Keine Belohnung für Laufen

Die ersten 25 Spielminuten unter Leitung von Schiedsrichter Christopher Laufke vom FC Traunreut gestalteten sich für den SV Laufen alles andere als wünschenswert. Oftmals stand man ein wenig zu weit von den Gegenspielern entfernt und machte durch eigene Fehler und Konzentrationsschwächen den Hausherren immer wieder stark. Fast lud man dadurch den SC Inzell schon fast ein, Tore gegen sich zu machen. Schon nach drei Minuten versuchte sich der stärkste Spieler auf dem Feld, Fabian Zeidler vom SC Inzell, mit einem Alleingang durch alle Laufener Reihen. Der 20-Meter-Schuss strich jedoch über das Gehäuse des SVL-Goalies Christian Strobl hinweg. In der 8. Spielminute hätte Christian Höhn eigentlich zum 0:1 einnicken können. Den von Thomas Wimmer geschossenen Freistoß konnte der Laufener Mittelfeldspieler jedoch nicht im SC-Tor unterbringen. Ein vermeidbarer Ballverlust sorgte am Ende für den 1:0 Führungstreffer für die Hausherren. Nach dem Ballverlust setzte Markus Maier mit einem weiten Pass Fabian Zeidler ein. Zeidler spielte die Verteidigung des SV Laufen inklusive Christian Strobl aus und netzte lässig zum 1:0 ein (12.).   Nur fünf Minuten später nutzte der SC Inzell die Gunst der Stunde und die kurz aufkommende Unsicherheit des Gastes von der Salzach. Nach einer Einwurfsituation für den SV Laufen holte sich Andreas Panitz das Leder an der Außenlinie. Panitz bediente mit einem vorausschauenden Pass Fabian Zeidler, der an der Strafraumgrenze nochmals nach hinten ablegte. Dort stand völlig allein gelassen Lukas Lackner und zog aus 25 Metern ab. Der Ball fand nach diesem sehenswerten Schuss im rechten Toreck sein Ziel - 2:0 (17.). Und wieder lag der SV Laufen schier uneinholbar zurück und lief erneut einem Rückstand hinterher - wöchentlich grüßt schon fast das Murmeltier. Der SC Inzell, vor allem Fabian Zeidler, machte weiter Druck nach vorne und beschäftigte Laufens Hintermannschaft in der Folge beträchtlich. Zeidler lief in der 19. Minute seinem Gegenspieler auf der rechten Außenbahn davon und zog in Richtung Strafraum. Im direkten Duell mit Keeper Strobl ging jedoch der Gastgoalie als Sieger heraus.   Nur vier Minuten später (23.) war es wieder Zeidler, dem die nächste Aufmerksamkeit galt. Nach einem Missverständnis in der SVL-Verteidigung schnappte sich der quirlige Inzeller den Ball und startete erneut auf Strobl zu. Zeidler versuchte sich diesmal mit einem Lupfer, der jedoch knapp sein Ziel nicht fand. In den ersten 25 Minuten war der SC Inzell für alle sichtbar gedankenschneller und nutzte die Fehler des SV Laufen eiskalt aus. Doch nach einer halben Stunde wendete sich langsam das Blatt. Der SVL versuchte nun dem SC Inzell sein Spiel aufzuzwingen und die Hausherren mehr in die Zweikämpfe zu bringen und somit zu fordern. Dies gelang im Laufe der restlichen Spielzeit immer besser. Robert Bauer war es in der 33. Minute, der das Leder von der Seitenlinie kratzte. Der nach vorne gerückte Außenverteidiger wurde zuerst geblockt, jedoch im darauffolgenden Moment von Christian Höhn nochmals bedient. Bauer schickte daraufhin den frisch eingewechselten Gerhard Nafe, der gedankenschnell den Ball in den hinteren Strafraumbereich brachte. Dort versuchte sich Benedikt Schauer mit einer Direktabnahme, doch Schauers Volley war zu unplatziert und flog in das Ballfangnetz.   Doch in der 43. Minute wurde der SV Laufen für die schlussendlichen Angriffsbemühungen ein wenig belohnt. Christian Höhn schickte Gerhard Nafe von der Mittelposition in den Strafraum. Nafe, von der Grundschnelligkeit besser aufgelegt als sein Gegenspieler Markus Maier, wurde von diesem gelegt - Strafstoß. Diesen verwandelte David Cienskowski zu einem psychologisch guten Zeitpunkt zum 2:1 Anschlusstreffer.   Der SV Laufen kam aus der Halbzeitkabine deutlich sicherer und man spürte, dass sich das Spiel noch drehen konnte. Jürgen Biermaiers Elf war bemüht die oftmals schnell vorgetragenen Angriffsaktionen zu unterdrücken und konnten selbst nicht mehr so viele Torchancen kreieren. Auch geschuldet damit, dass der SVL die Fehlerquote spürbar verringern konnte. In der 58. Minute lag der Ausgleich wortwörtlich in der Luft. Michael Hollinger schlug einen Eckball in den Fünfmeterraum. Der aufgerückte Innenverteidiger Michael Kirschner drückte schulmäßig das Leder per Kopf, doch lediglich am Tor vorbei. Die Gäste aus der Salzachstadt blieben spielbestimmend und konnten vor allem durch intensivere Zweikampfführung eigene Feldvorteile erzwingen.   Der Ausgleich bahnte sich für alle Zuschauer sichtbar an. In der 65. Minute die nächste Torchance für den SV Laufen. Christian Höhn glänzte mit einem Pass in die Schnittstelle, wo Helmuth Putzhammer mit dem Ball loslegte. Putzhammer spielte Inzells Torhüter Pirmin Gollinger aus, doch bei diesem Ausspiel geriet Putzhammer zu weit in den spitzen Winkel und konnte nicht mehr entscheidend den Torabschluss finden. Doch wenn es klingeln muss, dann klingelt es auch. So in der 71. Minute. Inzells Abwehrchef Andreas Graf legte vor der eigenen Strafraumgrenze Gerhard Nafe. Freistoß. Helmuth Putzhammer, der sich eigentlich schon zuvor das Tor holen wollte, legte sich das Leder zurecht. Mit einem kurzen Antritt und einem scharfen Schuss über die Mauer ließ er Pirmin Gollinger keine Chance - 2:2.   Die Partie im Ludwig-Schwabl-Stadion entwickelte sich nun zu einem offenen Schlagabtausch mit Chancen hüben wie drüben. Auch die Nervosität auf dem Feld und an den Seitenlinien nahm zu. Von der ließ sich der bis dahin gut leitende Schiedsrichter Laufke leider auch anstecken und sorgte mit einigen nicht für alle nachvollziehbaren Entscheidungen für zusätzliche Brisanz. Drei Minuten nach dem Ausgleichstreffer war Inzells Fabian Zeidler wieder im Rampenlicht. Zeidler versuchte sich zum wiederholtem Male aus der Distanz. Christian Strobl im SVL-Tor konnte den Ball nicht sicher festhalten und Andreas Panitz war gedankenschneller zur Stelle als sich so manche dachten und schob zum 3:2 ein (74.).   Die drei Minuten Freude für den SV Laufen fand durch diesen Einschuss ein jähes und schnelles Ende. Es war nicht so, dass sich der SV Laufen nun im Rasen begrub. Keinesfalls ! Die Klinger-Elf marschierte weiter nach vorne, jedoch war auch am heutigen Tage das Abschlussglück keinesfalls ein Freund der Laufener. In der Schlussphase war der Hausherr vom SC Inzell wieder ein wenig präsenter und hätte genauso wie der SV Laufen noch einen Treffer erzielen können. Dass in der Schlussminute ein ziemlich gefährliches Foulspiel an Gerhard Nafe und die darauffolgende Rudelbildung nur mit Ermahnungen vom Unparteiischen geahndet wurden, wollen wir ausdrücklich als kluges Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters werten. Am Ergebnis änderte der darauffolgende Freistoß und die Schlusssekunden der Partie nichts mehr. Pressemitteilung SV Laufen

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