Beinschuss-Serien-Interview vor dem Re-Start

Laufens Weber: „Schade, dass - Stand jetzt - keine Zuschauer zugelassen sind“

Maximilian Weber im Trikot des SV Laufen
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Maximilian Weber vom SV Laufen wird die Zuschauer bei den Spielen vermissen.

Laufen - Langsam kehren die bayerischen Vereine und Fußballer zur Normalität zurück. Training mit Körperkontakt und Testspiele sind wieder erlaubt. beinschuss.de hat bei Maximilian Weber vom SV Laufen nachgefragt, wie groß die Vorfreude auf das erste Training war und wie er zum Start des Spielbetriebs steht.

Die Corona-Zwangspause ist nun auch für die bayerischen Amateurfußballer vorbei. Bereits Anfang Juli hat die bayerische Staatsregierung entscheiden, dass Training mit Körperkontakt erlaubt ist. Damit konnten die Vereine und Spieler nach Monaten wieder richtig trainieren. Am Mittwoch, den 29. Juli, gab das bayerische Innenministerium dann auch den Spielbetrieb wieder frei, sodass die Klubs nun endlich die ersten Testspiele austragen können.

beinschuss.de fragt bei den Spielern aus der Region nach, wie sie die fußballfreie Zeit verbracht haben, ob einem Teamkameraden der Trainingsrückstand anzumerken war, wie groß die Vorfreude auf das erste Spiel ist und wie sie zum Ligapokal stehen. Maximilian Weber vom Kreisklassisten SV Laufen stellt sich nun den Fragen.

Hallo Herr Weber, wie haben Sie die Corona-Zwangspause ohne Fußball überstanden?
Mir kam die Corona-Zwangspause sehr gelegen, da ich eine frühere Verletzung endgültig auskurieren konnte. Auch privat stand ein Umzug in meine neue Wohnung an, somit hatte ich genug um die Ohren und konnte dies in Ruhe erledigen.
Es herrschte wochenlange Trainingspause: Wie sehr haben Sie sich auf das erste Mannschaftstraining gefreut und wie war das Wiedersehen mit den Teamkameraden? Hat man einem Mitspieler den Trainingsrückstand angemerkt?
Ich habe den Trainingsbeginn kaum erwarten können und es trotz der Hygieneauflagen und Kontaktverbot sehr genossen. Es war schön, die Teamkameraden zu sehen, da dadurch der „normale Alltag“ wieder ein wenig eingekehrt ist. Man konnte schon sehr gut erkennen, wer die Coronazeit für seine Fitness genutzt hat und wer nicht. Im Allgemeinen war der Trainingsrückstand aber nicht schlimmer als nach einer „normalen“ Winterpause.
Haben Sie in ihrem Verein besondere Hygiene-Maßnahmen getroffen?
Wir haben uns an die vom BFV vorgegebenen Hygienemaßnahmen gehalten und diese konsequent durchgezogen und werden dies auch weiterhin so fortführen.
Wie groß ist Ihre Vorfreude auf das erste Spiel?
Natürlich freut man sich nach wochenlanger Pause sehr auf das erste Fußballspiel, weil man sich wieder mit Gegnern messen kann und sehen kann, wo man steht. Schade finde ich allerdings, dass - Stand jetzt - keine Zuschauer erlaubt sind.
Glauben Sie, dass die Saison im September fortgeführt werden kann und der Spielbetrieb problemlos verläuft?
Ich würde es mir sehr wünschen, aber man kann die Entwicklung nicht vorhersehen. An erster Stelle steht natürlich die Gesundheit Aller und es gilt, eine zweite Welle zu verhindern. 
War es aus Ihrer Sicht richtig, die Saison 2020/21 zu streichen und die aktuelle Saison fortzuführen?
Ich persönlich hätte es besser gefunden, wenn die Saison 19/20 gestrichen worden wäre und wir im September von Neuem begonnen hätten. Ich kann die Entscheidung aber durchaus verstehen und es war definitiv auch nicht leicht diese zu treffen. 
Wie lautet Ihre Meinung zum Ligapokal? Ist das für Sie ein interessanter Zusatzwettbewerb?
Natürlich ist der Ligapokal zur Überbrückung spannender und eine bessere Alternative als normale Freundschaftsspiele. Eine reguläre Saison 20/21 wäre mir allerdings lieber gewesen.
Haben Sie Bedenken aufgrund des Coronavirus‘ wieder Fußball zu spielen oder machen Sie sich dahingehend keine Gedanken?
Bedenken habe ich derzeit keine, weil im Training die Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Im Moment überwiegt die Vorfreude auf den Spielbetrieb.
Zum Abschluss: Was sind Ihre persönlichen Ziele für die restliche Saison und welche Ziele habt ihr euch als Mannschaft gesteckt?
Mein persönliches Ziel als Kapitän ist es, unsere vielversprechende Jugend weiterhin in die Mannschaft zu integrieren, um ihnen den Übergang in den Herrenbereich zu erleichtern. Unser gemeinsames Ziel für die restliche Saison ist der Klassenerhalt, damit wir in Zukunft mit unseren jungen Spielern voll angreifen können.
Danke für das Interview!

dg



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