„Wir gehen ab Juli unseren eigenen Weg“

SV Aschau baut Jugendbereich um - Ex-Profi Hertl wird Ausbildungskoordinator

Björn Hertl (l.) ist ab sofort beim SV Aschau/Inn als Ausbildungskoordinator tätig und wird ab Sommer Trainer der A-Jugend werden.
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Björn Hertl (l.) ist ab sofort beim SV Aschau/Inn als Ausbildungskoordinator tätig und wird ab Sommer Trainer der A-Jugend werden.

Beim SV Aschau am Inn stehen Veränderungen im Jugendbereich an. Dafür hat der Kreisklassist einen Ex-Bundesligaprofi an Land gezogen. Björn Hertel wird Trainer der A-Jugend und Ausbildungskoordinator bei den Veilchen. „Wir möchten eine qualitativ hochwertige Ausbildung sicherstellen“, sagt Christian Wehrle, Stellvertretender Abteilungsleiter/Jugend, gegenüber beinschuss.de.

Aschau am Inn - Der SV Aschau am Inn baut während der Corona-Pandemie seinen Jugendbereich um. Ab dem 1. Juli will der Kreisklassist wieder eigene Juniorenmannschaften in allen Altersklassen stellen und damit aus JFG FC Bavaria Isengau austreten.

Hertl wird zusammen mit Johannes Asanger Trainer der A-Jugend

Um den Kindern eine „qualitativ hochwertige Ausbildung“ innerhalb des Vereins zu ermöglichen, hat der SVA einen prominenten Namen für den Jugendbereich gewonnen. Der Ex-Bundesligaprofi Björn Hertl wird Ausbildungskoordinator bei den Veilchen und Trainer der A-Jugend.

„Johannes Asanger, Aschauer Eigengewächs und aktive Tormaschine der Herrenmannschaft, komplementiert das Trainerteam und wird seinen Teil zum Erfolg der A-Junioren beitragen“, teilt der Kreisklassist auf seiner Facebook-Seite mit.

„Björn passt vom Typ und vom Charakter perfekt zu uns“

In einem kurzen Interview mit beinschuss.de verrät Christian Wehrle, Stellvertretender Abteilungsleiter/Jugend beim SV Aschau/Inn, wie es zu der Verpflichtung von Hertl kam, welche Aufgaben der Ex-Bundesligaprofi übernimmt und welches Ziel der Verein im Jugendbereich hat.

Hallo Herr Wehrle, wie kam es zu der Verpflichtung des Ex-Bundesligaprofis Björn Hertl. Wie war die Kontaktaufnahme?
Christian Wehrle: Björn ist seit einiger Zeit beruflich in Aschau tätig. Durch das berufliche und private Netzwerk hatten wir dann immer mal wieder die Gelegenheit uns über den Fußballsport auszutauschen und haben viele Gemeinsamkeiten festgestellt. Von Anfang an war klar, dass Björn vom Typ und vom Charakter perfekt zu uns passt. Seine Erfahrungen im Profi-Bereich nehmen wir dann natürlich dankend noch mit.
Was sind seine Aufgaben als Ausbildungskoordinator und was versprecht ihr euch von der Verpflichtung, auch im Hinblick auf den gesamten Verein?
Wir möchten für unsere Kinder und Junioren eine qualitativ hochwertige Ausbildung sicherstellen. Dafür braucht man Standards, Vorgaben und altersgerechte, gute Trainingseinheiten. Die Eltern müssen wissen, dass die Kids sehr gut betreut werden. Björn wird uns hier mit seinem Know-how und seinen Erfahrungswerten auf ein neues Level heben.
Ihr habt vor, ab Juli eigene Jugendteams zu stellen. Was beudetet das für die JFG FC Bavaria Isengau und wie kam es zu diesem Entschluss?
Wir gehen ab Juli 2021 unseren eigenen Weg und werden die JFG FC Bavaria Isengau verlassen. Ein Grund ist sicherlich der große Aderlass an Juniorenspieler in den vergangen Jahren.
Wie lauten eure Ziele im Jugendbereich? Wo wollt ihr hin?
Wir wollen in einem familiären Umfeld eine sehr gute Ausbildung auf Basis einer modernen Infrastruktur garantieren. Wir sind dabei mit den Jungveilchen unsere eigene Marke zu kreieren. Wir sind ein starkes, engagiertes Team aus Trainern und Vorstandschaft, die diesen Weg gemeinsam entwickelt und aufgebaut haben. Wir betrachten den Jugendfussball als eine Art Ökosystem mit Schnittstellen in alle Bereiche unserer Gesellschaft.
Ihr habt bereits angekündigt, dass es zwei Vorbereitungsspiele gegen prominente Vereine aus der Münchner Gegend geben soll. Verratet ihr schon, um welche Testgegner es sich dabei handelt?
Wir sind Kooperationspartner der Löwenfussballschule des TSV 1860 Münchens. Darüber hinaus sind weitere Kontakte zu den Münchner Vereinen vorhanden. Ich sage jetzt mal frei nach Andi Möller: „ich habe vom Feeling her ein gutes Gefühl, dass es klappt“ (lacht).
Herr Wehrle, vielen Dank für das Interview.

Die Karriere von Björn Hertl

Hertl feierte für die SpVgg Unterhaching im Jahr 1996 sein Debüt in der 2. Bundesliga. Mit der Spielvereinigung gelang ihm der Aufstieg in die 1. Bundesliga, wo er im Sommer 1999 sein erstes Spiel absolvierten. Im Jahr 2001 wechselte der ehemalige Mittelfeldspieler für ein Jahr auf Leihbasis zum SV Wacker Burghausen, der ihn 2002 fest verpflichtete. Beim SV Wacker blieb der mittlerweile 44-Jährige insgesamt zehn Jahre und absolvierte 275 Pflichtspiele (15 Tore) für Burghausen. Zum Abschluss seiner Karriere ging es für Hertl 2011 zum TSV Buchbach, wo er nach einem Jahr seine aktive Laufbahn beendete.

Bild aus dem Jahr 2007: Der Hachinger Ivica Majstorovic (vorn l) und Wacker-Spieler Björn Hertl (vorn r) kämpfen um das Leder, rechts im Hintergrund der Hachinger Robert Lechleitner.

Hertl kam in der 1. Bundesliga 20 Mal zum Einsatz. Zudem absolvierte er 180 Spiele (6 Tore) in der 2. Bundesliga und 71 Partien (3 Tore) in der 3. Liga. Der ehemalige Mittelfeldakteur stand außerdem zehnmal im DFB-Pokal auf dem Platz.

ma

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