Beinschuss-Interview der Woche

Aiblings Weinhart feiert Comeback nach 451 Tagen: „Mein Tor war die Krönung“

Felix Weinhart vom TuS Bad Aibling.
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Felix Weinhart feierte nach 451 Tagen sein Comeback für den TuS Bad Aibling. Dabei gelang ihm nach seiner Einwechslung ein Tor und eine Vorlage.

Bad Aibling - Nach einer schweren Sprungelenks-Verletzung feierte Felix Weinhart nach 451 Tagen sein Comeback für den TuS Bad Aibling. Dabei gelang ihm ein Tor und ein Assists. beinschuss.de hat mit Weinhart über sein erstes Spiel, die Verletzung und seine Ziele gesprochen.

Es war ein Comeback, wie es sich Felix Weinhart erträumt hat. Der Aiblinger zog sich vor mehr als einem Jahr bei einem Gaudi-Turnier eine schwere Sprunggelenksverletzung zu und feierte am vergangenen Sonntag beim Spiel der zweiten Mannschaft des TuS Bad Aibling gegen den ASV Au II sein Comeback nach 451 Tagen. Nach seiner Einwechselung erzielte der 25-Jährige sogar ein Tor und bereitete einen Treffer beim 5:2-Sieg vor.

Weinhart: „Das war ein absoluter Traumeinstand für mich. Ich bin überglücklich!“

18 Schrauben und zwei Platten wurden Weinhart eingesetzt.

beinschuss.de hat mit Weinhart über sein erstes Spiel, die Verletzung und deren Heilungsverlauf gesprochen. Zudem verrät der 25-Jährige, welche Ziele er diese Saison noch hat.

Hallo Herr Weinhart, Sie haben am Sonntag nach 451 Tagen Ihr Comeback gefeiert und dabei gegen ASV Au II direkt ein Tor gemacht. Wie war das Gefühl für Sie, wieder auf dem Platz zu stehen und dann gleich erfolgreich zu sein?
Felix Weinhart: Es war einerseits ein super schönes Gefühl bei der Einwechslung, andererseits war ich auch ein wenig angespannt. Es hat aber mega Spaß gemacht und dann auch noch ein Tor zu machen, war die absolute Krönung.
Haben Sie sich Ihren Einstand so vorgestellt?
Weinhart: Nun ja, ehrlich gesagt hätte ich natürlich lieber schon von Beginn an gespielt (lacht). Aber meine Mannschaftskollegen sind aktuell einfach noch deutlich fitter als ich und ich war auch mit nur 25 Minuten Spielzeit zugegebenermaßen richtig erschöpft. Bei meinem Comeback ein 5-2-Sieg gegen den Tabellenführer, dazu ein Tor und ein Assist, ich würde sagen, das war ein absoluter Traumeinstand für mich. Ich bin überglücklich!
Welche Verletzung haben Sie sich zugezogen und wie ist das passiert?
Weinhart: Es war ein Verrenkungsbruch des rechten Sprunggelenks mit Bruch des Außenknöchels, Trümmerbruch der Gelenkfläche am Innenknochen, Syndesmosebandriss und Innenbandriss .Passiert ist das ganze bei einem Gaudi-Turnier, im Halbfinale der Uni-Weltmeisterschaft. Ich bin bei einem Schuss aufs Tor beim Ausholen mit dem Standbein nach innen umgeknickt. Wie es ohne Fremdeinwirkung zu so einer Verletzung kommen konnte, ist mir ein Rätsel.
Wie oft mussten Sie operiert werden und wie verlief der Heilungsverlauf?
Weinhart: Ich hatte insgesamt drei Operationen: eine Notversorgungs-OP, eine OP mit Ausversorgung mit 18 Schrauben und zwei Platten und zwölf Monate später eine OP zur Metallentfernung. Der Heilungsprozess war langwierig: Ich lief etwa zwei Monate auf Krücken und hatte sechs Monate Physiotherapie. Aber gemäß der Schwere der Verletzung alles in allem sehr glimpflich.
Gab es einen Moment wo Sie überlegt haben, die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen?
Weinhart: Niemals! Das ist meine erste richtig große Verletzung. Ich habe mir immer gesagt: solang es irgendwie wieder geht, werde ich weiterhin spielen. Dafür liebe ich den Fußball zu sehr.
Welche Ziele haben Sie sich für die restliche Saison noch vorgenommen?
Weinhart: Ich möchte möglichst viel verletzungsfrei spielen und mit unserer zweiten Mannschaft in der A-Klasse kein Spiel mehr verlieren und den Ligapokal holen. Wir haben eine starke Mannschaft!
Vielen Dank für das Interview

ma

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