Beinschuss.de spricht mit Spielern über die aktuelle Situation 

Westerndorfs Gartzen: "Unsere Mega-Hinrunde bringt uns am Ende vielleicht nichts"

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Torben Gartzen vom SV Westerndorf befürchtet, dass dem Verein die "Mega-Hinrunde" am Ende nichts bringt.

Rosenheim - Der Spiel- und Trainingsbetrieb im Amateurfußball ruht wegen der Corona-Pandemie in ganz Bayern. Beinschuss.de hat bei Torben Gartzen vom SV Westerndorf nachgefragt, wie er sich die Zeit vertreibt und wie er sich fit hält.

Die Corona-Krise legt den Amateurfußball lahm. Bis mindestens 19. April finden vorerst keine Spiele statt, diese Maßnahme könnte allerdings von Seiten des Bayerischen Fußball-Verbandes verlängert werden.


Beinschuss.de spricht mit den Spielern aus der Region, wie sie mit der derzeitige Situation umgehen, wie sie sich fit halten und was sie am meisten vermissen. Torben Gartzen, Spieler des Kreisligisten SV Westerndorf, stellte sich nun den Fragen.

Hallo Torben Gartzen, die wichtigste Frage vorne weg: Wie geht es Ihnen?


Torben Gartzen: "Alles bestens, ich fühle mich topfit."

Wie gehen Sie mit der aktuellen Lage um?

Gartzen: "Es ist schon verrückt, wie ein Virus unsere Gesellschaft und unser Leben verändern kann. Da erkennt man teilweise erst, was wirklich wichtig ist. Man muss es akzeptieren und sich an Regeln halten."

Wie vertreiben Sie sich die Zeit?

Gartzen: "Ich halte mich natürlich an die Vorgaben und verbringe die Zeit ausschließlich mit meiner Freundin. Wir sind beide gezwungen von zu Hause aus zu arbeiten. Für manche ist das sicher eine harte Probe, aber es klappt ausgesprochen gut. Wir sind viel an der frischen Luft oder spielen gemeinsam. Die alte Wii mit MarioKart wurde auch wieder aktiviert. Leider verliere ich immer - noch."

Fanden Sie die Entscheidung richtig, dass der Spielbetrieb bis zum 19. April eingestellt wurde?

Gartzen: "Die Entscheidung war alternativlos! Ich denke, da kann es keine zwei Meinungen geben. Man kann nicht Schulen schließen und so etwas aufrecht halten."

Auch der Trainingsbetrieb ruht. Wie halten Sie sich derzeit fit?

Gartzen: "Wir haben eine Lauf-App vom Trainer bekommen und sollen unsere Läufe tracken. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal so oft und viel Laufen gehe. Zum Glück ziehen einige Spieler richtig gut mit, so dass der Ansporn, oben dran zu bleiben, groß ist. Auch wenn manche meckern "Wir sind Fußballer und keine Marathonläufer", ist das gerade die einzige Möglichkeit sich sportlich zu betätigen und das brauche ich unbedingt. Ich bin sogar einen Halbmarathon gelaufen."

Wie geht der Verein mit der Situation um?

Gartzen: "Wir haben bereits sehr früh das Jugendtraining eingestellt und dann wurde ja alles lahm gelegt. Seither ruhen Vereinsheim, Fußball und Stockschießen. Eine harte Zeit für alle, die das Vereinsleben lieben."

Nach Ostern soll es nach aktuellem Stand wieder weitergehen. Wie geht es Ihrer Meinung nach mit der Punktspielrunde weiter?

Gartzen: "Ich glaube nicht daran, dass es weiter geht. Leider. Wir haben eine Mega-Hinrunde gespielt und ein schönes Polster an der Spitze erarbeitet. Ich befürchte aber, dass uns das nichts bringen wird. Wenn es so kommen sollte, dann muss es eben so sein. Es gibt wichtigeres als Fußball. Dann greifen wir zur neuen Saison einfach wieder an!"

Zum Abschluss: Was vermissen Sie in dieser Zeit am meisten? Und auf was freuen Sie sich, wenn die Krise überstanden ist?

Gartzen: "Meinen Hobbys nachzugehen: Zum einen das Fußballtraining, die Freunde sehen, danach ein Bier trinken und Karten spielen. Zum anderen auch Golfen oder Tennis spielen. Wenn ich ehrlich bin, sind es ganz schön viele Kleinigkeiten, auf die ich mich freue."

dg




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