Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Trotzdem weiterhin sieglos

Erneutes Comeback nach Rückstand: Laufen erkämpft sich Remis im Derby gegen Fridolfing

Eng und kämpferisch war es in einigen Spielaktionen. So auch in dieser Spielszene, als Gabriel Öllerer ballführend versuchte an Lucas Aicher (Fridolfing – Nummer 14) vorbeizukommen.
+
Eng und kämpferisch war es in einigen Spielaktionen. So auch in dieser Spielszene, als Gabriel Öllerer ballführend versuchte an Lucas Aicher (Fridolfing – Nummer 14) vorbeizukommen.

Wundersame Wandlung in der Kabine beim SV Laufen. Nach einer eher mäßigen ersten Halbzeit beim Spitzenreiter des TSV Fridolfing gelang es dem SV Laufen erneut ein Comeback zu zelebrieren und ein 3:3 in Fridolfing zu erwirken. Zwar nicht der erste Dreier, doch ein Punkt für die Moral beim weiterhin vorne stehenden Team aus Fridolfing. Die Comebacker, die schon in der Vorwoche einen Spielstand aufholten, zeigten also wieder ihre zwei Gesichter.

200 Zuschauer ließen sich das Salzach-Derby der Kreisklasse 4 auf dem Sportplatz in Fridolfing nicht entgehen. Die mäßigen Wetterbedingungen verhinderten wohl noch eine größere Kulisse, denn trocken und gemütlich war es definitiv nicht.

Frühe Führung für den Tabellenführer

Gleiche Außenbedingungen für alle, Ungleichheiten im Tabellenstand. Der Tabellenerste des TSV Fridolfing war gastgebend für das Schlusslicht des SV Laufen. Und im ersten Durchgang lief für den Spitzenreiter eigentlich alles größtenteils nach Plan „3 Punkte“. Nach acht Minuten schepperte es erstmals. Schlecht wurde ein Ball von Laufens Außen ins Zentrum gespielt und mehr oder weniger direkt in die Füße der TSV Offensivabteilung. Diagonal flog das Leder in der Folge auf rechte Seite auf Michael Auer, der den Ball flach auf Johann Dandl brachte – 1:0. Wiedermal ein furchtbarer Start für den SV Laufen, der schon früh erste zaghafte Hoffnungen im Keim ersticken wollte.

Der SV Laufen kam in der 12. Minute zur ersten Torchance. Nach einem Einwurf kam der am heutigen Tag auffällige Gabriel Öllerer durch und wurde aber abgeblockt. Das Leder landete bei David Cienskowski, der aus kurzer Distanz die Chance ergriff. Sein erster Versuch wurde ebenso abgeblockt, den zweiten parierte Torwart Kiermaier im Fridolfinger Tor. Mehr spielbestimmend war aber weiterhin der Hausherr, der durch Michael Auer zum nächsten Torabschluss kam. Ein weiterer kapitaler Fehlpass im Zentrum des SV Laufen lud den TSV regelrecht ein, eine weitere Möglichkeit zu erhalten. Michael Auer jedoch scheiterte an SVL-Keeper Bastian Schönheim.

Fridolfing baut die Führung aus

Nach gut 25 Minuten musste man feststellen, dass ohne dem Fridolfinger Tor die Spielanlage des SV Laufen nicht unbedingt den Tabellenstand widerspiegelte und der Inhaber der Roten Laterne durchaus mitspielte. Doch die nächste Hoffnung wurde in der 28. Minute wieder jäh zerstört. Schnell wurde der SV Laufen nach einem weiteren Fehler ausgespielt. Ein Querpass reichte schlussendlich Laufens Abwehr fast komplett auszuhebeln. Maximilian Obermayer versuchte, was zu retten war, rutschte in den Pass hinein, netzte aber im eigenen Tor ein – 2:0. Zu schnell wurde der SV Laufen nach individuellen Fehlern ausgespielt und konnte sich schlussendlich über diesen Rückstand nicht wirklich beschweren, doch weiterhin bemühten sich die Salzachstädter um Ergebniskorrektur. Gerhard Nafe schickte mit einem Außenristpass Gabriel Öllerer in der 33. Minute los. Öllerer lief zwar seinen Gegenspielern davon, fand in Kiermaier jedoch seinen Meister.

Zwei Minuten darauffolgend erneut Gefahr vor Maxi Kiermaier. Doch er konnte abermals seine Vorderleute nach einem Schuss von David Cienskowski vor Schlimmerem bewahren. Eine Riesenchance erspielte sich der TSV Fridolfing in der 38. Minute. Mit einem Zauberpass gelang es Tobi Schild Christoph Zeif ins Duell mit Maximilian Obermayer zu schicken. Zeif gewann nur temporär, denn sein Schuss landete an der Unterlatte und nicht hinter der Torlinie. Gleich im Gegenangriff bediente Michael Hollinger Julian Draak auf rechts. Seinen Schuss wehrte Kiermaier souverän per Fußabwehr ab. Erneut verdingte sich Tobi Schild in der 41. Minute als Vorbereiter. Diesmal schickte er Michael Auer auf Keeper Bastian Schönheim los, doch Laufens Goalie rannte aus dem Tor und lief den Pass vor Auers Augen ab.

Fridolfing mit starker ersten Hälfte

Noch in derselben Minute musste Schönheim schon eine Glanzparade aufbieten, um den dritten Gegentreffer zu verhindern. Schönheims Vorderleute ließen Johann Dandl aus gut zwanzig Metern das Spielgerät in Richtung Kreuzeck zirkeln, doch Schönheim fischte mit einer Flugparade das Leder. Magere zwei Minuten später war Schönheim erneut Endstation eines TSV-Angriffs und im Dauerbeschuss. Aus der Distanz versuchte sich Alexander Auer und erwischte den SV Laufen Torwart fast auf dem falschen Fuß. Schönheim konnte Auers Schuss gerade noch erreichen und zur Ecke bugsieren (43.).

Laufen ließ sich in dieser Phase „gehen“ und hatte kaum Zugriff auf die Fridolfinger Maschinerie, die oft mit einfachem Fußball großes erreichen konnte. So auch in der 44. Minute, wo der Gastgeber das Säckchen vermeintlich zuschnürte. Mit einer wohl einstudierten Variante bediente Maxi Vogl mit einem Freistoß den in den Strafraum einlaufenden Tobi Schild. Dieser drehte einmal kurz auf und ließ seinen Gegenspieler sehr nass dastehen und schob zum 3:0 Pausenstand ein. Zu leicht bekam der TSV Fridolfing die Treffer vom SV Laufen präsentiert, die einfach zu viel zuließen.

Laufen schlägt zurück

Was in Laufens Kabine in den Halbzeitpausen passiert, wird wohl ein gut gehütetes Geheimnis bleiben. Denn wie in der Vorwoche im Heimspiel gegen Otting, als ein 0:2 Rückstand egalisiert werden konnte, kam der SV Laufen auch am Samstag in Fridolfing zurück und verdiente sich den Namen des Comebackers der Liga. Das Rennen ums Remis begann in der 57. Minute. Lucas Huber erkämpfte sich das Leder und passte auf der Außenlinie entlang auf Gerhard Nafe. Dieser wiederum schickte Öllerer los. Gabriel Öllerer lief auf und davon und überwand diesmal Kiermaier zum 3:1 Anschluss.

Nur zwei Minuten später war es erneut Öllerer, der seinen fixen Doppelpack schnürte und das berühmte Säckchen weit öffnete. Zuvor spielten die in dunkelblau-violett gekleideten Gäste eine sehr gute Ballkombination nach vorne. Zielspieler Julian Draak wurde im Strafraum gelegt, sodass Schiedsrichter Janßen auf den Elferpunkt zeigte. Öllerer übernahm die Verantwortung und verkürzte den Spielstand auf 3:2. Die Hoffnungen kamen sowohl bei Fans als auch bei den Spielern des SV Laufen zurück und das Kabinenwunder des SV Laufen nahm schlussendlich seinen Lauf.

Gastgeber mit dem Ausgleich

Die verschenkte, nicht vergessene, erste Halbzeit egalisierte der zuvor gefoulte Julian Draak in der 62. Minute. Michael Hollinger erwischte den Ball punktgenau und passte diesen zu Gabriel Öllerer. Dieser fand Julian Draak, der das Runde im Eckigen unterbrachte – 3:3. Ab diesem Zeitpunkt wurde es in Fridolfing der berühmte Tanz auf der Rasierklinge. Taktische Zwänge über den Haufen geworfen und der Fußballgott zum Glück gezwungen. Fast gereizt drängte der Hausherr auf die erneute Führung. Der Gast aus Laufen musste nun alles an Defensivkraft aufbieten, um die Drangphase schadlos zu überstehen. Leicht wurde diese Aufgabe nicht. In der 78. Minute lief der nächste gefährliche Heimangriff. Tobi Schild passte auf Götzinger. Dieser wiederum fand mit seiner Hereingabe von der rechten Außenbahn David Prams, der sich im Rückraum freilief. Prams zog scharf ab und nötigte Schönheim eine weitere Parade ab, der so sein Team auf Unentschieden-Kurs hielt.

Der SV Laufen war nun voll im Verteidigungsmodus und Kampfmodus angekommen und grätschte, rutschte um jeden Ball, während der TSV Fridolfing ein ums andere Mal an den Laufener Strafraum herankam. Richtig brenzlig wurde es in der 90. Minute. Eine punktgenaue Flanke von Christoph Zeif nutzte Tobi Schild zu einem Kopfball. Schild stieg weit höher als seine Gegenspieler, köpfte allerdings gut einen Meter übers Tor hinweg. In der fünften Nachspielminute war es Zeif selbst, der sich den Torschuss erspielte und nahm. Vom Strafraumeck machte sich Zeif bereit, dem SV Laufen in einer der letzten Spielaktionen doch noch das K.O. zu versetzen. Doch der eingewechselte Luka Feil kam herangerutscht und grätschte in Zeifs Abschluss und verhinderte, dass dies noch richtig gefährlich wurde. Schiedsrichter Janßen hatte dann mit den Mannschaften ein Einsehen und beendete wenige Momente danach das zumindest im zweiten Durchgang heißumkämpfte Match in Fridolfing, aus dem der SV Laufen mit erhobenen Kopf gehen konnte. Die Punkteteilung erwirkte keine Tabellenveränderung. Der TSV Fridolfing behielt den Sonnenplatz der Liga, während die „Rote Laterne“ der Kreisklasse 4 weiterhin seinen Aufenthalt an der Salzach in Laufen fristet.

PM SV Laufen

Kommentare