Der Kreisklassist plant bereits das neue Jahr

Jahresrückblick mit dem TuS Großkarolinenfeld: „Stehen auf sehr stabilen Beinen“

Andreas Beitz
 ist 1. Abteilungsleiter beim TuS Großkarolinenfeld.
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Andreas Beitz ist 1. Abteilungsleiter beim TuS Großkarolinenfeld.

Großkarolinenfeld - Die Fußballvereine aus der Region standen 2020 vor großen Herausforderungen. beinschuss.de hat beim Kreisklassisten TuS Großkarolinenfeld nachgefragt, wie sie auf das bisherige Jahr zurückblicken, wie sich die Pandemie in ihrem Verein auswirkt und welche Wünsche sie für 2021 haben.

Ein besonderes Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Die Corona-Pandemie wirkte sich auch die Fußballvereine aus der Region aus und stellte diese vor großen Herausforderungen. Von Mitte März bis Mitte September ruhte der Spielbetrieb im bayerischen Amateurfußball, am 19. September erfolgte der langersehnte Re-Start. Doch die Politik zog Ende Oktober aufgrund steigender Corona-Fallzahlen die Reißleine und verhängte erneut ein Sportverbot im Freizeit- und Amateursport. Dadurch waren die Vereine früher als erhofft wieder zum Zuschauen gezwungen.

TuS Großkarolinenfeld: „Es sind alle mit äußerster Begeisterung wieder gestartet“

beinschuss.de blickt mit den Vereinen aus der Region auf das vergangene Jahr zurück und fragte nach, wie sich die Auswirkungen im Verein bemerkbar machen und ob es trotzdem schöne Momente gab. Zudem blicken wir auf 2021 und die Klubs verraten, was sie sich für das kommende Jahr wünschen.

Nun beantwortete Andreas Beitz, Abteilungsleiter des Kreisklassisten TuS Großkarolinenfeld, die Fragen von beinschuss.de.

Hallo Herr Beitz, 2020 neigt sich dem Ende entgegen. Wie lautet aus Sicht eures Vereins die Bilanz des doch sehr besonderen Jahres?
Andreas Beitz: Das Jahr 2020 war sowohl für jeden privat, als auch für den Verein eine echte Herausforderung. Aber einmal mehr hat man gesehen, was wichtig ist: Der Zusammenhalt und die gegenseitige Hilfe besonders in schwierigen Situationen.
Wie wirkt sich die lange Aussetzung des Trainings- und Spielbetriebs auf euer Vereinsleben auch hinsichtlich möglicher Abmeldungen von Mitgliedern aus?
Beitz: Natürlich wollen alle Spieler, Trainer, Betreuer und Funktionäre möglichst schnell wieder in einen geregelten Trainings- und Spielbetrieb übergehen. Die Voraussetzungen haben wir beim ersten Lockdown im März bereits geschaffen: es wurde in kürzester Zeit ein Hygienekonzept erstellt, das immer wieder an die aktuellen Regelungen angepasst wurde. So konnten wir damals auch als einer der ersten Vereine wieder einen den Umständen entsprechenden „normalen“ Trainingsbetrieb aufnehmen. Das hat mit Sicherheit auch dabei geholfen, die Spieler -egal welcher Altersklasse - nicht zu verlieren. Besonders im Jugendbereich war es den Trainern auch wichtig, nie den Kontakt zu den Spielern abbrechen zu lassen, es hat ein stetiger Austausch mit den Spielern stattgefunden.
Das Thema „Finanzen“ ist im Profibereich allgegenwärtig. In eurem Verein auch?
Beitz: Über das Thema Finanzen kamen wir Anfangs durchaus ins Grübeln. Aber zum Glück haben wir zahlreiche Sponsoren, die den Verein auch in dieser ungewöhnlichen Zeit weiterhin tatkräftig unterstützen. Auch an dieser Stelle hier nochmal ein herzliches Vergelt‘s Gott! Des Weiteren steht der Verein insgesamt auf sehr stabilen Beinen, da in der Vergangenheit immer mit Sinn und Verstand gewirtschaftet wurde.
Gab es für euch als Verein in diesem Jahr schöne/besondere Momente? Wenn ja welche?
Beitz: Ich glaube, hier muss alles Sportliche in den Hintergrund gestellt werden. Am schönsten war einfach, wenn man den Spielern und Trainern ins Gesicht gesehen hat, als es nach dem ersten Lockdown endlich wieder losgehen konnte. Die Freude am Fußball zurückzubekommen, endlich wieder seine Teamkameraden zu treffen und gemeinsam für ein Ziel zu arbeiten.
Wie habt ihr im Verein den Re-Start im September erlebt?
Beitz: Es sind natürlich alle mit äußerster Begeisterung wieder gestartet. Die Trainingsbeteiligung war in allen Altersklassen enorm hoch, endlich konnte es wieder losgehen. Ein gewisser Zweifel an der Dauer und ein ungutes Gefühl bezüglich dem Virus konnten jedoch nicht ganz beseitigt werden. Aber durch unser sehr strenges Hygienekonzept haben wir alles in unserer Macht stehende unternommen, dass der Re-Start so sicher wie möglich durchgeführt werden konnte.
Stehen im kommenden Jahr im Verein besondere Highlights oder Feste an, solange die Corona-Pandemie dies zulässt?
Beitz: Unsere „typischen“ Feste wie zum Beispiel „Peter&Paul“ oder unser Weinfest im Herbst haben wir durchaus schon geplant. Ob die Durchführung klappt, müssen wir abwarten. Jedoch waren wir in der Zwangspause nicht ganz untätig: Zu Ostern 2021 wird in Zusammenarbeit mit Edeka Karavil ein Stickeralbum erscheinen, in dem alle verschiedenen Abteilungen und somit alle aktiven Mitglieder und Funktionäre des TuS vorgestellt werden.
In diesem Projekt steckt eine Menge Arbeit, aber um so mehr fiebern wir dem Starttermin entgegen.
Welche sportliche Ziele habt ihr als Verein im Herren- Frauen und Jugendbereich für das kommenden Jahr?
Beitz: Im Herrenbereich steht definitiv der Ligaverbleib der 1. Mannschaft im Vordergrund. Mit unserer sehr jungen Mannschaft wird das mit Sicherheit nicht leicht, aber das Trainerteam und die Abteilungsleitung weiß um die Qualität der Spieler, die auch seit dem Re-Start deutlich wurde. Mit der 2. Mannschaft steht noch das Ziel Aufstieg im Raum. Das wird sicher auch kein leichter, aber ein durchaus machbarer Weg. Im Jugendbereich wollen wir uns kontinuierlich weiterentwickeln, taktisch sowie auch physisch. Hier haben wir seit Sommer in beinahe jeder Mannschaft einen ausgebildeten Trainer dabei. Wichtig ist es für uns, die Kinder und Jugendlichen für die jeweils nächste Altersstufe so vorzubereiten, dass sie relativ problemlos Fuß fassen können.
Zum Abschluss: Welche Wünsche habt ihr aus Sicht des Vereins für das Jahr 2021?
Beitz: Wir wünschen uns, dass alle gesund bleiben und sich durch den Virus den Spaß am Fußball nicht verderben lassen.
Herr Beitz, vielen Dank für das Interview!

ma

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