauen, aber wir sind in einer guten Position und haben ein gutes Team, aber am Ende sollten wir alle den Aufstieg anpeilen.“

Die Vorbereitung auf die Rückrunde verlief dabei nicht schlecht, von den vier bisher absolvierten Spielen konnten zwei gewonnen werden, gegen den ASV Au gab es ein Unentschieden: „Grundsätzlich lief die Vorbereitung ganz gut, aber Corona macht das ganze natürlich immer etwas schwierig. Bei den Vorbereitungsspielen muss man immer etwas flexibel sein, weil man nie weiß, ob nicht der Gegner oder jemand aus der Mannschaft noch kurzfristig absagen muss. Die Trainingsbeteiligung ist aber sehr gut, die Jungs ziehen gut mit.“ erklärte der 51-jährige Coach.

Um das Saisonziel Aufstieg zu schaffen, hat man sich in Brannenburg noch einmal verstärkt, Johannes Gasteiger kam vom ASV Großholzhausen zum TSV. Verzichten muss Nietzold jedoch auf Sepp Berger, der aufgrund einer Meniskusverletzung wohl länger ausfallen wird.

„Die Jungs haben sich den Erfolg hart erarbeitet“

Etwas überraschend auf dem dritten Platz steht zum Beginn der Frühjahresrunde die SpVgg Pittenhart. Mit nur einem Punkt Rückstand auf die beiden Teams vor ihnen, hat das Team von Spielertrainer Artur Justus noch gute Chancen, um den Aufstieg mitzuspielen.

Auch im Verein selbst hatte man mit dieser starken Hinrunde nicht wirklich gerechnet: „Wir hätten vor der Saison niemals gedacht, dass es so gut laufen wird. Die Vorzeichen waren nicht gut. Markus Hacker, der zehn Jahre lang Kapitän war, beendete vor der Saison seine Karriere und unser Spielertrainer Justus hatte einen Knorpelschaden, der ihn lange außer Gefecht gesetzt hat. Deshalb war der Klassenerhalt zunächst das Ziel und wir sind einfach froh, dass es so gut läuft.“ teilte Abteilungsleiter Josef Kirschner mit.

Als Erfolgsrezept wird von Kirschner vor allem die harte Trainingsarbeit gelobt: „Die Jungs haben sich den Erfolg hart erarbeitet. Sie ziehen im Training voll mit und die Stimmung im Team ist immer positiv. Zudem zeichnet uns die Kompaktheit aus. Jeder weiß, was er in unserer Grundordnung zu tun hat und jeder hilft dem anderen.“ Auch die gute Kaderbreite sieht der Abteilungsleiter als sehr wichtig an: „Bisher konnten wir in fast jedem Spiel noch einmal von der Bank stark nachlegen, dadurch haben wir einige Spiele für uns entscheiden können.“

„Als Aufsteiger sollte man da mal die Kirche im Dorf lassen.“

Der letzte in der Vierergruppe ist das Überraschungsteam dieser Saison. Der Aufsteiger ASV Kiefersfelden schickt sich nach dem Aufstieg in der letzten Saison an, den Durchmarsch von der A-Klasse in die Kreisliga perfekt zu machen. Mit vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer Söchtenau bei noch einem zu absolvierenden Nachholspiel hat das Team von Christian Müllauer noch alle Trümpfe in der Hand.

Vor allem im Angriff steht der Aufsteiger richtig stark da. Mit 35 Treffern teilt man sich mit der SpVgg Pittenhart den zweiten Platz im Offensivranking. Noch dazu hat man sich hier in der Winterpause mit Rückkehrer Stefan Schreder nochmal zusätzlich verstärkt, der Neuzugang erzielte im ersten Testspieleinsatz für seinen Jugendverein direkt einen Hattrick.

Als Ziel will man den Aufstieg in Kiefersfelden aber noch nicht ausrufen: „Als Aufsteiger sollte man da mal die Kirche im Dorf lassen. Unser Saisonziel war und ist der Klassenerhalt, daran orientieren wir uns.“ meinte Trainer Müllauer. Auch Heimkehrer Schreder drückt die Erwartungen an das Team: „Wir wollen natürlich eine gute Frühjahrsrunde spielen, wir wollen einfach so lange wie möglich oben mitspielen und die Top-Teams vorne ärgern.“

Auch Schloßberg-Stephanskirchen und Flintsbach noch im Rennen

Auf Platz Fünf mit sechs Punkten Rückstand auf Platz Eins findet sich derzeit der SV Schloßberg-Stephanskirchen wieder. Je nach Ausgang des Nachholspiels gegen die SpVgg Pittenhart könnten die Schloßberger aber noch am ASV Kiefersfelden vorbeiziehen. Das Gleiche gilt für den ASV Flintsbach, der ebenfalls zwei Spiele weniger bestritten hat als Spitzenreiter Söchtenau/Krottenmühl. Der ASV liegt derzeit sieben Punkte hinter dem ersten Platz, könnte also mit zwei Siegen in den Nachholspielen bis auf einen Punkt an den Tabellenführer heranrücken.

tb

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