Grün-Weiß in Torlaune - Prien verteilt Packung

Für viel Gesprächsstoff am Chiemseeufer sorgte in der letzten Woche das „Eishockeyergebnis“ am vergangenen Sonntag gegen den SV Riedering, bei dem die Mayer-Truppe zwar vier Mal ins Schwarze traf aber trotzdem ohne Punkten nach Hause fahren musste. Eigentlich ein herber Rückschlag nach einer Siegesserie, bei der man sogar dem Tabellenführer Seeon- Seebruck drei Punkte entführen konnte, aber das Spiel hatte auch Positives zu bieten. Obwohl die Priener Elf nach einer halben Stunde bereits mit 4 Toren im Rückstand lag, gaben sie das Spiel zu keinem Zeitpunkt auf und kämpften sich immer wieder heran: In den Augen der Priener Zuschauer eine beachtliche und lobenswerte Leistung der recht jungen Truppe, die die zwar ärgerliche Niederlage gar nicht mehr so schlimm erschienen lies.

Dass die Priener Elf in den letzten Monaten eine beachtliche Entwicklung durchgemacht hat bewies sie spätestens an diesem Spieltag, als sie den TSV Grabenstätt mit sechs Toren nach Hause schickte und einige „Schmankerl-Tore“ für die zahlreichen Zuschauer im Priener Sportpark aufbot. Kam man beim Hinspiel nicht über eine hart umkämpfte Punkteteilung hinaus, so war dieses Mal ein Sieg nie in Gefahr. Bereits nach zehn Minuten konnte Martin Spiegelberger im Tor der Gäste einen Anzinger Freistoß aus 17 Metern nur abprallen lassen, Nicolai Estermann nahm das Geschenk dankend an und brachte die Hausherren mit 1:0 in Führung. In der 24. Minute war Anzinger nach Vorarbeit von Guwa und Semmler flott unterwegs und erhöhte mit seinem 11. Saisontor den Spielstand auf 2:0. Und auch Priens etatmäßiger Goalgetter Hannes Semmler ließ sich nicht zwei Mal bitten und verwertete einen langen Ball in die gegnerischen Maschen.

Nach dem Pausentee kam es dann für die Gäste von Spielertrainer Eckl knüppeldick: Wiesholler wurde nach einem Foul im Strafraum an Semmler vom souverän agierenden Schiedsrichter Armin Just in der 53. Minute zum Duschen geschickt - den fälligen Elfmeter vergab Priens „Oldie“ Jury Guwa aber kläglich. Nur wenige Minuten später ließ Anzinger aber die vergebenen Chance schnell vergessen: Nach einem sehenswerten Doppelpassspiel und Alleingang durch den gegnerischen Strafraum konnte er die zwei Dutzend Treffer für den TuS in dieser Saison komplett machen. Gefeiert wurde er danach nicht nur von seinen Teamkameraden, auch die Edelfans waren hellauf begeistert von ihrem „Priener-Messi“. Zwei Minuten darauf klingelte es erneut im Kasten der Gäste, nachdem Semmler seine Gegner auf dem „Bierfaitzl“ austanzte, mustergültig auf Guwa zurücklegte und dieser souverän zum 5:0 vollstreckte. Für weitere Jubelstürme auf der Tribüne sorgte dann noch Priens „Kleinster“ Alex Hordt, der kurz nach seiner Einwechslung aus größerer Distanz einen Lupfer auspackte und damit den 6:0 Endstand herstellte.

Nach der Niederlage am vorherigen Spieltag war das die richtige Antwort der Mayer Elf, die einem schwachen und teilweise disziplinlosen Gegner keine Chance ließ ins Spiel zu kommen. Wenn man es nächste Saison schaffen würde die gezeigten Leistungen konstant abzurufen, dann scheint das selbstgesteckte Ziel „Aufstieg 2016 in die Kreisliga“ gar nicht mehr so unrealistisch. Am Mittwoch steht aber erst Mal das wohl „schwerste Spiel der Saison“ auf dem Programm: Beim Nachholduell in Bernau geht es für beide Mannschaften zwar -zumindest realistisch gesehen- nur noch um die „Goldene Ananas“, aber ein Sieg im Derby ist natürlich mehr wert als jeder andere Dreier im Saisonverlauf.

Pressemitteilung TuS Prien

 

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